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Auch in Pandemie einsatzbereit

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23 Kräfte in Einsatzabteilung - Kinder und Jugendliche willkommen

Pfaffenwiesbach -Auch wenn in den beiden Pandemie-Jahren viele Aktivitäten ruhen mussten und vor allem die Übungen nur bedingt stattfanden, war die Pfaffenwiesbacher Feuerwehr dennoch stets einsatzbereit. Das wurde bei der Jahreshauptversammlung deutlich.

Im vergangenen Jahr war die Feuerwehr zu 16 Einsätzen gerufen worden, 8 davon waren Hilfeleistungen beispielsweise bei Verkehrsunfällen oder Hochwasser. Zu fünf Bränden, davon zwei Großbrände (in Wehrheim und in Bad Homburg), eilte die Einsatzabteilung, die mit 23 Mitgliedern trotz Pandemie weiter stabil geblieben ist, wie Wehrführer Marcel Dittrich-Seikritt berichtete.

235 Stunden im Einsatz gewesen

Die Aktiven leisteten somit 2021 insgesamt 235 Einsatzstunden. Hinzu kamen 429 Gesamtübungsstunden, ein Großteil der insgesamt 33 Übungen fand allerdings online statt. Pandemiebedingt sei immer noch vieles nachzuholen, darunter auch die Gerätewartung und -pflege, und auch die Fortbildungen und Lehrgänge seien etwas zu kurz gekommen, hieß es. Einige Lehrgänge konnten aber doch absolviert werden, darunter Atemschutz- oder Erdgastraining.

Dementsprechend sprachen Dittrich-Seikritt und Gemeindebrandinspektor Markus Lezius auch einige Beförderungen aus. So ist nun André Opiela Feuerwehrmannanwärter, Sascha Staubach Oberfeuerwehrmann und Tamina Temeschinko Oberlöschmeisterin.

Auch in der Jugendwehr ist die Lage stabil. Aktuell sind acht Jungs und Mädchen aktiv, und drei Jugendliche werden noch in diesem Jahr in die Parallelausbildung und somit zur Einsatzabteilung wechseln, berichtete Jugendwart Sebastian Gerner. Zuwachs für die Jugendwehr sei auch schon in Sicht, es gebe drei Kinder, die "schon mit den Hufen scharren" und nur noch darauf warteten, zehn Jahre alt zu werden und somit der Jugendwehr beitreten zu dürfen.

Übungen liefen auch online

Die Kinder und Jugendlichen haben im letzten Jahr 37 Übungen absolviert, 15 davon allerdings nur online. Aber immerhin konnten zwei Tagesausflüge gemacht werden. Solche Ausflüge seien enorm wichtig für den Gruppenzusammenhalt und die Motivation der Jugendlichen, daher wolle er hier wieder mehr anbieten, sagte Gerner.

Sehr motivierend sei auch immer die "Jugendflamme", aktuell bereiteten sich die Jugendlichen auf die "Jugendflamme 2" vor. Sie treffen sich dienstags um 18 Uhr, die Einsatzabteilung danach ab 20 Uhr am Feuerwehrgerätehaus. Wer gerne mal mitmachen möchte, ist willkommen.

Der Förderverein steht mit 282 Mitgliedern recht gut da. Vereinsvorsitzender Sascha Staubach und Kassenwart Otmar Lauth zeigten sich mit der Entwicklung angesichts der geringen Möglichkeiten durch die coronabedingten Einschränkungen zufrieden. Der Kassenbestand zeigt sich auch solide, wie Lauth berichtete.

Das Geld werde zur Co-Finanzierung des neu anzuschaffenden Fahrzeugs angespart. Staubach dankte den Aktiven sowohl in der Einsatzabteilung als auch in der Jugendwehr, denn er selbst ist erst seit drei Jahren in der Feuerwehr aktiv und hatte auch zuvor noch nie einen Verein geleitet. "Ich bin da ziemlich ins kalte Wasser gesprungen, aber ich kann mich immer auf euch alle verlassen, Danke dafür", sagte er vor seinen Kameradinnen und Kameraden.

Dank sprachen auch Gemeindebrandinspektor Markus Lezius sowie Ortsvorsteher Sebastian Sommer und Bürgermeister Gregor Sommer (beide CDU) aus.

Tragende Säule im Dorfleben

Die Feuerwehr sei eine tragende Säule im Dorfleben, sorge aber vor allem für die Sicherheit der Bevölkerung. Daher sei es gut, dass das neue Technik-Zentrum in Usingen als Interkommunale Zusammenarbeit entstehe und die Freiwilligen Feuerwehren entlaste, betonte der Bürgermeister.

Die bereits eingestellten Hauptamtlichen seien inzwischen tätig und es werde demnächst eine finale Sitzung des Arbeitskreises geben, um die Finanzen, nicht nur für das Gebäude selbst, sondern auch für die weiteren Maßnahmen zu sichern, informierte Bürgermeister Sommer. sai

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