1. Startseite
  2. Region
  3. Hochtaunus

Auf den Spuren der Olympia-Rallye 1972

Erstellt: Aktualisiert:

Kommentare

HP_0LOK10TZH-B_162719_4c_1
Ruth und Franz Mahr aus Obernhain werden mit ihrem BMW 3,0 CS auch bei dem Revival der Olympia Rallye 1972 quer durch Deutschland touren. © Pieren

Ruth und Franz Mahr aus Obernhain nehmen mit BMW 3,0 CS am Revival-Rennen teil

Obernhain -Es war das Jahr der Olympischen Spiele in München, als eine der größten Rallye-Veranstaltungen ausgetragen wurde, die je auf deutschem Boden über die Bühne ging. Die Olympia Rallye 1972 führte über 3 400 Kilometer von Kiel, dem Austragungsort der Olympischen Segelwettbewerbe, in die Landeshauptstadt Bayerns.

"Seinerzeit trafen nicht nur die größten Rallyefahrer Europas zusammen", bringt Franz Mahr aus Obernhain die viel beachtete Rahmenveranstaltung der Olympiade 1972 in Erinnerung. "Hier begann auch die Karriere eines der größten Rallye-Fahrer der Welt: Walter Röhrl."

3 400 Kilometer und 60 Prüfungen

Mehr als 300 Teams legten seinerzeit in nur zwei Tagen, unterbrochen von nur einer Übernachtung, die 3 400 Kilometer mit über 60 Wertungsprüfungen zurück. Ganz so eng getaktet wird es 50 Jahre später beim sogenannten Revival der Olympia-Rallye 1972 im August zwar nicht zugehen. Die teilnehmenden Fahrzeuge sind schließlich in die Jahre gekommen und gelten längst als Oldtimer. Interessant für den Taunus: Mit Ruth und Franz Mahr aus Obernhain wird ein in der Oldtimer-Szene mittlerweile bestens bekanntes Ehepaar mit von der Partie sein, wenn sich der Tross der 197 Teams aus neun Nationen erneut von der Ostsee-Hafenstadt auf den Weg in die Alpenmetropole macht.

Auch Walter Röhrl geht an den Start

Es starten 172 unterschiedliche Oldtimer-Fahrzeugtypen von 41 verschiedenen Fahrzeug-Marken. Auch Walter Röhrl wird wieder am Start sein. Der berühmteste deutsche Rallyefahrer hat das Revival mit organisiert. 1972 hatte er mit einem Ford Capri teilgenommen. Die Olympia-Rallye vor 50 Jahren quer durch Deutschland war sein Karriere-Sprungbrett.

Wenn man den passionierten Motorsport- und Oldtimer-Piloten aus dem Taunus zuhört, wie sie von ihrem Saison-Höhepunkt schwärmen, sieht man ein rollendes Oldtimer-Museum vor dem inneren Auge. Ein solches war bereits jüngst bei der Oldtimerfahrt des ADAC Hessen-Thüringen zwischen dem Großen Feldberg, der Lahn und dem Rheingau auf historischer Achse unterwegs. "Unter gut 120 Teams haben wir am Ende aller Wertungsprüfungen überraschend den 2. Platz belegt", berichtet das Ehepaar.

In den letzten Wochen haben die Mahrs ihren grünen BMW 3,0 CS in Schuss gebracht, damit das elegante Coupé aus den Bayerischen Motorenwerken (Baujahr 1971) sie sicher über die anstehende 3 200 Kilometer lange Mehretappenfahrt bringt.

"Wir haben das Auto 2011 gekauft und seither immer wieder komplett überholt. Gleich zu Beginn habe ich den Motor komplett zerlegt und das gesamte Fahrzeug restauriert", so Mahr. Er räumt ein: "Mittlerweile ist es schwierig geworden, neue Türabdichtungen zu bekommen. Aber bislang hat es immer geklappt, Original-Ersatzteile zu bekommen. Somit ist unser BMW im Farbton 'Taiga' noch im Originalzustand."

Auch interessant

Kommentare