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Aufräumaktion der Schmittener Umweltpaten: Weniger Müll, aber kleinteiliger

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Kaputte Rodel sind einfach zurückgeblieben. Nachdem der Schnee weggetaut ist, haben die Schmittener Umweltpaten wieder zu einer großen Müllsammelaktion aufgerufen und ihre Ausbeute am Pechberg zusammengetragen. © Red

Die Schmittener Umweltpaten haben bei ihrer traditionellen Aufräumaktion rund um den Feldberg weniger Müll als in den vergangenen Jahren gefunden - dafür aber viele kleine Teile.

Schmitten. Ganz so viel Schnee gab es in diesem Winter nicht rund um den Feldberg und an der Rodelwiese am Pechberg. Entsprechend geringer waren Besucherdruck und Vermüllung. Aber wie jedes Jahr nach der Schneeschmelze hatten die Schmittener Umweltpaten (Umpas) am Samstag zur ersten gemeinsamen Müllsammelaktion am Pechberg und rund um den Parkplatz Pfarrheckenfeld eingeladen.

Es war knackig kalt aber sonnig, und bei herrlichem Wetter zum Spazierengehen waren dem Aufruf nicht nur Umpas in ihren gelben Warnwesten gefolgt - und so wurde nicht nur am Pechberg und dem gegenüberliegenden Parkplatz am Ortsausgang von Oberreifenberg Müll gesammelt. Karin Ziener, die aktuell seitens der SPD die Federführung hat, und Günter Schwemmlein vom Orgateam der Umpas hatten die Parole »Nicht über den Müll ärgern, sondern ihn anpacken und wegräumen« ausgegeben.

Von Papiertaschentüchern über Zigaretttenstummel bis zu Kaugummis

Unterwegs waren auch Katrin Braus und ihre Kinder Miriam (13 Jahre alt) und Julian (neun Jahre). »Wir gehören gar nicht fest zu den Umpas, aber bei dem tollen Wetter wollen wir uns bei einem Spaziergang von Arnoldshain über das Galgenfeld zur Rodelwiese an der Aktion beteiligen«, erzählte die Mutter. Ihre Kinder Miriam und Julian haben schon früher im Kindergarten und in der Grundschule an Müllsammeltagen teilgenommen. Mit geschultem Auge ließen sie am Samstag ihren Blick über die Rodelwiese und die Umgebung schweifen.

Neben einem zusammengeschmolzenen Schneemann und letzten Schneeresten fanden sie nicht nur viele Papiertaschentücher, sondern auch Zigarettenstummel, Kaugummis und kleine Plastikteile.

Schmittener Politik spricht Umpas ihren Dank aus

Im Gebüsch lag ein zersplitterter Holzschlitten. »Es ist unglaublich, was die Leute am Parkplatz so alles ›vergessen‹ nach ihrem Ausflug ›vergessen‹«, meinte Bernd Pfister (FDP) und zeigte einen kaputten Kunststoffrodel und einen defekten Regenschirm. »Wo Unrat liegt, kommt weiterer hinzu«, meinte Pfister, der außerdem alte Y-Steine und Holzlatten entdeckte.

Am Parkplatz betätigte sich auch Beigeordneten Hartmut Müller (CDU) in Vertretung der Bürgermeisterin an der Aktion der Umpas und sprach Organisatoren und Sammlern im Namen der Gemeinde seinen Dank aus. An der Aktion am Pechberg hatten sich neben fünf Umpas auch »Noch-Nicht-Umpas« beteiligt. Schwemmlein, der entlang der Siegfriedstraße in den Gräben Flaschen und Dosen fand, ging von mindestens 20 Aktiven aus.

Viele Umpas sammelten zeitgleich in ihren Revieren. Müllsammler wurden in Brombach, Dorfweil, Arnoldshain und in der Hegewiese gesichtet. Die Bergwacht Großer Feldberg hatte sich das Plateau und den Siegfriedschuss vorgenommen und brachte unter anderem als Überbleibsel einer privaten Open-Air-Party einen Grill und jede Menge Weinflaschen zur Sammelstelle. Dort lieferten auch drei Mountainbiker von »Wheels over Frankfurt« ab, was sie entlang der Nordbahn gefunden hatten.

Nächstes Treffen der Schmittener Umweltpaten am 25. März

Wie Ziener berichtete, hatte Roland Hilbert bereits in der vorangegangenen Woche am Sandplacken gesammelt. Er erklärt, die Müllmenge gegenüber dem Vorjahr hätte sich reduziert. Auffällig sei aber die Menge an Kleinmaterial wie Verpackungsmüll, Kippen, Flaschen und Masken. Der Appell der Umpas: »Nehmt Euren Müll mit nach Hause!«

Die gesammelte Ausbeute vom Samstag holt am heutigen Montag der Schmittener Bauhof am Pechberg ab. Das nächste Treffen der Umpas findet am 25. März in Hunoldstal im Restaurant »Zum Feldbergblick« statt.

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