Ausschreibung mit Risiko

„Weil der neue Betreiber des Taunusnetzes die Unwägbarkeiten im Zusammenhang mit der neuen Antriebstechnologie nur sehr schwer kalkulieren kann, soll das sogenannte Verfügbarkeitsmodell angewandt

„Weil der neue Betreiber des Taunusnetzes die Unwägbarkeiten im Zusammenhang mit der neuen Antriebstechnologie nur sehr schwer kalkulieren kann, soll das sogenannte Verfügbarkeitsmodell angewandt werden“, kommentiert der Lok-Report die europaweite Ausschreibung des RMV in seiner aktuellen Ausgabe. Konkret sehe der Ausschreibungstext für die neuen Fahrzeuge vor, dass der Hersteller neben der Lieferung der Fahrzeuge auch für die Instandhaltung und Bereitstellung schadensfreier und funktionstüchtiger Fahrzeuge für die Dauer von 25 Jahren verantwortlich ist.

„Außerdem muss sich der Fahrzeughersteller vertraglich verpflichten, die Infrastruktur zur Betankung der Triebfahrzeuge bereitzustellen und über die gesamte Vertragsdauer zu betreiben sowie die Wasserstoffversorgung sicherzustellen“, heißt es dort weiter.

Als geeigneten Standort für die Betankung haben RMV, der Hersteller Alstom (Salzgitter) und das Land Hessen den Industriepark Höchst ausgemacht. Dort entsteht bei industriellen Prozessen Wasserstoff, der bislang anderweitig genutzt wird. Außerdem könne dort die Infrastruktur aus Gleisen, Pipeline-Anschluss, Speichern, Verdichtern und Zapfsäulen gut errichtet werden, teilte der RMV mit.

Der in einer späteren europaweiten Ausschreibung gesuchte Betreiber der vier Bahnstrecken im Taunus erhält die Fahrzeuge für den Betrieb vom Hersteller bereitgestellt und ist ausschließlich für den Betrieb verantwortlich. Welche Unternehmen sich bewerben, ist noch unklar. map

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