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Ausschuss stimmt Rettungswache zu

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Neu-Anspach (as). Grünes Licht für Blaulicht: Geht es nach dem Bauausschuss der Neu-Anspacher Stadtverordnetenversammlung, steht den Plänen des DRK-Kreisverbandes, an der Weilstraße in direkter Nachbarschaft zum Friedrich-Ludwig-Jahn-Sportplatz eine neue Rettungswache zu bauen, nichts mehr im Wege.

Von ihr aus sollen auch Teile Schmittens innerhalb der gesetzlichen Hilfsfrist von zehn Minuten versorgt werden, Die Mitglieder des Ausschusses sind der gleichlautenden Empfehlung des Sozialausschusses gefolgt, sodass es als sicher gilt, dass auch das Stadtparlament in seiner nächsten Sitzung am 19. Mai in diesem Sinne entscheiden wird.

Bedenken wegen Entwertung

Die Zustimmung im Ausschuss war groß, die Skepsis aufseiten der b-now allerdings auch. Bereits im Sozialausschuss hatte Artur Otto vor Lärmbelästigung der Anwohner durch ausrückende Rettungswagen gewarnt und einen weniger exponierten Standort vor dem Waldschwimmbad angeregt. Im Bauausschuss erneuerte Fraktionschef Bernd Töpperwien die Bedenken. Es sei zu erwarten, dass durch die Ansiedlung der zweifellos sehr wichtigen Rettungswache angrenzende Wohnbauflächen teilweise entwertet würden. Töpperwien schlug einen Platz auf der anderen Straßenseite, vielleicht nicht ganz neben dem Schwimmbad vor.

Mitstreiter für diese Idee fand er nicht - im Gegenteil. Zuvor hatte Bürgermeister Thomas Pauli (SPD) von Schriftverkehr mit DRK-Kreisgeschäftsführer Axel Bangert berichtet, wonach für das Rote Kreuz aus einsatzlogistischen Gründen nur der vorgesehene Standort infrage kommt. Pauli betonte, dass die Rettungswagen in aller Regel nur mit Blaulicht als Sondersignal ausrückten, das Martinshorn werde nur im Bereich von Kreuzungen, Einmündungen und Ampeln zugeschaltet und nachts entsprechend restriktiv eingesetzt.

Gelände wird nicht verschenkt

Dem pflichtete Andreas Moses (NBL) bei. So extrem, wie von Töpperwien befürchtet, sei der nicht ganz vermeidbare Lärm mit Sicherheit nicht. Reinhard Gemander (CDU) wies die Bedenken der b-now ebenfalls zurück, es sei schlichtweg »unzumutbar, eine Rettungswache als unzumutbar zu bezeichnen«.

Töpperwien entgegnete, er habe die Rettungswache keineswegs als unzumutbar bezeichnet - im Gegenteil. Man müsse aber auch die vermutlich sinkenden Erlöse beim Verkauf der Immobilien im Auge behalten. Wenn allerdings das DRK einen anderen Standort, und sei es auch nur auf der gegenüberliegenden Straßenseite, aus nachvollziehbaren Gründen abgelehnt habe, dann sei das eben so. Die b-now werde dem dann auch nicht weiter entgegentreten.

Eine Nachfrage von SPD-Sprecher Kevin Kulp, wie die Formulierung in der Magistratsvorlage, dass Neu-Anspach dem DRK das Grundstück »zur Verfügung stellt«, zu verstehen ist, ob damit nur das Baurecht gemeint ist oder auch Finanzielles, beantwortete Pauli spontan: Konkret sei darüber mit dem DRK noch nicht gesprochen worden, aber »wir werden das Gelände sicher nicht verschenken.«

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