Katholische junge Gemeinde

Außen kantig, innen rund im Glauben

  • vonMonika Melzer-Hadji
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Die Katholische junge Gemeinde Ober-Erlenbach ist ein Erfolgsmodell. Und so lag es auf der Hand, dass die Jugendorganisation mit der Erlenbach-Medaille ausgezeichnet wurde. Denn dem Anspruch „Für das Bemühen um Erhaltung, Gestaltung und Entwicklung des Ortes“ wird die KjG seit Generationen gerecht.

Was haben die Katholische junge Gemeinde (KjG) und die Erlenbach-Medaille gemeinsam? Beide erfreuen sich stets wachsender Beliebtheit. So kamen am Freitagabend weitaus mehr Gäste in die Erlenbach-Halle, als die Initiatoren vom SPD-Ortsbezirk erwartet hatten, denn auch frühere Preisträger lassen es sich nicht nehmen, der Ehrenmedaille wiederum die Ehre zu erweisen.

Nach der Begrüßung durch die Ortsbezirksvorsitzende Wilma Schnorrenberger und dem Grußwort der SPD-Landtagsabgeordneten und Ortsvereinsvorsitzenden Elke Barth lobte Pfarrer Rudolf Göttle die engagierten Jugendlichen der St. Martin Gemeinde. Als Laudator sprach Dr. Jochen Ziegler, der als Beisitzer des SPD Ortsbezirks und als Vorsitzender der Ober-Erlenbacher Heimatstube prädestiniert für diese Aufgabe war. Er zeichnete die Geschichte der katholischen Jugendgruppe nach, die bis in die Zeit vor dem Nationalsozialismus zurückführt.

Während des Dritten Reiches mussten die Aktivitäten ruhen, doch unmittelbar nach Kriegsende war man als „Bund der Katholischen Jugend“ wieder aktiv. Seit 1970 firmiert man als KjG, deren Symbol der „Seelenbohrer“ ist: „Von außen kantig und eckig, um Gesellschaft und Kirche anzustoßen; nach innen rund in ihrem Glauben an Gott, mit ihren Vorstellungen von einer gerechten Welt und mit ihrem Ziel, diese Vorstellungen zu verwirklichen.“ Die KjG leiste einen wesentlichen Beitrag für das Zusammenleben von Alt und Jung in der Gemeinde St. Martin. „Deshalb ist es mehr als dringend, dass dieser Gruppe die Ober-Erlenbach-Medaille verliehen wird“, schloss Ziegler die Laudatio.

26 Gruppenleiter gehören aktuell dem Verein an, der sich um den Nachwuchs keine Sorgen machen muss, denn gerade wurden sieben neue Gruppenleiter – rekrutiert aus ehemals betreuten Kindern – ausgebildet. Sie bieten 9- bis 15-Jährigen übers Jahr verteilt verschiedene Ausflüge und Aktivitäten an, zudem gestalten sie Jugendgottesdienste und beteiligen sich an den Festen und Feiern der Gemeinde. Höhepunkt ist die jährliche Kinderfreizeit in den Sommerferien. Die 55 Plätze für 2016 waren übrigens in Rekordzeit von einer Woche ausgebucht – ein weiteres Indiz für die Qualität der KjG-Arbeit.

Von der Verleihung der Erlenbach-Medaille zeigten sich die jungen Leute „positiv überrascht“, und nahmen die Auszeichnung stolz entgegen. Wichtig war ihnen jedoch, dass auch ihr geliebtes Küchenteam mit aufs Foto kommt – ein Wunsch, dem unser Fotograf gerne nachgekommen ist.

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