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Eine Visualisierung taucht den geplanten Kino-Komplex an der Basler Straße in Bad Homburg (vorne, rechts ist der Bahnhof) in romantisches Licht.

Soll 2021 fertig sein

Bad Homburg bekommt Mega-Kino und neuen Club

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Das Gelände der früheren Post am Bahnhof in Bad Homburg gehört nun der Procom. Der Hamburger Investor will dort bis Ende 2021 das lange geplante Kino errichten. Und nebenan parallel ein Bürogebäude: Noch in diesem Jahr wird an der Basler Straße eine Großbaustelle eröffnet.

Bad Homburg - Dass man in der Kurstadt Bad Homburg (Hochtaunuskreis) 2021 bereits den Weihnachtsfilm auf großer Leinwand wird sehen können, hält man bei der Firma Procom durchaus für wahrscheinlich. Dem Hamburger Investor gehört nun auf jeden Fall das knapp 6700 Quadratmeter große, zuvor städtische Grundstück, auf dem er in den nächsten beiden Jahren den geplanten Kino-Komplex errichten will. Wie die Stadt gestern mitteilte, habe sie gemeinsam mit der Procom den Verkauf notariell besiegelt.

Rund 25.500 Quadratmeter Bruttogeschossfläche sollen in dem Neubau entstehen. Hauptnutzer wird ein Kino mit sieben Sälen für insgesamt 900 Besucher. Darüber soll ein Musik-Club in kommunaler Betreiberschaft mit einem Lokal mit Dachterrasse als Treffpunkt für die Jugend entstehen. Zudem plant Procom in Abstimmung mit der Stadt Flächen für einen Fitness-Club und Einzelhandel sowie ein Parkhaus mit 400 Stellplätzen.

Bad Homburg: Kino soll Ende 2021 fertig sein

Rund 40 Millionen Euro wird Procom in das Vorhaben "Am Wasserturm" in Bad Homburg investieren. Den Bauantrag will das Unternehmen im November einreichen. Die Bauarbeiten könnten im nächsten Jahr beginnen. "Fertigstellung ist voraussichtlich Ende 2021 möglich", heißt es in einer Procom-Pressemitteilung vorsichtig.

Das benachbarte frühere Basler-Areal im Dreieck Basler Straße, Pappelallee und Bahndamm gehört Procom bereits seit eineinhalb Jahren. Dort will der Investor zeitlich parallel zum Kino-Komplex ein zweiteiliges Bürogebäude errichten. Von oben soll es aussehen wie ein E und ein O, daher wird es "EO Bad Homburg" heißen. Auch hier sollen die Bauarbeiten Ende dieses Jahres starten, wenn im Rathaus die Baugenehmigung wie erwartet im Oktober erteilt wird. 

Bad Homburg: Bau von Kino soll im nächsten Jahr beginnen

Das erste Gebäude, das E, könnte laut Procom schon im Herbst 2021 stehen. Ende 2021, hofft man bei Procom, soll dann das ganze Areal in Bad Homburg - Kino-Komplex und Bürokomplex - fertig sein. Zwar werden beide Projekte von verschiedenen Architekturbüros geplant, das Areal soll aber aus einem Guss entwickelt werden.

Im "EO" sollen rund 23.000 Quadratmeter "moderne Arbeitswelten" in fünf- bis sechsgeschossigen Neubauten sowie eine Piazza mit Gastronomie entstehen und eine öffentliche Freitreppe nach Entwürfen des renommierten Frankfurter Architekturbüros Meixner Schlüter Wendt. Ankermieter für das "EO" wird der Business-Center-Anbieter Regus, der einen Vertrag über 15 Jahre für ein Vorzeigekonzept auf 5000 Quadratmetern abgeschlossen hat. Mit weiteren Mietern ist der Investor derzeit in Verhandlung.

Bad Homburg: Projekt Kino von zentraler Bedeutung für die Stadt

Das Kino-Projekt sei für die Stadt Bad Homburg von zentraler Bedeutung, erklärt OB Alexander Hetjes (CDU). "Wir haben immer gesagt, dass wir das Areal rund um den Bahnhof beleben wollen und vor allem etwas für die jüngeren Bad Homburger tun möchten", sagt der OB und betont: "Procom ist bereit, das finanzielle Risiko selbst zu tragen - auch das war für die Stadt ein wichtiges Kriterium."

Procom war mit der Stadt in Verhandlung getreten, nachdem Ende 2018 ein anderer Investor abgesprungen war. "Wir freuen uns über das Vertrauen der Stadt und die Möglichkeit, nun auch das Gelände der Alten Post entwickeln zu dürfen", sagt Procom-Geschäftsführer Dennis Barth.

Von Anke Hillebrecht

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