+
Bei P & C ist eine neue Rolltreppe in den zweiten Stock entstanden.

Vergrößerung

Der P&C in Bad Homburg bietet bald 1300 Quadratmeter mehr Mode

  • schließen

Bei P & C laufen die Geschäfte offenbar gut. Seit Wochen laufen in dem Kaufhaus an der Louisenstraße Bauarbeiten: Eine frühere Bürofläche wird künftig dem Modeverkauf zugeschlagen. In der unteren Louisenstraße boomt es auch – in der Gastronomie, im Bereich Geschäfte gibt’s allerdings einige Leerstände.

Bad Homburg - Braucht der Homburger einen Cashmere-Pulli oder die Homburgerin eine Bluse, finden dies beide seit 20 Jahren auf der Louisenstraße bei Peek & Cloppenburg (P & C). Und offenbar scheinen die Geschäfte gut zu laufen, denn die Modekette aus Düsseldorf stockt auf. Seit Wochen sind im oberen Stockwerk die Handwerker zugange. Die frühere Büroetage wird dem Verkaufsraum zugeschlagen. „Unsere Kunden können sich künftig auf über 1300 Quadratmeter zusätzliche Shoppingfläche freuen“, erklärt eine Sprecherin der Konzernleitung auf Anfrage.

Statt auf 2600 wird man die Sommerkleidung dann auf insgesamt knapp 4000 Quadratmetern shoppen können. Eine zusätzliche Fahrtreppe nach oben wurde eingebaut; oben wurden Wände entfernt, um auf einer weiteren Etage Mode anbieten zu können. Derzeit sind der Rolltreppenblock und einige Wände mit Staubschutzfolie abgehängt. Zwischen Ständern mit heruntergesetzter Winterware lagern Zementsäcke, und wo früher die große Kasse im Erdgeschoss war, ist jetzt ein Bereich weiträumig abgesperrt.

Lüftung erneuert

Durch die Bauarbeiten ist es etwas enger als sonst, doch bald wird es schöner in der Filiale: In allen Stockwerken werden neue Bodenbeläge und Deckenabhängungen installiert. Die Lüftung wird auf Vordermann gebracht. Die Eröffnung des rundum erneuerten Verkaufshauses ist für Ende März geplant. Wie in anderen modernisierten Filialen werden die Kunden unter einem Glasdach sitzen. Geplant sind auch Lounge-Bereiche – allerdings ohne Café –, in denen man warten kann, bis die Gattin alle zehn Abendkleider durchprobiert hat. Auch das Angebot für Herren soll sich erweitern.

Künftig können P & C-Kunden beim Shoppen durch ein Glasdach schauen.

Angebotserweiterung – davon kann man auch in der unteren Louisenstraße sprechen, vor allem, was die Gastronomie angeht. „Die machen da unten einen guten Job, es gibt einen guten Besatz, das ist gut ausbalanciert“, sagt der Vorsitzende der Händlervereinigung Aktionsgemeinschaft, Eberhard Schmidt-Gronenberg.

Häufige Wechsel

Ein kleines Sorgenkind ist aber nach wie vor das Louisen-Center. Dort wechseln die Geschäftsbetreiber immer wieder, was zu häufigen Leerständen führt. Im Erdgeschoss – zwischen Tabakladen und Triumph sowie im hinteren Bereich – gibt es seit einiger Zeit zwei Leerflächen. Die Homburger Center-Managerin Regine Drevermann ist auf der Suche nach Ersatz – möglicherweise aus der Textilbranche. Ein Gerücht, dass der Großmieter C & A ausziehen wolle, kann sie nicht bestätigen. „Das ist nicht absehbar – der Vertrag läuft noch“, sagt sie.

Blick ins Untergeschoss – dort ist ein Gastronom ausgezogen, und es soll auch wieder einer hin. „Hier können wir uns etwas aus der Dienstleistungs- oder Gastronomiebranche vorstellen“, sagt Drevermann. Doch auch hier hat sich bislang nichts getan.

Im ersten Stock ist ebenfalls ein Shop derzeit ohne Pächter. Der Schuhladen Reno hat das Center verlassen. Hier handelt es sich um eine größere Fläche, die zudem nur von Kunden gesehen wird, die vom Elektromarkt Saturn kommen. Hier könnte sich die Center-Managerin ebenfalls ein Textil- oder Schuhgeschäft vorstellen. Sie hofft, alle Leerstände bald beseitigen zu können. Das hofft auch Aktionsgemeinschafts-Chef Schmidt-Gronenberg. Er sagt: „Ich weiß wirklich nicht, warum das Center nicht total boomt. Die Lage ist gut und das Gebäude ist schön.“

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema

Kommentare