+
Für die 14-jährige Mara Guth läuft die Saison bisher prima. Sie schlägt für das Zweitliga-Team des TC Bad Vilbel auf. Archivfoto: sp

Tennis

Die 14-jährige Mara Guth greift bei den Frauen an

Auf einer Anlage mit großer Tradition wird die Geschichte der hessischen Titelkämpfe fortgeschrieben. Gut möglich, dass bei der 73. Auflage Tennisspieler aus dem Taunus jubeln.

Die Kurstadt wird wieder zum Mekka des hessischen Tennis: Vom morgigen Donnerstag ab 10 Uhr bis zum Sonntag finden auf der Anlage des TC Bad Homburg im Kurpark die 73. Landesmeisterschaften im Herren- und Dameneinzel statt, bei denen es neben den beiden Titeln auch noch um ein Gesamtpreisgeld in Höhe von 10 000 Euro geht. Die Halbfinalspiele stehen am Samstag auf dem Programm und am Sonntag ab 11 Uhr die beiden Endspiele.

Als Titelverteidiger sind Lokalmatador Julian Lenz vom TC Bad Homburg und Nathalie Pröse vom SC 80 Frankfurt am Start, die im vergangenen Jahr noch für die TGS Bieber aufgeschlagen hat. Der 25-jährige Grünberger im Homburger Trikot strebt nach seinen Erfolgen in den Jahren 2012, 2014, 2015 und 2017 Titelgewinn Nummer fünf an.

Auch Lenz’ Vereinskollege Kai Wehnelt aus dem Bad Homburger Regionalligateam macht sich berechtige Hoffnungen auf den Hessentitel, nachdem er 2017 Vizemeister geworden war. Gespannt sein darf man ferner auf die 14-jährige Mara Guth aus Merzhausen sein, die für den Zweitligisten TC Bad Vilbel spielt und bei den Landesmeisterschaften hinter Vereinskameradin Naomi Cheong und Pröse an Nummer drei gesetzt ist.

„Mit jeweils zwei Siegen im Einzel und Doppel in den drei Spielen ist sie sehr zufrieden“, berichtete Papa Michael Guth, der gleichzeitig ihr Manager ist, von Maras gelungenen Premiere in der 2. Frauen-Bundesliga Süd. Beim 6:3-Erfolg beim MTTC Iphitos München hatte die Schülerin von der Usinger CWS mit einem 6:3, 6:7 (3), 12:10 gegen Anja Wildgruber großen Anteil am Vilbeler Sieg. Mit 6:0 Punkten hat Guths Team als einzige ungeschlagene Mannschaft sogar den Aufstieg in die 1. Liga im Visier.

Neben den drei noch ausstehenden Zweitligaspielen mit Bad Vilbel im Juni (gegen Großhesselohe, Vaihingen/Rohr und Blasewitz) folgen nach den „Hessischen“ für Mara Guth die deutschen Nachwuchsmeisterschaften und anschließend sechs ITF-Junior-Turniere in Offenbach, Berlin, Gladbeck, Bruchköbel, Österreich und zum Schluss in Mönchengladbach. Die Turnierserie spielt die Merzhausenerin zusammen mit Julia Middendorf. Beide werden von Bundestrainerin Jasmin Wöhr betreut.

„Mara ist seit Herbst verletzungsfrei und trainiert zurzeit noch zielgerichteter im Bereich Kondition und Koordination, was sich als Verletzungsprophylaxe bewährt hat“, erzählt Guth über seine Tochter, die zu den Hoffnungsträgerinnen des Deutschen Tischtennis-Bundes zählt. Bei ihrer Premiere bei den Damen-Hessenmeisterschaften im Vorjahr war sie im Viertelfinale als deutsche U-14-Meisterin nach einem Marathon-Match an Noemi Hemmerich (SC SaFo Frankfurt) mit 6:4, 6:7 und 4:6 nur denkbar knapp gescheitert. „Mal sehen, was bei dem sehr starken Teilnehmerfeld in diesem Jahr herausspringt“, ist Michael Guth auf den Auftritt seiner älteren Tochter gespannt.

In der Qualifikation für die „Hessischen“ haben sich am Montag in Bad Homburg folgende acht Spieler und Spielerinnen das Ticket für das Hauptfeld erkämpft: Jan Simon Vrbsky (TEC Darmstadt), Sebastian Santibanez Mettifogo (TC Olympia Lorsch), Matteo Feggi (TC Groß-Zimmern) und Jan Lukas Kern (SC SaFo Frankfurt) sowie Celina Kortüm (TC Olympa Lorsch), Clara Kühnle (SC 80 Frankfurt), Carina Sommer (TEVC Kronberg) und Denise Torrealba (SC WB Aschaffenburg). Die Steinbacherin Sommer trifft morgen um 10 Uhr in ihrem Erstrunden-Match auf Jennifer Weigl von Eintracht Frankfurt.

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema

Kommentare