2017 befanden sich diese Schuh-Skulpturen im Schlosspark (Wolfgang Becksteiner: The heavy beauty of inner forms).
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2017 befanden sich diese Schuh-Skulpturen im Schlosspark (Wolfgang Becksteiner: The heavy beauty of inner forms).

"Blickachsen"-Ausstellung in Bad Homburg

2022 wieder keine "Blickachsen"

  • Anke Hillebrecht
    VonAnke Hillebrecht
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2021 fiel die Biennale aus - 2022 sollte sie nachgeholt werden. Doch wegen fehlender Planungssicherheit wird es nun 2023 - hoffentlich

Bad Homburg -Es wird ein weiterer Sommer ohne die buchstäblich große Kunst im Kur- und Schlosspark: Angesichts der weiterhin ungewissen Pandemieentwicklung und der damit verbundenen fehlenden Planungssicherheit in den bevorstehenden Monaten hat das Kuratorium der "Stiftung Blickachsen" entschieden, die 2021 ausgefallene "Blickachsen"-Schau nicht, wie geplant, im nächsten Jahr nachzuholen. Stattdessen soll die 13. Auflage der international beachteten Freiluft-Ausstellung mit Nukleus in Bad Homburg zum nächsten regulären Termin 2023 stattfinden.

Diese Entscheidung sei nach eingehender Beratung schweren Herzens, aber einstimmig gefallen, erläutert Stefan Quandt, Vorsitzender des Kuratoriums der "Stiftung Blickachsen". "Wir sind aber sehr zuversichtlich, mit der nächsten Ausstellung 2023 den gewohnten Blickachsen-Turnus in den ungeraden Jahren wieder aufnehmen zu können."

Gerade kulturelle Angebote wurden und werden derzeit wieder wegen der unvermindert unsicheren Planungslage der Pandemie eingeschränkt. Die Hoffnung auf den nächsten Sommer ist groß, wenn vieles im Freien stattfinden kann. Obwohl dies bei der "Blickachsen"-Ausstellung der Fall wäre, so erfordere der planerische Vorlauf bei "einer internationalen Veranstaltung dieser Dimension" doch "eine lange Vorlaufzeit und frühzeitige Planungssicherheit für alle Beteiligten - für die eingeladenen Künstlerinnen und Künstler genauso wie für die Organisatoren, Partner und Förderer". Dies sei für 2022 nicht gegeben, so Quandt. Ganz ähnlich hatte die Stiftung bei der Absage der Schau 2021 vor genau einem Jahr argumentiert.

Unterstützt werde diese Entscheidung auch von den Verantwortlichen der "Blickachsen"-Mitveranstalter: von Bad Homburgs Oberbürgermeister Alexander Hetjes (CDU), Kurdirektor Holger Reuter und der Direktorin der hessischen Schlösserverwaltung, Kirsten Worms.

Und auch Christian Scheffel, der Gründer der Skulpturen-Biennale sowie Geschäftsführer der "Stiftung Blickachsen", drückt sein Bedauern aus. "Keine Frage, wir hätten unsere nächsten Blickachsen gerne schon früher präsentiert. Gemeinsam freuen wir uns aber nun darauf, 2023 an den großen Publikumserfolg der Blickachsen 12 anschließen und wieder zahlreiche Besucher von nah und fern begrüßen zu können."

Von 1997 bis 2019 lud die Biennale regelmäßig in den ungeraden Jahren zum Kunsterlebnis im Dialog mit der Natur ein: für jeden frei zugänglich im öffentlichen Raum. Hunderttausende Besucher aus dem In- und Ausland erkundeten 2019 die "Blickachsen 12" mit 60 Skulpturen und Installationen von Kunstschaffenden aus aller Welt in den historischen Parklandschaften Bad Homburgs sowie an fünf weiteren Standorten in der Rhein-Main-Region. ahi

Der "Urraum" von Leonora Salihu lud 2019 zum reingucken und -setzen ein.

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