Ein Infoschild zum geplanten Philippsgarten gibt es an der Tannenwaldallee schon.
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Ein Infoschild zum geplanten Philippsgarten gibt es an der Tannenwaldallee schon.

Landesgartenschau in Bad Homburg

2024 müssten die ersten Anpflanzungen starten

  • Anke Hillebrecht
    vonAnke Hillebrecht
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Stadt Bad Homburg sieht noch viel Gestaltungsspielraum für Landesgartenschau, hält aber an Philippspark fest

Bad Homburg -Jetzt gehen die Planungen für die Landesgartenschau (LGS) 2027 in eine neue Phase: Am 14. Juli endet die Bewerbungsfrist für die Erstellung der Machbarkeitsstudie. Inzwischen hat die Stadt auch offiziell Auskunft zum Stand der Dinge gegeben.

"Zu Flächen, Programm und Leitbild der Schau gibt es bislang nur ,gute Ideen' und ein sehr grobes Konzept", heißt es aus der Stadtplanung. "Erst die Machbarkeitsstudie wird das konkretisieren." Diese muss die Stadt bis 15. Dezember beim Land einreichen. Auch die Beteiligung der Öffentlichkeit muss darin Thema sein.

Die Planer bestätigen allerdings, dass der ehemalige Philippsgarten "nördlich und südlich der Tannenwaldallee als Kernzone der LGS vorgesehen" ist. Auf einer Fläche, die jetzt lediglich ein Acker ist, kann man natürlich mehr gestalten als in Kur- und Schlosspark, die auf der Homepage der Stadt als weitere Kernzonen angegeben sind.

Ein TZ-Artikel mit Auszügen des dort zu lesenden Bewerbungsschreibens der Stadt beim Land Hessen, in dem auch von "Erlebnisbereichen wie einer Dirt-Bike-Bahn, einer Skaterbahn und einer Art Sportpark, Liegewiesen und Ballspielflächen als dauerhafte Einrichtungen" die Rede ist, hat in Oberstedten und bei Dornholzhäuser Bürgern Bestürzung hervorgerufen. Mit "den politischen Gremien, Ortsbeiräten und Nachbarkommunen habe man "noch nicht eingehender gesprochen", räumt die Stadt jetzt ein.

Neue Skulpturenachse bis zum Gotischen Haus

Ein Teil des alten Gartenbereichs sei als "Skulpturengarten im Gespräch", so die Planer. Dort soll laut Bewerbung "das Thema ,Kunst im Garten' aufgegriffen und eine Verbindung hergestellt zu der 2027 zum 30. Mal stattfindenden Skulpturen-Ausstellung ,Blickachsen' im Kur- und Schlosspark" hergestellt werden. Somit werde die Skulpturenachse bis zum Gotischen Haus geschlossen.

Der Skulpturengarten werde über die Gartenschau hinaus erhalten bleiben. "Hier sollen die von der Stadt aus den ,Blickachsen' angekauften Kunstobjekte dauerhaft aufgestellt werden" - wobei der vieldiskutierte "Fuß" nach dem Parlaments-Coup der CDU nun keinen Standort im Grünen mehr braucht.

Zurück zum Bewerbungsverfahren: Nach dem 15. Dezember hat das Land rund ein Jahr Zeit, sich zu entscheiden, ob die Kurstadt oder einer ihrer Mitbewerber den Zuschlag bekommt. Mit Frankenberg (Eder), Schwalmstadt, Dillenburg sowie einem Verbund von elf Kommunen aus dem Wetterau- und Vogelsbergkreis ist die Konkurrenz groß.

Ausrichtende Städte sahen viele Vorteile

Überzeugt die Kurstadt die hessischen Veranstalter, wird eine Durchführungsgesellschaft gegründet. "Und dann erst erfolgen die Ausschreibungen zur exakten Planung", heißt es aus dem Rathaus. "2024/25 muss mit der Umsetzung begonnen werden, damit alles auch zum Beginn der Schau im April 2027 steht, gepflanzt und organisiert ist."

Jene Städte in der Umgebung, die bereits eine Landesgartenschau absolviert haben, äußern sich überwiegend begeistert. Vieles habe sich zum Positiven gewandelt, sagte zum Beispiel Stadtsprecherin von Bad Nauheim (LGS 2010); der Bahnhof, Straßen sowie Wege im Kurpark wurden erneuert. Von einem großen Mehrwert sprach auch die Bürgermeisterin von Gießen (LGS 2014). Rund um einen durch Gastronomie und Freizeitflächen aufgewerteten Stadtpark entstand ein neues Stadtquartier, das Lahnufer wurde für die Bevölkerung erschlossen. Und sogar der Eisvogel brüte wieder.

Bad Wildungen rühmt sich heute mit "Europas größtem Kurpark"; in der nordhessischen Kurstadt entstand bei der LGS 2006 eine grüne Achse, die gleich zwei Kurparks mit Altstadt und Bahnhof verbindet.

Und Bad Schwalbach revitalisierte bei Hessens jüngster LGS 2018 seinen Kurpark, ließ die Besucher mit der Moorbahn fahren, Alpakas streicheln und durch Schaugärten wandeln. Alle ausrichtenden Städte klagten hinterher über rote Zahlen und Petrus, der die erwartete Besucherzahl nach unten korrigierte. Doch bis 2027 dürften die Junis ja eher heißer werden. VON ANKE HILLEBRECHT

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