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Lutfaufnahme von Bad Homburg aus dem Jahr 2005.

Stadtentwicklungsprojekt

Was bis 2030 in Bad Homburg passieren soll

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Im August wurde das Konzept für das Stadtentwicklungsprojekt „Bad Homburg 2030“ vorgestellt. Jetzt geht es an die Umsetzung.

Große Vorhaben sollen in Bad Homburg künftig mit stärkerer Bürgerbeteiligung beschlossen werden – das war eines der Anliegen, die beim Stadtentwicklungsprojekt „Bad Homburg 2030“ von vielen Teilnehmenden geäußert worden waren. Wie das vonstatten gehen soll, dafür will der Magistrat Leitlinien erarbeiten lassen. Eine entsprechende Vorlage dürfte in der Stadtverordnetensitzung am kommenden Donnerstag (Beginn: 18.30 Uhr, Bürgerhaus Kirdorf) beschlossen werden.

Ein Jahr hatten Bürger, Mitglieder der Stadt und der städtischen Gremien sowie Stadtplaner daran gearbeitet, wie die Kurstadt im Jahr 2030 sein soll. Das Konzept wurde im August vor mehr als 450 Besuchern beim 5. Stadtforum im Kurhaus vorgestellt. In gedruckter Form will die Stadt das Konzept Anfang kommenden Jahres vorlegen.

Das Konzept enthält ein Leitbild mit Entwicklungszielen und empfiehlt 16 Vertiefungsbereiche. Von diesen sollen folgende fünf Bereiche mit Priorität behandelt werden:

Etablierung der Beteiligungskultur – dafür werden die erwähnten Leitlinien gebraucht,

Erstellung eines ganzheitlichen Mobilitätskonzeptes,

Gestaltungskonzept Innenstadt und Kurhausumfeld,

Akzentuierung der Stadteingänge,

Aktivangebote für Jugendliche. Regiebuch für die Stadt

Die Leitlinien sollen bis Ende 2019 von einem erfahrenen externen Dienstleister begleitet erarbeitet – was nicht mehr als 50 000 Euro kosten soll – und anschließend von der Stadtverordnetenversammlung verabschiedet werden.

Die auf dem Stadtforum vorgestellten Ergebnisse werden laut Stadt derzeit in einer dicken Broschüre aufgearbeitet. Sie werde das gesamte einjährige Verfahren von Erkundung, Konzeption und Ergebnis dokumentieren. Die Broschüre soll von der Stadtverordnetenversammlung als „Regiebuch“ für die weitere Entwicklung Bad Homburgs beschlossen werden. Sie wird dann auf der Homepage der Stadt nachlesbar sein. Zusätzlich ist ein kompakterer Druck geplant, der außer den Ergebnissen auch den Kommunikationsprozess darstellt.

Doch die Erkenntnisse aus der Bürgerbeteiligung fließen nicht nur in Broschüren ein; sie beeinflussen nach Worten der Stadt bereits heute in konkrete Bauprojekte. Vorreiter ist das Radverkehrskonzept. Es wurde aufgrund des Wunsches nach einer fahrradfreundlicheren Stadt überarbeitet. 2018 seien bereits rund 80 000 Euro für die Umsetzung fahrradfreundlicher Projekte investiert worden. Radweg im Schwedenpfad

Wie die Stadt aufzählt, handelt es sich dabei unter anderem um die Kosten für die Fahrradüberdachung der U-Bahnstation Ober-Eschbach und die Erneuerung des Fuß- und Radweges „Im unteren Würzgarten“ einschließlich neuer Beleuchtung. Bis Ende dieses Jahres sollen zudem weitere Fahrradständer im Bahnhofsumfeld aufgestellt werden, unter anderem am Walter-Lübke-Platz (Bahnhof-Südseite).

Außerdem soll der Zweirichtungsradweg im Kurpark am Rande des Schwedenpfads verlängert werden. Auch die Kosten für die laufende Instandhaltung des städtischen Radverkehrsnetzes durch die Meldeplattform Radverkehr zählen dazu.

Das Radverkehrskonzept selbst soll ebenfalls in der Stadtverordnetensitzung am kommenden Donnerstag beschlossen werden. Es bildet die Planungsgrundlage für die kommenden Jahre in diesem wichtigen Unterfangen. An der Umsetzung soll dann ein Radverkehrsbeauftragter mitwirken, der im kommenden Jahr das Rathaus-Team unterstützen wird.

Das Projekt im Netz

Eine Übersicht über das Stadtentwicklungsprojekt „Bad Homburg 2030“ gibt es auf badhomburg2030.de Dort werden der Stand des jeweiligen Themas und die Beteiligungsoptionen aufgeführt. Wer sich noch beteiligen möchte, kann sich hier für einen Newsletter anmelden.

(ahi)

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