Das Gerüst der "Seilbahn" im Garten steht schon, bis Ende der Sommerferien soll das Außengelände des Kinder- und Jugendheims fertig sein. Foto: Reichwein
+
Das Gerüst der "Seilbahn" im Garten steht schon, bis Ende der Sommerferien soll das Außengelände des Kinder- und Jugendheims fertig sein.

Renovierung bei der Lanfgräflichen Stiftung

300 000 Euro zum 300-Jährigen

  • Alexander Seipp
    VonAlexander Seipp
    schließen

Beim Kinder- und Jugendheim Bad Homburg wird dank Spenden das Außengelände erneuert

Bad Homburg -Schon jetzt gibt es im Garten des Kinder- und Jugendheims am Platzenberg einiges zu sehen: Große Metallplatten liegen auf dem Gras des ehemaligen Fußballplatzes, Baulärm ist fast permanent zu hören. Zum 300-jährigen Bestehen der Landgräflichen Stiftung wird das Außengelände des Heims umfänglich erneuert. 300 000 Euro wurden dafür investiert, möglich gemacht durch großzügige Spenden von der Stadt und anderer Organisationen.

Die Freude über die Rundumerneuerung der Außenanlage ist groß: "Sport bedeutet ja nicht nur Bewegung, sondern auch sozialen Umgang miteinander", freut sich Dagmar Heidel, die Leiterin der Einrichtung. "Man lernt zu gewinnen, aber auch zu verlieren."

Gleich mehrere Projekte werden dort verwirklicht. Aus dem alten Fußballplatz samt Schlammsuhle vor dem Tor wird ein modernes Spielfeld mit Kunstrasen und - das ist neu - auf ebener Fläche. "Bisher hat das die Kinder immer etwas abgeschreckt: Der Platz war nicht wirklich ideal, da eine Mannschaft immer bergauf spielen musste", erklärt Heidel. Gerade das Tor war unbeliebt, denn häufig musste die Kleidung des Torwarts nach dem Spiel komplett vom Schlamm befreit werden. Ebenfalls neu ist der "Rote Platz", ein Multifunktionsfeld für Basketball und Tennis. Im Vergleich zum Vorgängermodell ist die Fläche kaum wiederzuerkennen. Auch eine Tischtennisplatte wird den Kindern und Jugendlichen bald zur Verfügung stehen. "Insbesondere der Rundlauf mit mehreren Spielern ist sehr beliebt, da freuen sich, glaube ich, schon alle sehr drauf", sagt die Leiterin.

Und zu guter Letzt gibt es noch etwas ganz Besonderes: Eine Seilbahn. Bisher stehen die dicken Holzbalken ohne Seil im Garten des Heims; bald jedoch können die ersten Testfahrten gemacht werden. "Uns war wichtig, keine Seilbahn nur für Kinder zu haben, sondern auch eine, die Jugendliche und gerne auch mal Erwachsene aushält", berichtet Heidel.

Denn die Bewohner des Heims bilden zwischen fünf und 20 Jahren ein breites Altersspektrum ab. Sie leben in drei Gruppen mit jeweils zehn Kindern und Jugendlichen zusammen und werden vom Team des Hauses betreut. "Sport spielt bei uns eine große Rolle. Dass wir nun bald ein so tolles Außengelände haben werden, das freut mich wirklich sehr", sagt Heidel abschließend. Pünktlich zum Ende der Sommerferien, so der Plan, sollen die Arbeiten abgeschlossen werden.

100 000 Euro für das Projekt stammen von der Stadt. "Wir haben dieses Projekt gerne finanziell unterstützt", sagt Bad Homburgs Oberbürgermeister Alexander Hetjes (CDU). "Landgraf Friedrich III. wäre wohl sehr stolz darauf, wie aktiv die Stiftung heute noch ist", sagt er mit Referenz auf den Stifter des ehemaligen "Waisenhauses".

Auch Sozialdezernentin Lucia Lewalter-Schoor (SPD) lobt die Arbeit des Teams der Einrichtung und der dahinterstehenden Stiftung. "Hier wird wirklich tolle Arbeit geleistet." Dass die Kinder sich nun bald auf einem neuen Außengelände austoben können, freue sie sehr. Außer der Stadt trugen der Rotary Club, der Lions Club, die Sparda-Bank, die Alte Leipziger sowie etliche Stiftungen zu dem Projekt bei.

Beim Ortsbesuch waren sich alle Spender einig: "Hier sind unsere Spenden an der richtigen Adresse".

Kommen dauerhaft so viele Helfer wie hier beim Spatenstich, sollte es mit der Umgestaltung des Außengeländes flott gehen.

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema

Kommentare