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Sie haben es sich in der Bar schon mal bequem gemacht: Mario-Sebastian Fertig, Geschäftsführer der GHC Service OHG (links), und sein Stellvertreter Erik Hahn wollen die Homburger Bahnhofsgastronomie endlich zu einer Erfolgsgeschichte machen.

Wartesaal mit Beachclub

Aller guten Dinge sind fünf: Am Freitag eröffnet das Restaurant im Bad Homburger Bahnhof unter neuer Flagge

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Im fünften Anlauf soll es endlich klappen. An diesem Freitag öffnet das Restaurant im Homburger Bahnhof unter neuer Flagge. Die Pächter setzen auf ein junges und jung gebliebenes Publikum und wollen Pleiten der vergangenen Jahre vergessen machen. Es gibt gute Gründe, warum es dieses Mal funktionieren könnte.

Bad Homburg - Die Stühle stehen auf den Tischen, der Tresen ist verwaist, die Türen sind versperrt. Die Gaststätte am Bad Homburger Bahnhof liegt im Winterschlaf. Wenig deutet beim Blick durch die Fenster darauf hin, dass es dort in wenigen Tagen wieder sehr lebendig zugehen soll. Am Eingang allerdings gibt es bereits stumme Zeugen für den bevorstehenden Neubeginn. „Wartesaal 1. Klasse“ steht über dem Eingang, am Zaun preist ein Transparent „Jeden Sonntag 10 bis 14 Uhr Frühstück“ an.

Neue Pächter gehen optimistisch an das Projekt am Bad Homburger Bahnhof ran

„Wir gehen sehr optimistisch in das Projekt“, sagt Mario-Sebastian Fertig. Solche Sätze sind bei bevorstehenden Premieren oft zu hören – im Falle der Bad Homburger Bahnhofsgastronomie haben sie aber eine besondere Bedeutung. Fertig ist geschäftsführender Gesellschafter der GHC Service OHG und damit Chef jenes Unternehmens, das sich anschickt, als fünfter Pächter endlich ein erfolgreiches Kapitel des bisherigen Trauerspiels rund um die Gastronomie an dem markanten Standort zu schreiben.

Neustart des Restaurants am Bad Homburger Bahnhof

Am morgigen Freitag erfolgt der Neustart des Restaurants, dessen Name „Wartesaal“ an die frühere Verwendung der Räume erinnert. Der Vertrag zwischen der Gesellschaft, die auch die Gastronomie im Hessenpark, das Berghotel Hoherodskopf und das Restaurant Rimbachfarm in Steinau betreibt, und Homburger Bahnhofs GmbH hat eine Laufzeit von fünf Jahren – mit der Option einer Verlängerung. Die neuen Pächter haben zum 1. Januar 2019 Gaststätte, Bar und Wintergarten übernommen und sich zugleich das Vorrecht gesichert, auch für die Bewirtung bei Veranstaltungen im Speicher zu sorgen.

In der wärmeren Jahreszeit wollen Fertig und sein Team außerdem im Außenbereich zwischen Wintergarten und Fürstenbahnhof einen Beachclub etablieren. „Wir planen, dort Sand aufzuschütten und Palmen aufzustellen“, blickt Fertig nach vorne. Doch zunächst richtet sich der Fokus auf Gaststätte und Bar. Die neuen Betreiber wollen ein junges und jung gebliebenes Publikum anlocken – mit günstigen Preisen, wertiger Küche und einer Speisekarte, auf der für jeden etwas dabei ist. Es wird also asiatische Gericht und Burger ebenso geben wie Schnitzel und Grüne Soße.

Voraussetzungen durch ins Stocken geratene Kino-Projekt am Bad Homburger Bahnhof nicht einfacher geworden

Um die Gastronomie im Bahnhof zusätzlich anzukurbeln, wird das zehnköpfige Restaurant-Team Mittagstisch, Sonntagsbrunch, Happy Hour und Ü 30-Partys anbieten und bei entsprechendem Wetter auch die Terrasse vor dem Gebäude bespielen. „Wir haben außerdem die Möglichkeit, abends die Parkplätze am Technischen Rathaus mitzubenutzen“, sagt Fertig und lobt die bisherige Zusammenarbeit mit Stadt Bad Homburg und Kur- und Konreß-GmbH, zu der auch die Bahnhofs GmbH gehört.

„Es ist jedem daran gelegen, dass hier eine Kontinuität erreicht wird“, betont der Geschäftsführer. Dass die Voraussetzungen durch das ins Stocken geratene Kino-Projekt nicht besser geworden sind, weiß Fertig. Die Prognose für das Pachtverhältnis war schließlich stark an das geplante Kino gekoppelt. Doch auch ohne diesen Mehrheit sehen die neuen Betreiber ein ausreichendes Potenzial für die Gastronomie am Bahnhof. Fertig geht davon aus, dass sich vor allem das Event-Geschäft im Wintergarten rechnen und den Restaurantbetrieb stützen wird. Und dann gibt es ja auch noch die Synergien, die der gleichzeitige Betrieb der Hessenpark-Gastronomie – Gasthaus Adler, Hotel und Martinsklause – ermöglicht.

Die neue Verbundenheit der GHC Service OGH mit Bad Homburg zeigt sich indes nicht nur am Bahnhof. Die Gesellschaft will in Kürze auch ihren Firmensitz von Schotten in die Kurstadt verlegen.

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