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Amadeus hat das neue Zuhause bezogen

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Von: Sabine Münstermann

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Die Büros und Konferenzräume tragen Städtenamen aus aller Herren Länder: Moskau, Boston, Nizza, Bangalore. Die Tische sind elektronisch höhenverstellbar, die Stühle ergonomisch auf dem absolut neuesten Stand.

Die Büros und Konferenzräume tragen Städtenamen aus aller Herren Länder: Moskau, Boston, Nizza, Bangalore. Die Tische sind elektronisch höhenverstellbar, die Stühle ergonomisch auf dem absolut neuesten Stand. Die Kaffeeküchen erinnern eher an schicke Coffeeshops in einer angesagten Großstadt. Der Außenbereich hat etwas von einer italienischen Piazza – Blick auf den freigelegten Dornbach –, was die Stadt 600 000 Euro gekostet hat –, inklusive. Der „Energy Club“ ist zwar mitnichten ein Fitnessraum, sondern ein riesiges Konferenzzimmer im fünften Stock – aber eines mit Blick auf den Weißen Turm und die Erlöserkirche und der Atmosphäre eines Wohnzimmers.

Keine Frage, das neue Zuhause von Amadeus Germany kann sich sehen lassen. 18 400 Quadratmeter groß ist es, derzeit arbeiten dort 600 Mitarbeiter, obwohl das Gebäude locker Platz für 100 weitere hätte.

Parkmöglichkeiten gibt’s auch zur Genüge – im eigenen Parkhaus, in dem 400 Fahrzeuge abgestellt werden können. Nicht, dass nicht jede Menge Mitarbeiter mit dem Fahrrad kämen – und es auf einem der 80 Fahrrad-Stellplätze abstellten. Denn Ressourcenschonung und Ökologie wird bei Amadeus groß geschrieben. „Wir haben hier keine Klimaanlage, die brauchen wir auch nicht. Durch Dreifachverglasung mit innenliegendem Sonnenschutz schaffen wir auch so ein angenehmes Raumklima, sagte die Vorsitzende der Geschäftsführung von Amadeus Germany, Petra Euler, gestern bei der offiziellen Einweihung des Gebäudes.

Zwischen dem 11. und dem 13. März ist das Unternehmen vom Marienbader Platz in die Siemensstraße gezogen. 7500 Kartons wurden von 40 Leuten geschleppt – „eine logistische Meisterleistung“, wie Euler lobte. Sie erwähnte allerdings auch das Kranunglück im Dezember 2013, bei dem eine Frau im nebenan gelegenen Aldi-Markt ums Leben kam. „Das war eine kritische Phase für uns, das will ich nicht unter den Tisch fallen lassen.“

Nach knapp zweijähriger Bauzeit ist vor allem der Eigentümer der Immobilie, die Deutsche Anlagenleasing, zufrieden. Kein Wunder: Nach Angaben von Kai Eberhardt hat das Unternehmen einen 15 Jahre laufenden Mietvertrag mit Amadeus abgeschlossen. Nach Ablauf der Frist kann Amadeus das Gebäude sogar kaufen.

(sbm)

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