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Die Uhr zeugt noch von alten Wettkampfzeiten. Demnächst wird auch sie unter Bauschutt begraben. Am Standort der bisherigen Albin-Göhring-Halle entsteht das Sportzentrum Süd.

Abrissarbeiten im Zeitplan

Bad Homburg: Eine Halle verschwindet

Bis Monatsende wird von der Albin-Göhring-Halle im Bad Homburger Ortsteil Ober-Eschbach nichts mehr zu sehen sein. Ein 20-Millionen-Neubau soll sie ersetzen.

Wer dieser Tage vom Massenheimer Weg in Richtung Innenstadt an der Albin-Göhring-Halle vorbeifährt, die abgerissen wird, damit dort künftig das Sportzentrum Süd entstehen kann, dem bietet sich ein wirklich toller Blick. Zwei Außenwände stehen nämlich noch, und an einer hängt die große Uhr, ein bisschen wie ein Mahnmal, dass es jetzt wirklich Zeit für den Neubau ist.

Zeit ist ein gutes Stichwort, denn die Abrissarbeiten sind nach Angaben von Stadtsprecher Marc Kolbe "voll im Zeitplan". Momentan werde oberirdisch abgerissen, "die Arbeiter haben sich aber auch schon bis in den Keller vorgewagt", bis Ende dieses Monats soll dann von der bisherigen Halle nichts mehr zu sehen sein. Bis Dezember werde dann das alte Fundament entfernt, danach werde, voraussichtlich im Januar, die Böschung modelliert.

Zur Erinnerung: Etwa 19,7 Millionen Euro wird das neue Sportzentrum Süd voraussichtlich kosten, aber dafür bekommen die Sportler im Süden auch ordentlich was geboten: nämlich eine doppelte Dreifeldhalle.

Die beiden Hallen sollen dann übereinander angelegt werden. Die Turnierhalle soll eine Tribüne für bis zu 350 Gäste haben und sich im Untergeschoss des Gebäudes befinden. Durch den Eingang kommen die Gäste in ein Foyer, in die Turnierhalle und in einen Raum, der für Veranstaltungen oder für Gymnastik genutzt werden kann. Die Trainingshalle ohne Tribüne liegt dann im Stockwerk darüber. Die Umkleiden sind im jeweiligen Geschoss vorgesehen.

Die Stadt plant in dem Neubau außerdem einen Vereinsbereich für Fußball und Umkleiden für den Sportplatz.

Der Hallenneubau soll in Richtung Sportplatz verschoben werden. Das Gebäude wird etwa einen Meter höher als die alte Halle.

Deutlich mehr Parkplätze

Während der Abrissarbeiten soll der Sport zunächst zumindest auf dem Sportplatz nicht beeinträchtigt sein, während der Bauphase wird das aber definitiv für das Parken der Fall sein. So hieß es zumindest auf einer vom Ober-Eschbacher Ortsbeirat initiierten Bürgerversammlung im Mai 2019. Immerhin: Am Ende werden rund um die neue Halle 250 statt bislang nur 100 Parkplätze zur Verfügung stehen.

Die Stadt hätte auch gerne noch mehr Parkplätze auf der alten Rollschuhbahn gebaut, da allerdings machte die Untere Naturschutzbehörde nicht mit. Das Gebiet ist nämlich Überflutungsgebiet. Ein zweigeschossiges Parkdeck ist also nicht möglich. Wenn alles gut läuft, wird das Sportzentrum Süd bis 2023 errichtet und kann zum Beginn des Schuljahres 2023, nach den Sommerferien, in Betrieb genommen werden.

Sabine Münstermann

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