+
Der Tag danach am Erlenhof

Fünf Pferde tot

Neue Bilder nach Brand in Bad Homburg: Das sind die Überreste vom Erlenhof

  • schließen

Die erschreckenden Bilder vom Tag danach: Das Feuer brach am frühen Morgen in einer Reithalle des Gestüt Erlenhof aus und konnte schnell gelöscht werden. Fünf Pferde sind bei dem Großbrand in Bad Homburg gestorben, zwei schweben noch in Lebensgefahr.

Update, 1. März, 17.14.: Wie die Polizei am Donnerstag mitteilte, sind die Ermittlungen zur Brandursache vorangekommen. Demnach hatte das Feuer durch eine momentan noch nicht näher zu benennende "elektrische Ursache" im Bereich der Stallungen seinen Ursprung. Von dort hatten sich die Flammen in kürzester Zeit über den gesamten Strahlungsbereich ausgedehnt und auch eine benachbarte Reithalle erheblich in Mitleidenschaft gezogen.

Die Polizei schließt Brandstiftung weitgehend aus. Das sagte ein Sprecher gegenüber der dpa am Freitagabend in Wiesbaden.

Update, 1. März 16:32: Inzwischen sind die Löscharbeiten auf dem Erlenhof in Bad Homburg vollständig abgeschlossen. Die Höhe des Schadens ist noch unklar, der Polizeisprecher schätzt ihn im siebenstelligen Bereich, wie die dpa mitteilte. 

Der Tag danach am Erlenhof

Da im Stall das oberste Stockwerk zusammengebrochen ist, kämpfen sich die Ermittler mittlerweile durch den übrig gebliebenen Schutt und schließen Brandstiftung nicht aus.


"Was den Brand ausgelöst hast, wissen wir nicht, und wir möchten auch den Ermittlungen der Polizei nicht vorgreifen", erklärte Familie Rothenberger.

Ein trauriges Bild ein Tag nach dem Brand.

Abschied nehmen muss die Familie jetzt von ihren eigenen Pferden "Paso Doble", "Kid Gentleman", "Fayola", "Zum Glück" und dem Pony einer schwedischen Nachwuchsreiterin.

Ein Schaden wahrscheinlich in siebenstelliger Höhe

Die Nachforschungen können sich noch über Tage hinziehen, da die Brandfläche mit 1000 Quadratmetern ziemlich groß ist.

Update, 1. März 13:54 Uhr: In einem 2. Statement hat sich die Familie Rothenberger nochmals zu Wort gemeldet und die Erlebnisse aus ihrer Sicht geschildert. Für die fünf toten Pferde kam demnach jede Hilfe zu spät, da sie im vorderen Bereich des Stalles standen. Der Tierarzt hatte jedoch gesagt, dass sie so schnell tot waren, dass sie das Verbrennen nicht mehr gespürt hätten. 

Abschied von fünf Pferden

Abschied nehmen muss die Familie jetzt von "Paso Doble", "Kid Gentleman", "Fayola", "Zum Glück" und dem Pony einer schwedischen Nachwuchsreiterin.

Das Olympia-Pferd Cosmo folgte Sönke ohne Halfter aus dem brennenden Stall wie ein Lämmchen, beschrieb die Familie, dabei legte es ihm die Nase zwischen die Schulterblätter als Unterstützung.

Einige Pferde immer noch in Lebensgefahr

Einige Pferde waren in ihrer Panik allerdings nur schwer dazu zu bewegen, den brennenden Stall zu verlassen. Die Stuten Luna und Kantate haben sich schwere Verbrennungen zugefügt, ihr Zustand ist nach wie vor kritisch.

Hoffnung gibt es für St. Anton, der zwar ebenfalls Verbrennungen ersten Grades erlitt, aber mittlerweile auf dem Weg der Besserung ist.

Update, 16:26 Uhr: Laut der Polizei Westhessen ist die Anzahl der Pferde, die bei dem Reithallenbrand in Bad Homburg ums Leben kamen, auf insgesamt fünf gestiegen. Die Pferde, die jedoch bei der Befreiung aus ihren Stallungen in einen angrenzenden Wald rannten, seien alle wieder eingefangen worden.

Der Brand führte laut Polizei zu einer vollständigen Zerstörung der Stallungen und einer erheblichen Beschädigung einer angrenzenden Reithalle. Zwei Gestüts-Mitarbeiter wurden bei der Evakuierung der Pferde verletzt und mit Verdacht auf eine Rauchvergiftung ins Krankenhaus gebracht. Die Löscharbeiten dauern noch an. Bislang kann die Polizei noch keine Angaben zu der Brandursache geben. Die Ermittlungen wurden jedoch aufgenommen.

Update, 12:52 Uhr:  Bei einer der verletzen Personen handelt es sich um die Tochter der Gestütsbesitzer Rothenberger. Sie liegt zur Beobachtung im Krankenhaus. „Es geht ihr aber so weit gut“, berichtet die Familie, die sich derzeit auf der Heimreise von einem Turnier in Lier befindet.

Update, 11:20 Uhr: Norbert Fischer von den Feuerwehren des Hochtaunus-Kreises berichtet, dass die Nachlöscharbeiten noch bis zum Abend andauern werden. "Die ersten Einsatzkräfte werden jetzt abgelöst", berichtet er bei der Pressekonferenz. Der schnelle Einsatz der Feuerwehr habe das Übergreifen des Feuers auf die Reithalle teilweise und auf das anliegende Wohnhaus komplett verhindern können.


Hierzu wurden wegen Wasserknappheit Großtanklöschfahrzeuge und Spezialfahrzeuge der Berufsfeuerwehren Frankfurt und Offenbach und der Werkfeuerwehr Infraserv eingesetzt. Außerdem wurde Wasser aus einem nahegelegenen Fischteich gefördert.

Rund 250 Kräfte von der Feuerwehr, DRK und THW sind an dem Einsatz beim Großbrand am Gestüt Erlenhof beteiligt.

Feuer im Gestüt Erlenhof in Bad Homburg. Die Feuerwehr kämpft mit allen verfügbaren Kräften.

Update, 11:05 Uhr:  Familie Rothenberger äußert sich auf ihrer Homepage zu dem Großbrand, der ein Stallgebäude auf dem Gestüt Erlenhof in Bad Homburg, zerstört hat:

Die Familie des Gestüt Erlenhof gibt Statement zum Großbrand ab.

Update, 10:46 Uhr: "Das hier ist das Schlimmste, was ich je in meinem Leben gesehen habe", sagt Marc Krause, Schwager von Gestütsbesitzer Rothenberger, bei der Pressekonferenz zum  Großbrand auf dem Gestüt Erlenhof in Bad Homburg. Er habe lange in der Unfallchirurgie gearbeitet, doch es sei schrecklich gewesen. Seine Frau habe das Feuer heute morgen bemerkt und habe ihn geweckt. "Wir wohnen nur 600 Meter von hier entfernt." 

Insgesamt sindvier Pferde bei dem Brand ums Leben gekommen. Drei wurden verletzt und sind auf dem Weg in eine Tierklinik. Die anderen Pferde sind unverletzt und bei Marc Krause auf dem Hof untergebracht. Auch dem Olympia-Pferd Cosmo, das auf dem Hof steht, geht es gut.

Ein Pferd wird aktuell noch in Friedrichsdorf von Polizei und Mitarbeitern eingefangen. Rund 35 Pferde standen in dem vollkommen abgebrannten Stallgebäude.

Einige Mitarbeiter hatten die Tiere beim Brand gerettet. Hierbei zogen sich zwei von ihnen Rauchgasvergiftungen zu. Auch ein Feuerwehrmann wurde bei den Löscharbeiten verletzt.

Die Ursache des Brandes und die Schadenshöhe sind unklar.

Feuer im Gestüt Erlenhof in Bad Homburg. Die Feuerwehr kämpft mit allen verfügbaren Kräften.

Update, 10:06 Uhr: Laut Polizei konnte der Brand schnell gelöscht werden. Die Feuerwehr bittet die Bevölkerung sich vom Bereich rund um den Reiterhof in Bad Homburg fern zu halten.

Update, 9:46 Uhr:  Das Gestüt hat "unzureichender Löschwasserversorgung", daher muss die Feuerwehr "weiterhin zahlreiche Einsatzkräfte aus den umliegenden Kommunen nach Bad Homburg" holen. Die Feuerwehr bittet auf Facebook: "Bitte achten Sie auf die notwendigen freien Wege und Rettungsgassen!" Vor Ort sind bereits die Kameraden aus Frankfurt und Offenbach. Wie die Feuerwehr Seulberg mitteilt, sind auch sämtliche wasserführenden Fahrzeuge der Feuerwehren Friedrichsdorf im Einsatz.


Update, 9:34: Die Polizei Westhessen teilt mit, dass nun auch der Polizeihubschrauber in den Einsatz am Gestüt Erlenhof eingebunden wird, um sich aus der Luft einen Einduck von der Lage zu machen.

Update, 9:28 Uhr:  Die Polizei geht aktuell von einem Millionenschaden  bei dem Großfeuer des Gestüts Erlenhof in Bad Homburg aus. Der Reiterhof gehört der Unternehmerfamilie Rothenberger. Die Familie züchtet auf dem Gestüt Erlenhof Renn- und Dressurpferde, die sehr wertvoll sind.

Erstmeldung vom 28. Februar: Bad Homburg - Auf einem Reiterhof im Bad Homburger Stadtteil Dornholzhausen ist am Morgen ein Feuer ausgebrochen. Nach Angaben eines Polizeisprechers wurde der Brand auf dem Gestüt Erlenhof um 6.15 Uhr gemeldet. Das berichtet die Hessenschau. Eine 50 Mal 50 Meter große Reithalle stehe auf dem Gestüt Erlenhof der bekannten Reiterfamilie Rothenberger in Flammen.

Feuer droht auf anderes Gebäude überzugreifen

Das Feuer griff auf die Ställe über, aus denen einige Pferde nicht mehr gerettet werden konnten. Mehrere Pferde starben in den Flammen. Eine Person erlitt bei dem Versuch Pferde zu retten eine Rauchgasvergiftung. Sie kam ins Krankenhaus. Die Feuewehr sei "mit starken Kräften" vor Ort. "Zur Zeit sind alle Bad Homburger Feuerwehren und diverse Tanklöschfahrzeuge aus der Umgebung im Einsatz", teilt die Bad Homburger Feuer auf Facebook mit.

Im letzten Jahr stand der Rettershof in Kelkheim in Flammen.

red

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema

Kommentare