Die einen nennen es Kitsch; Wicker - hier 2015 im neu entstandenen Hamam der Therme - war überzeugt von der Wirkung warmer Farben.
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Die einen nennen es Kitsch; Wicker - hier 2015 im neu entstandenen Hamam der Therme - war überzeugt von der Wirkung warmer Farben.

Zum Tod von Werner Wicker

Ausnahme-Unternehmer verstorben - Er hinterlässt tiefe Spuren in Hessen

  • Anke Hillebrecht
    vonAnke Hillebrecht
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Schwimmbad, Spielbank, Klinik und vieles mehr: Unternehmer Werner Wicker hat seine Heimat in Hessen stark geprägt. Nun ist er verstorben.

  • Ein bekannter Unternehmer ist in der Nacht zum Montag (20.07.2020) gestorben
  • Ob Taunus Therme, Spielbank oder Klinik – In Bad Homburg hinterließ er viele Spuren
  • Er hatte sich in der Stadt mit persönlichem Engagement und seinem Privatvermögen eingebracht

Bad Homburg - „Ich liebe diese Stadt. Hier fühle ich mich wohl“, sagte Werner Wilhelm Wicker in einem TZ-Interview anlässlich seines 80. Geburtstags. Das war vor knapp fünf Jahren. Trotz seines hohen Alters reiste Wicker immer wieder zu seinen Projekten in der Kurstadt in Hessen. Dass der 84-Jährige nun in der Nacht zum Montag in der Schweiz gestorben ist - dort hat er auch die Corona-Zeit* verlebt -, hat alle in seinem Umfeld überrascht.

Bad Homburg: Ausnahme-Unternehmer Werner Wicker stirbt überraschend

Bad Homburg wäre ohne Werner Wicker nicht das, was es ist. Und ohne das markante Hochhaus an der Kaiser-Friedrich-Promenade wäre er wohl nie auf die Kurstadt aufmerksam geworden. Der Umbau des „Ambassador“ zur heutigen Wicker-Klinik war wohl eines seiner kniffligsten Projekte. 1980 erfüllte sich der Unternehmer einen Traum und baute die Taunus Therme in Bad Homburg*. Auf Reisen nach Asien hatte er Visionen entwickelt, die er hier umsetzen konnte. Die geschwungenen Dächer und Brückchen waren zu jener Zeit exotisch, das Wellness-Konzept innovativ.

In Sapporo (Japan) wurde die Taunus Therme 2005 nachgebaut. Thermenbetreiber Siegfried Reddel (li.) und Wicker mit Grundsteinlegungsrolle.

In Nordhessen war Wicker ebenfalls tätig. Mit der Kurhessen-Therme (1982) und der Habichtswald-Klinik (beides in Kassel) legte Wicker den Grundstein dafür, dass Bad Wilhelmshöhe zum Kurort wurde. Dass das Geschäftliche nach seinem Tod überall weitergeht, hat der Unternehmer geregelt. Es bleibt der persönliche Verlust.

Die ganze Geschichte zu Ausnahme-Unternehmer Werner Wicker* lesen Sie bei unseren Kollegen der „Frankfurter Neuen Presse“. (Von Anke Hillebrecht) *fnp.de ist Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerks.

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