In den Hochtaunus-Kliniken kamen im vergangenen Jahr 1548 Babys zur Welt - die Mädchen waren im vergangenen Jahr in der Überzahl.
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In den Hochtaunus-Kliniken kamen im vergangenen Jahr 1548 Babys zur Welt - die Mädchen waren im vergangenen Jahr in der Überzahl.

Normales Baby-Jahr

Bilanz der Hochtaunus-Kliniken – Kein Corona-Babyboom

  • vonStephanie Kreuzer
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1548 Kinder erblickten in Bad Homburg das Licht der Welt. Ein Babyboom wegen des Lockdowns blieb bislang jedoch aus.

Hochtaunus – Über die mannigfaltigen Auswirkungen der Corona-Pandemie ist schon vieles bekannt, aber eine Frage wird sich erst im Februar wirklich schlüssig beantworten lassen: Wie viele Paare haben den ersten Lockdown im vergangenen Frühjahr produktiv zu nutzen gewusst? Also wird sich die Zeit der Zweisamkeit auch in einem "Baby-Boom" niederschlagen? Experten vermuten, dass zwei gegenläufige Effekte dafür sorgen, dass sich die Geburtenrate - zumindest in Industrieländern wie Deutschland - nicht signifikant erhöhen wird: Zum einen gewinnt die Familie an Bedeutung, zum anderen aber gibt es Existenzängste, die den Kinderwunsch verschieben.

Laut Statistischem Bundesamt sind die Geburtenzahlen im vergangenen Jahr um etwa ein Prozent zurückgegangen. Eine Tendenz, die sich in den Hochtaunus-Kliniken in Bad Homburg so nicht zeigt, denn nach 1590 Babys im Jahr 2018 und 1529 Geburten 2019 kamen dort im vergangenen Jahr 1548 Kinder zur Welt.

Das weibliche Geschlecht war dieses Mal das deutlich stärkere: 799 Mädchen standen 751 Jungen gegenüber - im Vorjahr war es allerdings umgekehrt. Die meisten dieser Mütter kamen aus dem Hochtaunuskreis, insbesondere aus Bad Homburg und Oberursel. Doch auch aus Frankfurt, dem Wetteraukreis und dem Main-Kinzig-Kreis fanden viele Schwangere den Weg in die Hochtaunus-Kliniken.

Hochtaunus-Kliniken Bad Homburg: Weniger Besucher erlaubt, daher entspanntere Mütter

Rund 76 Prozent, also 1173 Kinder, erblickten auf natürlichem Wege das Licht der Welt, neun davon aus Becken-Endlage. 13,2 Prozent mussten per Kaiserschnitt geholt werden, bei knapp elf Prozent der Babys wurde ein Kaiserschnitt geplant. Insgesamt gab es vier Zwillingsgeburten, und dank der guten pädiatrischen Versorgungsstrukturen mussten nur 1,4 Prozent der Neugeborenen für eine Weiterbehandlung verlegt werden.

Auch das Team der Klinik für Frauenheilkunde und Geburtshilfe selbst - das sind insgesamt rund 70 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter - durfte sich über Nachwuchs in den eigenen Reihen freuen. "Einige der Entbindungen betrafen das Krankenhauspersonal, vier davon unsere Gynäkologinnen, Hebammen sowie Wochenbett- und Kinderkrankenschwestern", erzählt Dr. Kanya Götsch, Oberärztin mit Schwerpunkt spezielle Geburtshilfe und Perinatalmedizin.

Dem Corona-Jahr kann sie auch etwas Gutes abgewinnen: "Normalerweise ist es bei uns auf der Wochenbettstation keine Seltenheit, dass manche Mütter innerhalb eines Tages ausgedehnte Familienbesuche mit bis zu zehn Personen bekommen. Jetzt im Lockdown ist allerdings nur eine festgelegte Begleitperson vor und während der Entbindung sowie auf der Entbindungsstation erlaubt. Bei den Frauen beobachten wir, dass sie nun viel besser zur Ruhe kommen und ihr Neugeborenes intensiver kennenlernen können. Das Stillen und die Einheit Mutter beziehungsweise Eltern und Kind rücken wieder mehr in den Mittelpunkt." Götsch zieht daher ein zufriedenes Fazit der vergangenen Monate: "Entspanntere Mütter, entspanntere Kinder".

Hochtaunus-Kliniken Bad Homburg: Neujahrsbaby heißt Anastasia

2021 startet an den Hochtaunus-Kliniken mit Frauenpower: Anastasia Heise ist das erste Baby, das das Kreißsaal-Team der Kliniken unter der Leitung von Oberärztin Dr. med. Kanya Götsch am Neujahrstag begrüßen konnte. Die kleine Anastasia ist ein echter Steinbock, denen man ja nachsagt, sehr gewissenhaft und ehrgeizig zu sein. Die Bad Homburgerin kam am 1.1.2021 um 23.03 auf die Welt. Ihre Mama Franziska Heise (33) stammt aus Thüringen und ist Tierarzthelferin einer Katzenpraxis.

Das Bad Homburger Neujahrsbaby 2020/2021: Anastasia mit ihren Eltern Franziska Heise und Maik Schürer.

Sie verschlug es vor zehn Jahren nach Bad Homburg - ebenso wie ihren Partner Maik Schürer, Papa von Anastasia. Kennengelernt haben sich Franziska und Maik beim Museumsuferfest in Frankfurt. Die beiden Thüringer bringen nun die erste Hessin der Familie auf die Welt - und das auch noch pünktlich am Entbindungstermin. 3650 Gramm wiegt Anastasia bei stolzen 53 Zentimetern Länge. (Stephanie Kreuzer)

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