An den Tischen in der Bahnhofsgaststätte sollen bald wieder Gäste sitzen. Die Kur hat einen neuen Pächter gefunden.
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An den Tischen in der Bahnhofsgaststätte sollen bald wieder Gäste sitzen. Die Kur hat einen neuen Pächter gefunden.

Steakhaus und Billard im Bad Homburger Bahnhof

Bad Homburg: Neuer Pächter für die Gastronomie im Bahnhof

  • Sabine Münstermann
    VonSabine Münstermann
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Konzept für Bad Homburger Bahnhofsrestaurant sieht Steakhaus, Billardtische und Dart-Spiel-Anlagen vor. Verweildauer der Besucher des künftigen, nebenan gelegenen Kino-Komplexes soll verlängert werden

Bad Homburg -Im sechsten Versuch soll es endlich klappen - die Gastronomie im Bad Homburger Bahnhof ist nach Informationen dieser Zeitung wieder verpachtet - und laut Informationen dieser Zeitung soll die Pre-Openig-Phase für das neue Konzept zum 1. Januar kommenden Jahres anlaufen. Das Konzept soll sich allerdings wesentlich von den bisherigen unterscheiden, denn es wird sich nicht mehr nur um eine reine Gastronomie handeln, sondern um einen Gastronomieteil im sogenannten "Wartesaal" und Billard- sowie Dart-Spiel-Anlagen im Wintergarten.

Aus gut unterrichteten Kreisen ist zu hören, dass im "Wartesaal" ein modernes Steakhaus angesiedelt werden soll. Beim Barbetrieb mit Lounge in der Mitte der Räumlichkeiten sollen diverse Flatscreens installiert werden, auf denen, wie in Sportsbars, Sportübertragungen gezeigt werden.

Verantwortlich zeichnen soll Christoph Schwarzer, Betreiber diverser Spielhallen im Hochtaunuskreis, mit der Astro-Automaten GmbH mithin sogar einer der größten Anbieter von Spielhallen im Taunus. Auch Schwarzers Sohn Timo soll mit im Boot sein. Wegen laufender Vertragsverhandlungen wollte Schwarzer sich noch nicht dazu äußern.

Nach Informationen dieser Zeitung soll die Kur beziehungsweise die Bahnhofs-GmbH nicht nur mit Blick auf die glücklosen vielen Vorpächter beim neuen Pächter auf einem neuen Konzept bestanden haben, sondern vor allem auch mit Blick darauf, die Verweildauer der Gäste des voraussichtlich 2023 eröffnenden Kino-Komplexes in der Stadt zu verlängern. Zur Erinnerung: Kalkuliert wird mit 250 000 Kinobesuchern pro Jahr. Der Speicher soll demnach weiterhin Kulturstätte mit eigener Veranstaltungsreihe bleiben.

Bewegte Geschichte

Der Gastronomiebereich im Kulturbahnhof hat eine bewegte Geschichte hinter sich: Der Frankfurter Harry Dehnhardt ("Orfeos Erben") hatte das Lokal mit Namen "Zum Glück" im Jahr 2014 wegen technischer Probleme erst mit rund einem halben Jahr Verspätung eröffnen können - vier Monate später wurde es schon wieder geschlossen.

Im Jahr 2015 übernahm mit "Kofler & Kofler" ein Unternehmen, das seine Wurzeln in Bad Homburg hat und mit gehobener Küche Leben in den Bahnhof bringen wollte. Die Baustelle vor der Tür und fehlende Parkplätze erschwerten allerdings das Geschäft, es gab Streit wegen der Pacht, und so wurde im Herbst 2017 erneut die Reißleine gezogen. Auf Interims-Pächter und Gambrinus-Chef Michael Thalhofer folgte dann ein weiteres Restaurant, das "Lokkers". Doch auch die Gastronomie-Gesellschaft aus dem Lokschuppen brachte das Restaurant nicht zum Laufen.

Zuletzt sollte es unter dem Namen "Wartesaal" klappen: Das hatte die GHC Service OHG, die zu dem Zeitpunkt unter anderem auch die Gastronomie im Hessenpark betrieb, jedenfalls vor, plante für die wärmere Jahreszeit sogar im Außenbereich zwischen Wintergarten und Fürstenbahnhof einen Beachclub zu etablieren.

Im August 2019 wurden die Schotten allerdings dicht gemacht, die GHC OHG stellte den Betrieb sowohl in Bad Homburg als auch im Hessenpark in Neu-Anspach ein. Hintergrund waren ernsthafte gesundheitliche Probleme des GHC-Geschäftsführers gewesen.

Von Sabine Münstermann

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