Still ruht das Seedammbad: Bis Schwimmer kommen, wird es noch dauern.
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Still ruht das Seedammbad: Bis Schwimmer kommen, wird es noch dauern.

Hoffen auf Freibadsaison

Bad Homburg: Noch keine Bad-Öffnung in Aussicht

  • vonAlexander Schneider
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Bis im Bad Homburger Seedammbad wieder Schwimmer ihre Runden drehen, werden Reparaturen ausgeführt.

Bad Homburg -Wann das Bad Homburger Seedammbad in diesem Jahr seine Pforten öffnet, steht noch nicht fest. Wie in allen Kommunen, die Schwimmbäder betreiben, hängt die Badesaison auch in Bad Homburg am seidenen Faden. Nur dass das Badeparadies am Seedammweg auch im zweiten Corona-Jahr wieder öffnen soll, sei zumindest der Wunsch aller, erklärt Stadtsprecher Marc Kolbe auf Anfrage. Das Seedammbad durfte im vergangenen Jahr nach dem ersten "Shutdown" am 26. Juni erstmals Badegäste empfangen, allerdings zunächst nur im Freibad. Das Hallenbad wurde erst später aufgesperrt.

Derzeit werde im Rathaus über eine Öffnungsstrategie nachgedacht, wobei man auf das im vergangenen Jahr ausgearbeitete, wie Kolbe sagte, "ausgeklügelte Hygiene- und Betriebskonzept" aufbauen wolle. Für die ganze Bäderbranche in Deutschland stellen die Pandemie und die damit verbundenen Einschränkungen die Betreiber vor riesige Herausforderungen. Allerdings, so Kolbe, hätten die allermeisten Bäder diese im Wesentlichen gut bewältigt. Das System, Badegästen ausschließlich erst Zutritt zu gewähren, nachdem sie zuvor online ein Ticket gebucht haben, habe sich bewährt. Das habe zwar zu einer starken Reduzierung der Besucherzahlen insgesamt geführt, da die Badegäste in stark limitierter Zahl und nur innerhalb des gebuchten Zeitfensters ihre Bahnen im Becken ziehen konnten.

Auf dem Konzept von 2020 aufbauen

"Dieses Konzept wurde jedoch vom Personal, aber auch von den meisten Badegästen als sehr angenehm empfunden, da ausreichend Platz zum Schwimmen zur Verfügung stand und kein unkontrollierter Besucherstrom entstehen konnte" sagt Kolbe. In der Freibadesaison 2021, das sei der Plan, solle nach Möglichkeit nach demselben Prinzip verfahren werden. Leider könne aufgrund noch ausstehender gesundheitsbehördlicher Genehmigungen momentan noch kein Starttermin für die neue Badesaison genannt werden. Arbeitslos sind die Angestellten des Technischen Gebäudemanagements aber trotz der Zwangspause nicht. Sie sind mit der Instandhaltung der Anlage beschäftigt. Auch stehen Reparatur- und Renovierungsarbeiten an, die nun vorgenommen werden müssen, weil sie in den vergangenen Jahren liegengeblieben sind.

Die 17 Mitarbeiter des schwimmbadtechnischen Bereiches sind momentan noch in Kurzarbeit. Einmal in der Woche wird das Personal für allgemeine Reinigungs- und Projektarbeiten eingesetzt. Auszubildende werden derzeit im Bereich der städtischen Badeanstalt aufgrund der Pandemie nicht beschäftigt. Für das neue Ausbildungsjahr habe der Bewerbungsprozess allerdings schon begonnen - in der Hoffnung, dass sich Berufsnachwuchs für das Badewesen findet und auch entsprechend dem vorgegebenen Lernpensum ausgebildet werden kann.

Bad Homburgs Stadtkasse geht wegen der pandemiebedingten Umsatzausfälle im Seedammbad, die durch die Online-Tickets bei weitem nicht kompensiert werden konnten, sicherlich nicht unter, auch wenn man 2020 mit etwa 1,3 Millionen Euro hinter dem Planziel zurückgeblieben ist. Eine nachhaltige Verbesserung der Erlös-Situation in der Schwimmbadkasse wird, so Kolbe, aber auch für das laufende Jahr 2021 kaum erwartet werden können, "wir gehen je nach dem weiteren Verlauf des Shutdowns jedoch davon aus, dass wir zu Saisonschluss mindestens auf dem Niveau von 2020 liegen werden". von Alexander Schneider

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