An der Tiefgarageneinfahrt des Rathauses ist einer der wenigen Orte in der Kurstadt, an dem sich E-Ladepunkte befinden.
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An der Tiefgarageneinfahrt des Rathauses ist einer der wenigen Orte in der Kurstadt, an dem sich E-Ladepunkte befinden.

Mobilität der Zukunft

Bad Homburg will mehr E-Ladesäulen

  • Anke Hillebrecht
    vonAnke Hillebrecht
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Die Stadt Bad Homburg rüstet sich für die fortschreitende Verbreitung von E-Autos. Im Stadtgebiet sollen zusätzliche Ladesäulen installiert und auch das Leitungsnetz ausgebaut werden.

Bad Homburg -Stadtverwaltung und Stadtwerke sollen ein Konzept zum Ausbau der Ladesäulen für Elektro-Autos erarbeiten. Das hat das Stadtparlament am vergangenen Donnerstag mit großer Mehrheit beschlossen. "Die E-Auto-Quote ist stark gestiegen auch im städtischen Fuhrpark", begründete CDU-Fraktionsvorsitzender Dr. Oliver Jedynak den gemeinsamen Antrag mit der SPD. "Fachleute erwarten, dass die Zahl der Neuzulassungen bis 2030 um mehr als 70 Prozent anwachsen wird." Dafür brauche es nicht nur mehr Ladesäulen - derzeit hat die Stadt nur rund zwei Dutzend -, sondern auch die Infrastruktur, also ein ausgebautes Leitungsnetz.

Das Risiko soll die Stadt aber nicht selbst tragen: Sie soll lediglich die Flächen zur Verfügung stellen. Eine Firma soll den Ausbau dann auf eigene Kosten und eigenes Risiko betreiben.

Die Sache dränge, ergänzte SPD-Parteichefin Elke Barth. Denn das Mehr an E-Autos (vor allem, seitdem sie gefördert würden) stehe im krassen Gegensatz zur stagnierenden Zahl von Ladesäulen. Vor allem Bewohner von Mehrfamilienhäusern müssten sehen, wo sie ihr E-Auto laden. Jedoch werde, wenn alle nach der Arbeit ihren Wagen laden, bereits bei einer Quote von 30 Prozent das Stromnetz überlastet sein. Und doch sei es fürs Klima wichtig, dass möglichst viele Menschen vom Verbrenner-Motor wegkämen.

Den Grünen war wichtig, dass Schnell-Ladestationen angeschafft werden, der Strom aus erneuerbaren Energien gezogen wird (hier fügte die Koalition ein "möglichst" ein) und dass alle potenziellen Fördermittel von Land und Bund mitgenommen werden. Die FDP schlug vor zu prüfen, ob eine Kooperation mit Oberursel und Friedrichsdorf Kosten sparen könnte, was die Koalition gern mit in ihren Antrag übernahm. Peter Münch (AfD) hält es für eine "Fehlentwicklung, dass man der E-Mobilität hinterherläuft". Bedenken hat er bei der Förderung der für Batterien nötigen Rohstoffe. "Ich nenne nur die Stichworte Kinderarbeit und Umweltschutz." ahi

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