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Bad Homburger Tennis-Festival war "der Knaller"

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Von: Anke Hillebrecht

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Angelique Kerber vor vollen Rängen des Centre Courts im Kurpark. Alle Plätze durften diesmal besetzt werden.
Angelique Kerber vor vollen Rängen des Centre Courts im Kurpark. Alle Plätze durften diesmal besetzt werden. © BHO

Veranstalter des Wimbledon-Vorturniers ziehen euphorisch Bilanz. Noch in diesem Jahr soll es Karten für 2023 geben.

Bad Homburg -Glücklich, aber platt - das ist nicht nur so manche Tennisspielerin. Während im Kurpark noch bis Mitte der Woche der Centre Court abgebaut wird, ziehen die Organisatoren eine euphorische Bilanz. "Wir hatten ein super Feedback, die Leute fragen schon nach Karten für 2023", berichtet Ulrike Weinrich für den Veranstalter "Perfect Match".

Titelverteidigerin Angelique Kerber war zwar im Viertelfinale ausgeschieden, äußerte sich aber als Turnierbotschafterin hochzufrieden: "Ich bin wirklich sehr stolz auf das, was das Team hier auf die Beine gestellt hat", sagte sie. Ein Tenniserlebnis für alle sollte es sein, und das war es - "mit Wimbledon-Flair, Boutique-Charakter, Festival-Atmosphäre und vielen Emotionen".

Als "großen Erfolg für die Stadt" bezeichnete Kurdirektor Holger Reuter das Wimbledon-Vorturnier rund um Kaiser-Wilhelms-Bad und die Anlage des TC Bad Homburg. Nicht nur, dass diesmal 3500 Zuschauer aufs Turniergelände durften (nach der Begrenzung auf 600 im ersten Turnier des Corona-Jahrs 2021) und an einigen Tagen die Ränge ausverkauft waren. Auch der Zuspruch für die Essens- und Info-Stände im "Village" in der Brunnenallee sei "herausragend" gewesen - "am Final-Samstag war es zum Bersten voll", so Reuter. Zwischen den eingetopften Palmen sei die Stimmung großartig gewesen. An den Gastro-Ständen mussten Besucher wegen des Andrangs zuweilen Schlange stehen - dem will man nächstes Jahr durch ein erweitertes "Village" mit mehr Ständen und mehr Personal entgegenwirken.

Spielerinnen haben sich wohlgefühlt

Für viele Hotels der Kurstadt war das Turnier offenbar auch ein Gewinn. Allen voran das Steigenberger, es beherbergte wie voriges Jahr etliche Spielerinnen mit ihren Begleitern. Von den Sportlerinnen hat der Kur-Chef ebenfalls schon begeisterte Rückmeldungen bezüglich Stimmung, Ambiente und Betreuung bekommen. Patrick Mouratoglou, Starcoach von Simona Halep und Serena Williams, habe sich auf Twitter positiv geäußert. Und auch den Organisatoren aus Wimbledon hat's gefallen.

Das Publikum wiederum hatte - auch ohne Ticket - einiges zu schauen: Auf den Match Courts, den beiden Ausweich-Rasenplätzen im Zwickel Kaiser-Wilhelms-Bad/Weinbergsweg, waren Andrea Petkovic, Sloane Stephens und andere Stars auf dem Feld zu erleben. Jeweils 850 Zaungäste durften am Spielfeldrand stehen - ein "Nah-dran"-Erlebnis, das laut Weinrich auch in den nächsten Jahren beibehalten werden soll.

"Der Knaller", lautete das Urteil von Rathaus-Sprecher Marc Kolbe. Es sei "unglaublich viel los" gewesen, jedoch "kein Remmidemmi". 500 bis 600 Personen hätten pro Tag am Informationsstand von Stadt und Kur auf der Brunnenallee vorbeigeschaut - gelockt von Merchandising-Produkten wie Hoodies, Schneidebretter oder Tennisbällen mit Stadt-Logo sowie von einem Glücksrad, bei dem man Gutscheine von Bad Homburger Geschäften gewinnen konnte. "Es war ein Tennis-Publikum", so Kolbe mit Blick auf die ruhigen Flaneure "und eine gigantische Werbung für Bad Homburg".

Die Stadtpolizei habe indes keine besonderen Vorkommnisse gemeldet und die Verkehrsbehörde war zufrieden damit, wie die Parkplätze bei Fresenius, am Kronenhof und das Parkhaus in der Horexstraße sowie die Shuttlebusse angenommen wurden.

Karten für die "Bad Homburg Open 2023" soll es übrigens bereits in den nächsten Wochen geben. "Wir wollen so schnell wie möglich in den Verkauf gehen", kündigt Ulrike Weinrich an. Angelique Kerber werde auf jeden Fall dabei sein - ob spielend oder nur als Turnierbotschafterin, werde sich im Laufe des Tennisjahres zeigen.

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