Top-Tennisspielerin Petra Kvitova in Aktion bei den Australian Open. Die 31-Jährige hat auch für die "Bad Homburg Open" zugesagt.
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Top-Tennisspielerin Petra Kvitova in Aktion bei den Australian Open. Die 31-Jährige hat auch für die "Bad Homburg Open" zugesagt.

Bad Homburg Open im Kurpark

Bad Homburger Wimbledon-Vorturnier soll auch ohne Zuschauer stattfinden

  • Anke Hillebrecht
    vonAnke Hillebrecht
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Die "Bad Homburg Open" im werden weiter geplant und sollen vom 20. bis 26. Juni im Kurpark ausgetragen werden - unter welchen Voraussetzungen, das ist noch nicht klar.

Bad Homburg -Manche Veranstaltungen des Sommers wurden wegen der Pandemie schon abgesagt, andere stehen auf der Kippe. Die Planer des Wimbledon-Vorturniers im Kurpark planen jedoch unbeirrt weiter. Die Rasenplätze sind angelegt und harren der Weltklasse-Sportlerinnen, die sich vom 20. bis 26. Juni hier warmspielen wollen, bevor es zum eigentlichen Top-Turnier nach England geht.

Die Veranstalter haben drei mögliche Szenarien entwickelt. Der Centre-Court, der auf dem Gelände des Tennisclubs (TC) noch entstehen soll und rund 3500 Zuschauer fassen wird, könnte zu 20 Prozent oder zu zehn Prozent besetzt werden oder aber ganz leer bleiben. Wobei Turnierdirektor Aljoscha Thron sagt: "Der Tennissport lebt von seinen Fans, denn sie bringen erst die besondere Atmosphäre in das Stadion."

Man arbeite in enger Abstimmung mit den Behörden an einem intensiven Hygiene- und Testkonzept, "um einen würdigen Start unserer Premiere zu ermöglichen", so Thron. Weitergeplant wird aber in jedem Fall; welches Szenario zum Tragen kommt, sollen die Pandemie-Entwicklungen in den nächsten Wochen zeigen.

Für die Tennisspielerinnen steht das Event jedenfalls im Kalender: Die Ex-Wimbledonsiegerin und ehemalige Nummer 1, Angelique Kerber, sowie die ehemalige Top-10-Spielerin und French-Open-Halbfinalistin Andrea Petkovic aus Darmstadt haben ihre Teilnahme bestätigt.

Auch Petra Kvitova hat zugesagt

Zudem hat eine weitere Top-Spielerin zugesagt: Auch die zweimalige Wimbledon-Siegerin Petra Kvitova wird zum Teilnehmerfeld der "Bad Homburg Open" gehören. "Das ist ein bedeutender Coup für das Turnier", meint Sally Bolton, Geschäftsführerin des "All England Lawn Tennis and Croquet Clubs". Für die Fans sei die Teilnahme von zwei der weltbesten Rasenspielerinnen ein besonderer Höhepunkt.

Apropos Fans: Nachdem die Premiere des ersten Rasenturniers Hessens im vergangenen Jahr wegen Corona ausfallen musste, behalten die damals erworbenen Tickets ihre Gültigkeit. Die Ticket-Inhaber sollen in den kommenden Wochen erfahren, welches Szenario weiter verfolgt wird.

Kvitova indes freut sich, bei der ersten Auflage der ,Bad Homburg Open' zu spielen", erklärt die Linkshänderin (31). Es sei immer spannend, bei einem neuen Turnier zu spielen - "vor allem, wenn es ein Rasenturnier mit einer so tollen Hintergrundgeschichte ist". Denn der Bad Homburger Kurpark gilt als historischer Rasen für den Tennissport auf dem Kontinent.

Kvitova hat selbst eine tragische wie auch wundervolle Geschichte zu bieten: Bei einem Messerattentat wurde ihre Schlaghand schwer verletzt. Doch die Ärzte schafften es, sie wieder so herzustellen, dass die Tschechin heute zur Weltspitze zählt.

Auch abseits des Rasens haben die Turnierveranstalter Neues zu verkünden: So wird das Immobilienunternehmen Engel & Völkers Mitsponsor des Turniers. Und auch das Steigenberger-Hotel an der Promenade unterstützt die Veranstaltung; Das First-Class-Haus, das nur wenige Meter vom künftigen Centre-Court entfernt ist, wird offizielles Turnierhotel. Spielerinnen und Fans können dort absteigen.

Und auch wer keine Karten für das Rasenturnier im Kurpark hat, wird die Spiele in Bad Homburg vom heimischen Fernseher aus verfolgen können. Eurosport will jeden Tag zwei Livespiele im Free-TV (kostenlosen Fernsehen) und via kostenlosem Livestream zeigen. Zudem will der Hessische Rundfunk auf seinem dritten Programm senden - und sollte es zu einem Finale mit deutscher Beteiligung kommen, könnte es sogar in der ARD ausgestrahlt werden.

Die Stadt werde die Veranstalter nach Kräften unterstützen, versichert OB Alexander Hetjes (CDU) - in welcher Form auch immer es stattfinden werde. "Das ,Opening-Event' im vergangenen Jahr hat schon sehr viel Freude bereitet. Ich hoffe, dass wir an solche Momente anschließen können." von Anke Hillebrecht

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