Bald „Stolpersteine“ für die Kurstadt?

  • schließen

Das bundesweite Kunstprojekt „Stolpersteine“ von Gunter Demnig ist ebenso bemerkenswert wie umstritten. In über 1000 Kommunen wurden inzwischen solche „Stolpersteine“ verlegt, gleichsam als

Das bundesweite Kunstprojekt „Stolpersteine“ von Gunter Demnig ist ebenso bemerkenswert wie umstritten. In über 1000 Kommunen wurden inzwischen solche „Stolpersteine“ verlegt, gleichsam als Dokumentation des Schicksals von deutschen Juden im Nationalsozialismus wie als Mahnmal, dass so etwas nie wieder geschehen darf. Auch in Bad Homburg wird seit langer Zeit darüber diskutiert, ob „Stolpersteine“ verlegt werden können. Zu lange, wie SPD, CDU, FDP und Grüne finden, denn sie unternahmen am Donnerstag im Parlament im Rahmen eines interfraktionellen Antrags einen neuerlichen Anlauf.

Den Linken ging der Prüfantrag – untersucht werden soll gemeinsam mit der Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit (CJZ), ob und wo die Steine in der Kurstadt platziert werden können – immer noch nicht weit genug, Steffen Etzel hatte das „Herumgeeiere“ satt und hätte die Verwaltung gerne aufgefordert, das Projekt in Gang zu setzen. Dafür fand er allerdings keine Mehrheit.

Stadträtin Beate Fleige (BLB) wehrte sich gegen die Kritik, die Stadt habe in diesem Bereich noch nicht genug getan, und erinnerte an zahlreiche Veranstaltungen an der Volkshochschule, an die Gedenktafel an der VHS sowie an den internen Arbeitskreis, der das jüdische Leben in Bad Homburg erforscht. Fleige: „Bad Homburg muss sich im Umgang mit der Erinnerungskultur wahrlich nicht verstecken!“

Der Antrag wurde mehrheitlich gegen die Stimmen von NHU und des fraktionslosen Parlamentarier, Rolf Berns angenommen.

(sbm)

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema

Kommentare