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Der ?Quader? von Ewerdt Hilgemann ziert seit der jüngsten ?Blickachsen?-Ausstellung den Stadteingang an der Pappelallee ? gestern ausnahmsweise mal mit Schnee. Manchen erinnert das Edelstahl-Kunstwerk auch an einen eingedruckten Saftkarton.

Skulpturenpark in Bad Homburg

Begegnung mit dem Wallander-Land: Wanås Konst aus Schweden wird Partnermuseum für "Blickachsen"-Ausstellung

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Kur- und Schlosspark liegen noch unter einer Schneeschicht verborgen. Doch schon bald werden die Bäume wieder Kulisse für große Kunstwerke. Die Vorbereitungen für die Schau „Blickachsen 12“ laufen derzeit auf Hochtouren. Diesmal gibt es Inspiration aus dem Norden.

Ein Blick von außen bringt meist neue Sichtweisen. Dieses Prinzip verfolgt Christian Scheffel schon fast seit Anbeginn bei seiner Skulpturenschau „Blickachsen“. Und bei dieser kommt es ja gerade auf andere Sichtweisen an. „Um den Blick immer wieder neu auszurichten und frische Impulse einzubringen“, entwickelt der Gründer und Kurator der Biennale jede „Blickachsen“-Ausstellung gemeinsam mit einem anderen internationalen Partnermuseum (siehe auch Box).

Gestern gab er bekannt, dass der Blick von außen bei der diesjährigen Ausstellung aus Schweden kommt. Der schwedische Skulpturenpark Wanås Konst wird bei der Auswahl der Künstler und Standorte mitarbeiten. In Elisabeth Millqvist und Mattias Givell, die diese renommierte Institution seit 2011 leiten, sieht Scheffel ideale Partner für die Ausstellung: „Auch sie setzen an einem geschichtsträchtigen Ort auf das Zusammenspiel von zeitgenössischer Kunst und Natur – mit dem Anliegen, dem Publikum vielfältige Erfahrungsangebote zu unterbreiten“, erklärt der Homburger.

80 000 Besucher pro Jahr

Wie stets – 2017 wurden rund 80 großformatige Plastiken und Installationen an insgesamt acht Standorten im Rhein-Main-Gebiet gezeigt – werden in diesem Sommer wieder Arbeiten von Künstlern von verschiedenen Kontinenten gezeigt, wobei Elisabeth Millqvist diesmal die „spezifische Kenntnis der nordischen Kunstszene einbringen und ans Programm von Wanås Konst anknüpfen“ will.

Der Skulpturenpark Wanås Konst liegt nahe Kristianstad in Schwedens südlichster Provinz Skåne (Schonen). Lesern von Henning Mankell dürfte die Region aus den „Wallander“-Krimis bekannt sein. Auf einem weitläufigen, bewaldeten Gelände rund um ein mittelalterliches Schloss stehen 70 speziell für diesen Ort geschaffene Skulpturen und Installationen. Zudem gibt es ein lebhaftes Veranstaltungsprogramm und über 80 000 Besucher pro Jahr.

Die permanente Sammlung dieses Skulpturenparks enthält Werke wegweisender Künstler, darunter auch vieler Frauen. Dabei sind etwa Marina Abramovic, William Forsythe, Per Kirkeby und Yoko Ono – die Witwe von John Lennon –, Ann Hamilton, Jenny Holzer und Antony Gormley bis hin zu Jeppe Hein, Nathalie Djurberg und Hans Berg. Ob Yoko Ono in Bad Homburg zu erwarten ist, wollen die Austellungsmacher freilich nicht verraten. Wohl aber, dass einige Werke der „Blickachsen“ wieder extra für Bad Homburg entworfen werden. Der Kur- und der Schlosspark werden wie jedes Jahr Zentrum der Freiluftschau sein.

Übrigens: Führungen für den Sommer können bereits gebucht werden. Einfach eine E-Mail an fuehrungen@blickachsen.de (Stiftung Blickachsen) senden.

Eröffnung am 26. Mai

Die Freiluftschau „Blickachsen 12“ wird am Sonntag, 26. Mai, um 11.30 Uhr im Beisein von Künstlern und Sponsoren auf dem Schmuckplatz eröffnet. Die Werke sind bis 6. Oktober zu sehen.

Kooperationen bisher:

2001: Glaskasten Marl

2002: Lehmbruck Museum, Duisburg

2003: Kunsthalle Mannheim

2005: Fondation Beyeler, Basel (Schweiz)

2007: Yorkshire Sculpture Park, Wakefield (Großbritannien)

2009: Meijer Gardens & Sculpture Park, Grand Rapids, Michigan (USA)

2011: Museum Beelden aan Zee, Den Haag (Niederlande)

2013: Fondation Maeght, Saint-Paul-de-Vence (Frankreich)

2015: Middelheimmuseum Antwerpen (Belgien)

2017: Museum Liaunig, Neuhaus (Österreich)

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