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Auch die Tagesschau berichtet von der Veranstaltung mit Emanuel Macron und Frank-Walter Steinmeier. Im gezeigten Beitrag waren Emily Golia und Linda Hu (oben links) gut zu erkennen.

Botschafter bei den Staatschefs

Bad Homburger Schülerinnen treffen Frank-Walter Steinmeier und Emmanuel Macron

Zwei Bad Homburger Schülerinnen des Kaiserin-Friedrich-Gymnasiums sind Botschafter des Friedens und konnten im Rahmen eines Projektes die beiden Präsidenten Steinmeier und Macron treffen.

Die Begegnung mit einem Staatsoberhaupt ist nicht gerade vielen Schülern vergönnt; erst recht nicht das Treffen mit gleich zwei Oberhäuptern. Doch genau diese Erfahrung durften Emily Golia und Linda Hu vom Kaiserin-Friedrich-Gymnasium machen. Die Jugendlichen trafen nicht nur Bundespräsidenten Frank-Walter Steinmeier, sondern auch den französischen Staatspräsidenten Emmanuel Macron. Ein Erlebnis, das sie nicht so schnell vergessen würden, darüber waren sich die 16-Jährigen einig und übertrafen sich beim Schildern des Ereignisses mit Superlativen.

So meinte Emily, es sei ein „aufregendes und einzigartiges Wochenende gewesen“, eine „einmalige Erfahrung“. Dem stimmte Linda Hu zu und ergänzte: „Die Begegnung war generell sehr eindrucksvoll, jedoch auch ziemlich kurz.“ Und weiter: „Es hat meine Erwartung sogar übertroffen“. Beide Männer wirkten sehr sympathisch, doch Macron sei etwas kleiner als er im Fernsehen aussehe. Dafür habe er allerdings eine sehr große Ausstrahlung gehabt und auch sein Französisch sei sehr deutlich und gut zu verstehen gewesen, so die beiden. Doch wie kam die Homburger Mädchen dazu, in Berlin den Staatsmännern zu begegnen?

Emily Golia und Linda Hu (rechts) besuchten mit ihrer Lehrerin Carina Brunk die Tagung in Berlin.

„Wir haben das Ganze unserer Lehrerin Carina Brunk zu verdanken“, erläuterten die Schülerinnen. Denn die Französischlehrerin hatte ihre Schüler dazu ermuntert, sich für das Projekt „Youth for Peace“, zu bewerben. Dabei handelte es sich um eine Veranstaltung, die an das Ende des 1. Weltkrieges vor genau 100 Jahren erinnern sollte. Linda und Emily waren sofort Feuer und Flamme für das Projekt, denn sie waren überzeugt, dass das ein Beitrag für Frieden sein könne. Und die Schülerinnen aus Bad Homburg überzeugten auch die Veranstalter. So wurden sie mit insgesamt 100 Jugendlichen aus Frankreich und Deutschland, ihren 60 Lehrern sowie 400 Studenten aus 48 Ländern Europas und Afrikas nach Berlin eingeladen. Hier sollten sie als Botschafter für den Frieden fungieren. Das hieß, sich austauschen und in diversen Gruppenarbeiten Konzepte entwickeln, die zum friedvollen Miteinander beitragen sollten

„Ich habe nicht nur viele Menschen aus unfassbar vielen Ländern kennengelernt, sondern auch etwas fürs Leben gelernt. Nirgends sonst hätte ich so gut sehen können, dass die Konflikte zwischen Ländern oft nur auf Probleme der Vergangenheit beruhen und wir Jugendliche, gemeinsam für den Frieden gewaltfrei kämpfen können“, erzählte Emily. Am meisten habe sie überrascht, dass manche Studenten aus Israel und Palästina kamen und trotz des Krieges in ihrer Heimat wie Freunde miteinander umgegangen seien. „Es gab überhaupt keine Vorurteile, und ich wünschte die Politiker der Länder könnten das auch einsehen“, fuhr die 16-Jährige weiter fort.

Ein Höhepunkt sei der gemeinsamen Disco-Abend mit allen Studenten, Schülern und Lehrern gewesen. „Es war ein außerordentlich schöner Abend, Menschen aus mehr als 48 Ländern waren auf einer Tanzfläche vereint“, erinnerte sich Linda. Das sei wie die Verschmelzung verschiedener Kulturen gewesen. Das Größte sei jedoch der Fototermin mit den beiden Präsidenten gewesen. Auf dem Bild sind die beiden KFG-Schülerinnen sehr gut zu erkennen. Daher waren sie besonders stolz, als es in sämtlichen sozialen Medien und sogar in der Tagesschau gezeigt wurde.

Für Macron dürfte es einer der wenigen angenehmen Termine der jüngeren Vegagenheit geswesen sein, denn kaum zurück in Frankreich, brach der Protest der „Gelbwesten“ los, der unser Nachbarland in eine tiefe Krise gestürzt hat.

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