Pferdekoppel östlich der Hasengärten in Oberstedten, im Hintergrund Tannenwaldallee und Gotisches Haus. Hier hatte die Stadt Bad Homburg im Rahmen der Bewerbung für die Landesgartenschau 2027 ursprünglich den Philippspark geplant.
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Pferdekoppel östlich der Hasengärten in Oberstedten, im Hintergrund Tannenwaldallee und Gotisches Haus. Hier hatte die Stadt Bad Homburg im Rahmen der Bewerbung für die Landesgartenschau 2027 ursprünglich den Philippspark geplant.

Stadtplanung in Bad Homburg

Bürgerpark ja, aber nicht an der Tannenwaldallee

  • Anke Hillebrecht
    vonAnke Hillebrecht
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Stadt Bad Homburg plant keinen Philippspark, sucht aber Flächen für Freizeitanlage

Bad Homburg -Bei der Ferienfraktion der BLB am vergangenen Montagabend hatten sich die Anwesenden in Rage geredet. Mit Blick auf die Weizenfelder, die kastaniengesäumte Tannenwaldallee und im Hintergrund die Stadt malte man sich aus, wie schade es wäre, wenn diese Landschaft in einen Bürgerpark umgebaut würde.

Wie mehrere Teilnehmer in Erfahrung gebracht haben wollen, plant die Stadt noch immer einen Bürgerpark rechts und links der Allee - auch wenn die Stadt nun die Bewerbung für die Landesgartenschau (LGS) 2027 zurücknimmt.

Zudem stehen schon seit einiger Zeit an der Tannenwaldallee Schilder, die Spaziergänger unter der Überschrift "Landgräfliche Gartenlandschaft" über einem "zukünftigen Neuen Philippspark" an dieser Stelle informieren. Er solle sich als "ausgedehnte Grünverbindung ... über ein wesentlich größeres Gelände erstrecken". Auch "neuzeitliche Elemente der Gartengestaltung" sollen laut Schild einen Platz finden.

Doch nun meldet sich die Stadt erläuternd zu Wort. "Mit dem Rückzug der Bewerbung für eine LGS ist auch die Planung für einen Neuen Philippspark beendet", heißt es in einer Pressemitteilung als Reaktion auf den Bericht über die Ferienfraktion in dieser Zeitung.

"Planungen von 2004 sind sehr vage"

Die Überlegungen für einen "Neuen Philippspark" auf den landwirtschaftlich genutzten Flächen gingen auf einen Beschluss von 2004 zurück. "Die Stadtverordneten haben damals einen Rahmenplan für die Entwicklung der Landgräfliche Gartenlandschaft beschlossen." Die dort genannten Ziele seien im Kleinen Tannenwald und dem Forstgarten umgesetzt. Der Rahmenplan nenne auch für den ehemaligen Philippsgarten Ziele. "Die Aussagen von 2004 bleiben jedoch sehr vage." Der historische Philippsgarten sei "innerhalb der Fläche des geplanten Neuen Philippsparks" darzustellen, heiße es dazu. "Was genau darunter zu verstehen sei, blieb 2004 offen."

Im Zuge der LGS-Bewerbung sei eine Fläche für Freizeitnutzung als Neuer Philippspark vorgeschlagen worden. Eine Machbarkeitsstudie hätte diesen Vorschlag vertiefen sollen. "Mit dem Rückzug der Bewerbung sind auch die Machbarkeitsstudie und damit die weitere Planung eines Geländes für Freizeitnutzung auf diesen Flächen beendet."

Man verfolge die Idee eines Bürgerparks weiter, so die Stadt - allerdings an anderen Orten. Sie verweist auf das Integrierte Stadtentwicklungskonzept. Ein Wunsch darin sei eine Anlage außerhalb der historischen Parkflächen, in der "Grillen, Spielen und ähnliche Aktivitäten möglich sind". Die Stadtverordneten hatten diese Idee 2019 als Teil des Regiebuchs für die Entwicklung der Stadt beschlossen. Resümee: "Die Frage, wo in der Stadt eine solche Fläche liegen könnte, muss die Verwaltung nach dem Ende der Planung für den Philippspark neu stellen."

Möglich, dass nun auch keine Bürgerinitiative mehr gegründet werden muss. Dazu hatten sich Anwohner verständigt, die am morgigen Freitag (19 Uhr) im Haus Noorden Näheres besprechen wollten. Zumindest noch nicht. Von anke hillebrecht

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