27.08.2020, Bayern, Würzburg: Zwei Polizisten nehmen an einer Tram-Haltestelle von einer Frau nach einem Verstoß gegen die Maskenpflicht im öffentlichen Nahverkehr die Personalien auf. Am 23.10.2020 finden bayernweite Kontrollen zur Einhaltung der Maskenpflicht statt. Foto: Nicolas Armer/dpa +++ dpa-Bildfunk +++
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Im Hochtaunuskreis gibt es eine dringende Empfehlung eine Mund-Nasen-Bedeckung auf belebten Straßen und Plätzen zu tragen.

Verschärfte Maßnahmen

Corona im Hochtaunuskreis – Diese Regeln gelten jetzt

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  • Alexander Gottschalk
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Die Neuinfektionen mit dem Coronavirus steigen im Hochtaunuskreis weiter an. Die höchste Corona-Warnstufe von 75 wurde überschritten. Diese Regeln gelten jetzt.

  • Im Hochtaunuskreis liegt die 7-Tage-Inzidenz bei 83,9.
  • Um die Ausbreitung des Coronavirus einzudämmen, hat der Hochtaunuskreis die Regeln verschärft.
  • Die maximale Teilnehmerzahl für private Feiern wurde verringert.

Hochtaunuskreis - Die Zahl der Infektionen mit dem Coronavirus ist im Hochtaunuskreis am Donnerstag auf 878 Fälle gestiegen. Das Hessische Sozialministerium meldete 52 Neuinfektionen. Die 7-Tage-Inzidenz erreichte damit einen neuen Höchstwert von 83,9 Fällen pro 100.000 Einwohner. Ab Freitag (23.10.2020) gelten daher strengere Regeln.

Der Hochtaunuskreis hat mit der Inzidenz von 83,9 die höchste Corona-Warnstufe überschritten. Die Steuerung der medizinischen Lage im Hochtaunuskreis obliegt laut dem Konzept des Landes Hessen nun dem Planungsstab Covid-19 des Sozialministeriums. In ganz Hessen steigen die Coronazahlen an.

Hochtaunuskreis wird Corona-Risikogebiet - Corona-Maßnahmen drastisch verschärft

Aufgrund der zunehmenden Corona-Infektionen im Hochtaunuskreis gelten ab Freitag, 23.10.2020, verschärfte Maßnahmen. Diese gelten vorerst bis zum 06.11.2020.

Im einzelnen sind eine verstärkte Maskenpflicht, Besuchsregelungen für Altenheime und Regelungen für Sportveranstaltungen geplant. Die Maßnahmen sehen wie folgt aus.

  • Private Kontakte: Im öffentlichen Raum dürfen sich nur maximal fünf Personen oder Angehörigen von zwei Hausständen treffen.
  • Private Feiern: Die Personenzahl für private Feiern in öffentlichen oder eigens angemieteten Räumen ist weiter beschränkt worden. Auch dort dürfen nur noch bis zu fünf Personen oder Angehörige von maximal zwei Hausständen anwesend sein. Am 20. Oktober hatte der Kreis die Zahl auf zehn beschränkt. Für Feiern im privaten Raum gibt es eine dringende Empfehlung diese Regeln ebenfalls einzuhalten.
  • Öffentliche Veranstaltungen: Die Teilnehmerzahl ist bei Zusammenkünften, Veranstaltungen und Kulturangeboten auf maximal 100 Personen begrenzt. Ausnahmen müssen mit dem Gesundheitsamt abgestimmt werden.
  • Maskenpflicht: Außer in Gastronomiebetrieben muss der Mund-Nase-Schutz bei öffentlichen Veranstaltungen, in Kirchen, bei Trauerfeiern und beim Besuch öffentlicher Einrichtungen auch am Sitzplatz getragen werden.
  • Alkoholverkauf und Sperrstunde: Der Verkauf und die Abgabe von Alkohol sowie der Alkoholkonsum im öffentlichen Raum sind zwischen 23 Uhr und 6 Uhr verboten. Die Sperrstunde gilt ab einer Inzidenz von 50 von 23 bis 6 Uhr.
  • Masken im öffentlichen Raum: Für belebte Straßen und Plätzen, auf denen es voraussichtlich nicht möglich ist, das Abstandsgebot von 1,5 Meter einzuhalten, gibt es eine dringende Empfehlung eine Mund-Nasen-Bedeckung zu tragen.

Zusätzlich gelten die zuvor beschlossenen Regeln weiterhin. Mit den Maßnahmen soll die Ausbreitung des Coronavirus im Hochtaunuskreis eingedämmt werden.

  • Schule: Ab der 5. Klasse herrscht Maskenpflicht an Schulen. Schulsport soll kontaktlos und im Freien stattfinden, für Grundschulen nur kontaktlos.
  • Alten- und Pflegeheime: Ab einer Inzidenz von 50 dürfen in Alten- und Pflegeheimen nur noch drei Besuche pro Woche mit maximal zwei Personen für eine Stunde durchgeführt werden.
  • Sport: Profisportveranstaltungen finden ab einer Inzidenz von 35 ohne Zuschauer statt.

Corona im Hochtaunuskreis: Aktuelle Fallzahlen und Regeln

Bei der Meldung der Corona-Infektionszahlen geht der Hochtaunuskreis neue Wege. So sollen keine eigenen Pressemitteilungen mehr verschickt werden, da diese zu einer widersprüchlichen Darstellung des Infektionsgeschehens führen könnten, hieß es von der Kreisverwaltung. Stattdessen seien die Zahlen des Hessischen Ministeriums für Soziales und Integration (HSMI) ausschlaggebend.

Für aktuelle Meldungen wird die App oder die Website des Hochtaunuskreises empfohlen. Auch das HSMI stellt informationen bereit.

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