Taunus

Coronavirus in Bad Homburg: 55 000 Bürger-Masken sind jetzt bestellt

Die Stadt Bad Homburg will alle ihre Bürger im Kampf gegen das Coronavirus mit Schutzmasken ausstatten.

Bad Homburg - Jeder Bad Homburger Bürger bekommt von der Stadt eine Stoff-Maske für Mund und Nase. Insgesamt 55 000 Stück hat die Verwaltung beim Hersteller in Albstadt (Baden-Württemberg) bestellt. Der Corona-Krisenstab entwickelt derzeit ein Konzept dazu, nach welchem Schlüssel die Masken verteilt werden, und auf welche Art die Bürger sie erhalten sollen. Das sagte Stadt-Sprecher Marc Kolbe auf Anfrage dieser Zeitung. "Das ist eine sehr komplexe Aufgabe. Wir wollen keine Massenaufläufe von Menschen, die eine Maske haben möchten, riskieren", erklärte er.

Die bei 95 Grad Celsius waschbaren weißen Schlauch-Schals kann man bei Bedarf (etwa beim Einkaufen) über Mund und Nase ziehen und mittels einer Kordel an den Ohren befestigen. Sonst trägt man sie, wie einen Loop-Schal, um den Hals. Die Größe lässt sich mit Hilfe der Kordel variieren, so passt die Maske auch Kindern.

Bad Homburg: Stoff aus High-Tech-Faser

Der Stoff ist aus einer antimikrobiellen High-Tech-Faser. Dank eingeschmolzener Silberionen wird das Wachstum von Bakterien gehemmt. Dieser Effekt bleibt auch nach dem Waschen erhalten.

Die Stadt erwarte die ersten Lieferungen in dieser und der kommenden Woche, so Kolbe weiter. Er betonte aber auch, dass niemand unvorsichtig werden dürfe, nur weil er eine Maske trage: "Die Masken sind kein Ersatz für die derzeit gültigen Regeln, nach denen wir alle leben. Sie sind lediglich ein zusätzlicher Schutz für die wenigen Male, die man nach draußen geht." 

cg

Die Hochtaunus-Kliniken in Bad Homburg haben ihre Arbeit nun stark auf die Behandlung von Corona-Patienten umgestellt. Es wurde sogar eigens eine zweite Intensivstation errichtet.

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