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Die Dampfbahn schnauft unter dem Weißen Turm

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Eine kleine Rundfahrt mit der Mini-Dampflok haben am Wochenende viele Besucher - vor allem die kleinen Gäste - gerne mitgemacht.
Eine kleine Rundfahrt mit der Mini-Dampflok haben am Wochenende viele Besucher - vor allem die kleinen Gäste - gerne mitgemacht. © jp

Großes Lob vieler Gäste für die bunte Vielfalt in der Adventszeit.

Bad Homburg -Strahlende Kinderaugen vor hell erleuchteten Buden, Grüppchen, die bei Glühwein, Flammkuchen und Crêpes zusammen stehen oder Paare, die gemütlich von Häuschen zu Häuschen schlendern. Wohin man auch schaut, es herrscht eine heimelige Atmosphäre auf dem romantischen Weihnachtsmarkt am Bad Homburger Schloss. Vom Schlossplatz über die Herrngasse bis hinauf zum oberen Schlosshof reihen sich die kleinen Hütten aneinander, winterlich-gemütlich geschmückt und mit einem Angebot, bei dem für jeden etwas dabei ist.

Unzählig scheinen die Möglichkeiten, mit Weihnachtsschmuck aus Keramik und Holz, Herrnhuter Sternen oder liebevoll gestalteten Adventskränzen auch das eigene Zuhause für die kommenden Wochen zu schmücken. Sollten die Temperaturen sinken, steht eine breite Auswahl an Hüten, Schaffellen, Schals, Mützen und Tüchern zur Verfügung, damit es weiterhin kuschelig bleibt. Besonders weich ist die Wolle am Stand von Alicia Eisele, wo es feinste Kreationen aus Alpaka-Wolle gibt. Auch sonst geht es kreativ zu, Armbänder, Ohrringe und Ketten in allen Variationen und aus den verschiedensten Materialien sind ebenso im Angebot wie wunderschöne Windlichter oder Kerzenständer.

Handgenähte Ledertaschen in vielen Ausführungen gibt es bei Basak Bicakci-Sapaz, ebenso wie Geldbörsen und maßgeschneiderte Lederarmbänder. Kunstvoll geht es unter anderem vor dem Schloss zu, hier warten Holzenten in unterschiedlichsten Größen auf ein neues Zuhause, genauso wie feinste Schnitzereien aus Holz. Im Innenhof der mächtigen Mauern, gegenüber von duftenden Stoffsäckchen und hübschen Gestecken ein Stand, der Kinderherzen höher schlagen lässt. Romana Grzesiek und ihr Mann bieten allerliebste Teddybären in vielen Größen.

„Barbara Bukowski hat vor über 30 Jahren in Schweden begonnen, Teddybären für ihre Söhne zu nähen,“ erklärt Hubert Grzesiek, „daraus ist Bukowski Design entstanden.“ Und dass die Kuscheltiere mit viel Liebe entworfen sind, sieht man den kleinen Knopfaugen sofort an. Gleich um die Ecke geht es weiter für die Jüngsten, die Dampfeisenbahn dreht ihre Runden in diesem Jahr vor malerischer Taunuskulisse durch einen hell erleuchteten Winterwald.

Faszination Schneekugeln

Schneekugeln begeistern seit eh und je, das finden auch Nike und Wilhelm Hartmann, zehn und sieben Jahre alt, die, gestärkt mit Bratwurst und Popcorn, bei den bunten Kugeln stehengeblieben sind.

„Es sieht einfach so schön aus, wenn die Schneeflocken langsam auf Schneemänner, Weihnachtsbäume oder kleine Häuschen fallen“, beschreibt Nike ihre Faszination für das Spielzeug.

Begeistert vom Weihnachtsmarkt im Schlossstädtchen zeigt sich auch Jochen Ickert aus Bockenheim. „Obwohl ich Frankfurter bin, gebe ich neidlos zu, dass der Bad Homburger Weihnachtsmarkt viel schöner ist als der Frankfurter“, so Ickert überzeugt. „Hier ist es viel gemütlicher, gut besucht und trotzdem steht man sich nicht auf den Füßen herum.“

Wer vom Schlendern und Gucken Hunger bekommt, kann aus einer breiten Palette auswählen. Neben Klassikern wie Bratwurst, Flammkuchen, Maronen und Waffeln gibt es auch Spezialitäten wie Austern, Pulled Pork, französische Sandwiches, Trüffel oder isländische Fischburger. Lebkuchen, gebrannte Mandeln, Magenbrot und Schokoküsse bieten eine süße Abwechslung zwischen den herzhaften Leckereien. Und natürlich gibt es Glühwein, Kinderpunsch, heiße Schokolade. Fehlen darf hier auch Reichspost Bitter, der feine Bad Homburger Kräuterlikör mit Geschichte nicht. Ganz regional geht es auch bei „Hausgemachtes“ zu, am Stand von Antonia und Fabian, die Wildspezialitäten aus der Region verkaufen, wie Wildschweinwürste, eingebettet in ein Brötchen von Taunus-Brot aus Neu Anspach oder Rotwildknacker im Sauerteigbrötchen mit Meerrettich. Und dazu passend ein Keilerbier aus Würzburg.

„Gestern Mittag waren wir noch auf der Jagd im Taunus, um drei gings dann hier los“, erzählt Antonia lachend. Mehr Frische und Regionalität geht kaum.

Auch ein wahrer Star aus der Region gibt sich die Ehre, Attila, der „Adler der Eintracht“ hält gemeinsam mit seinem Trainer Norbert Lawitschka Hof am Stand der Eintracht auf dem Weihnachtsmarkt. Majestätisch und gelassen zugleich lässt er sich von großen und kleinen Fans bewundern und fotografieren. Auch Anna Kuntz aus Friedrichsdorf stellt sich für ein Foto ohne Scheu neben den fast vier Kilo schweren Vogel. „Man muss keine Angst haben, er ist ganz ruhig und friedlich“, so das Fazit der Achtjährigen, die wohl gespürt hat, dass ein ganz besonderes Vertrauensverhältnis zwischen Lawitschka und dem Tier besteht.

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