So sieht sie aus, die halb geöffnete AllSky-Kuppel neben dem Container-Leitstand.
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So sieht sie aus, die halb geöffnete AllSky-Kuppel neben dem Container-Leitstand.

Die "AllSky"-Kuppel für die Volkssternwarte in Bad Homburg ist endlich da

Die weiße Kuppel für den weiten Blick

Volkssternwarte nimmt Gestalt an - Linsenteleskop kommt bis Jahresende

Bad Homburg -4,50 Meter groß ist ihr Durchmesser und ihr Name "AllSky" ist Programm - denn sie öffnet sich auf 180 Grad wie eine Muschel und gibt auf diese Weise einen Blick auf den gesamten Himmel frei. Die Rede ist von der "AllSky"-Sternwartenkuppel, die die Astronomische Gesellschaft Orion zur Verwirklichung ihrer Volkssternwarte bei Baader Planetarium im bayerischen Mammendorf bestellt hatte. Am vergangenen Wochenende wurden die Kuppel einschließlich Teleskopsäule und -montierung geliefert und aufgebaut.

Die Firma Baader Planetarium ist für ihre hochwertigen Sternwartenkuppeln weltweit bekannt. So bestellen selbst renommierte Institute, Firmen und Universitäten bei diesem Hersteller ihre Kuppeln - ein Exemplar steht sogar in der Antarktis. In Bad Homburg steht die "AllSky"-Kuppel am Peter-Schall-Haus und dass sie sich so weit öffnen lässt, finden die Mitglieder der AG Orion natürlich klasse, denn, wie Pressewart Michael Feiler sagt: "Das ist ein großer Vorteil bei der Beobachtung gegenüber den klassischen Spaltkuppeln, die nur einen kleinen Schlitz für das Teleskop öffnen können."

Sandwich-Elemente und rostfreier Stahl

Durch die Segment-Bauweise ist die Öffnung der Kuppel laut Feiler flexibel einstellbar und kann zudem ferngesteuert werden. Die Kuppel besteht aus glasfaserverstärkten Polyester-Sandwichelementen und rostfreien Stahlteilen. Die weiße und hochglanzpolierte Oberfläche bildet eine witterungsbeständige Außenfläche. Der Antrieb der Kuppelsegmente erfolgt über separate Motoren für jedes Kuppelsegment. In geschlossenem Zustand ist die Kuppel hermetisch abgedichtet, um das Eindringen von Staub, Schnee oder Insekten zu verhindern.

Beim Aufbau waren natürlich die beiden Vereinsvorsitzenden Oliver Debus und Bernhard Strauch sowie AG Orion-Pressewart Michael Feiler dabei. Aber auch Bürgermeister Dr. Oliver Jedynak (CDU) war gespannt - immerhin steht die Volkssternwarte Hochtaunus im Bad Homburger Stadtteil Dornholzhausen - und ließ sich ausgiebig von der guten Qualität der Kuppel überzeugen.

Demnächst soll noch der "Faltrefraktor" - das ist ein Linsenteleskop - in der Kuppel montiert werden. Es handelt sich dabei um einen 8-Zoll-Refraktor aus der deutschen Teleskop-Schmiede ,Lichtenknecker Optics'. Den Refraktor hatte die AG Orion aus dem Nachlass eines Odenwälder Grafen gekauft. Er muss allerdings ein bisschen umgebaut werden, damit er in die "AllSky"-Kuppel passt.

Jedenfalls: Die Vereinsmitglieder hoffen, bereits Ende des Jahres erstmalig mit dem Teleskop in der Kuppel beobachten zu können. Die Details zu den einzelnen Bauabschnitten und dem Aufbau der Kuppel sind unter www.agorion.de zu sehen.

"Wenn nach dem Einbau des Linsenteleskops noch kleinere, notwendige Arbeiten abgeschlossen sind, können wir die Volkssternwarte Hochtaunus im kommenden Frühjahr dann offiziell eröffnen", ist Pressewart Michael Feiler optimistisch.

Da auch die restlichen Abschlussarbeiten den Verein finanziell fordern, bittet der Verein um weitere Spenden, und zwar auf das Konto der Astronomischen Gesellschaft Orion e.V.: IBAN: DE 305 125 0000 0001 057 480, BIC: HELADEF1TSK Taunus Sparkasse, Zweck: "Volkssternwarte".

Von Sabine Münstermann

Michael Feiler, Oliver Debus, Bürgermeister Dr. Oliver Jedynak und Bernhard Strauch (v.l.) beim Aufbau der unteren Kuppelschale - auch Vereinshund Taco ist dabei.

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