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Die Fahrzeughalle am neuen DRK-Heim ist so gut wie fertiggestellt. Hier sollen künftig 12 Einsatzwagen Platz finden.

Bad Homburg

Der DRK-Neubau nimmt Form an

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In direkter Nachbarschaft zum THW – an der Urseler Straße – verwirklicht das DRK Bad Homburg derzeit seinen Traum vom „Eigenheim“. Der Rohbau steht, der Innenausbau wird fertiggestellt, wenn das notwendige Geld vorhanden ist. Der Vorsitzende sieht das ganz gelassen.

Zum kräftigen THW-Blau hat sich das signalfarbene Rot des DRK gesellt. Von außen sieht das neue Heim der Rotkreuzler bereits aus, als könnten die Mitglieder schon morgen einziehen. Erst wenn man das Gebäude betritt, erkennt man, dass noch einiges an Arbeit zu verrichten ist. Der Estrich ist noch nicht verlegt, in den Bädern fehlen die sanitären Anlagen, und auch Türen und Möbel sucht man bislang vergebens. Allerorten hängen unzählige Kabel aus der Wand. „Der komplette Innenausbau muss noch gemacht werden“, erklärt Günter Krause.

Krause ist der Vorsitzende des DRK-Ortsverbandes Bad Homburg und damit sozusagen Bauherr. Und wenn man mit ihm durch die Räume läuft, merkt man ihm auch den für Bauherren typischen Stolz auf das neue Heim an. Gleich am Eingang werden die Umkleiden und Bäder untergebracht. „Getrennt nach Geschlechtern“, sagt Krause. Was selbstverständlich klingt, betont der Vorsitzende bewusst. Denn am vorherigen Standort in der alten Feuerwache in der Schwalbacher Straße mussten sich Männlein und Weiblein nacheinander umkleiden, da es keine nach Geschlechtern getrennten Räumlichkeiten gab.

Es folgen der künftige Aufenthaltsraum samt Küche, das Zimmer fürs Jugend-Rotkreuz, der große Besprechungsraum mit Ausgang auf die große Terrasse, der Raum für die Einsatzbereitschaft und das Büro für die Führungskräfte. Momentan muss man sich noch mit einem Container im frisch gepflasterten Hof begnügen. Nach Fertigstellung verfügt das DRK über 300 Quadratmeter Nutzfläche – hinzu kommt die große Fahrzeughalle, in der alle 12 Fahrzeuge des DRK Platz finden sollen. Die Halle – allein die Rolltore haben 30 000 Euro gekostet – ist so gut wie fertig, es fehlt nur noch die Elektrik. Aber ein Teil der Fahrzeuge, die bislang in Köppern untergestellt waren, ist dort bereits untergebracht. Krause: „So langsam gewinnt unsere Bereitschaft wieder ihre Einsatzfähigkeit zurück.“

Alles in allem rechnet man beim DRK mit Baukosten von einer Million Euro. Viel Holz für einen kleinen Ortsverein – auch wenn so mancher Bürger das mitunter anders sieht. „Wir werden immer wieder auf unsere Einnahmen durch den Hausnotruf, den Rettungsdienst oder Essen auf Rädern angesprochen“, erklärt Krause. Das Problem: Diese Angebote spülen tatsächlich Geld in die Kasse – nur nicht in die Ortsvereins, sondern in die des Kreisverbandes. „Der Kreis und der Ortsverein sind zwei verschiedene Paar Stiefel“, so Krause.

Wo wir schon beim lieben Geld sind: Wie das bei einem Neubau so üblich ist, gab es auch für das DRK die ein oder andere böse Überraschung. Zunächst stellte sich heraus, dass bei der Gründung des Gebäudes sehr viel mehr Erde (insgesamt 2000 Kubikmeter) abgetragen werden musste als zunächst angenommen. „Mehrkosten von 50 000 Euro“, bilanziert Krause trocken. Dann musste an einer Grundstücksseite eine Stützmauer errichtet werden, mit der man ebenfalls nicht gerechnet hatte, das schlug mit 10 000 Euro zu Buche. Hinzu kam eine allgemeine Steigerung der Baukosten. „Das sind alles Punkte, die selbst bei gründlicher Planung nicht absehbar waren, uns jetzt aber wehtun“, fügt DRK-Schatzmeister Michael Velten an. „Ein Großsponsor käme uns jetzt ganz gelegen.“

Denn sowohl Krause als auch Velten haben nicht vor, das Konto des Ortsvereins zu überziehen. „Ich will keine Schulden machen“, sagt Krause. Daher hängt der weitere Bauverlauf an den eingehenden Einnahmen – oder wie Krause es formuliert: „Wir bauen, wenn wir Geld haben.“ Sollten sich ein oder mehrere Spender finden, so sind diese herzlich eingeladen, einen Betrag auf das Konto des Ortsverbands zu überweisen. Die IBAN lautet DE 88 5125 0000 000 112 8507, Stichwort: Neubau, DRK Ortsverein Bad Homburg.

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