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Endlich im neuen Heim angekommen

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Von: Harald Konopatzki

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Das Herzstück des Hauptgebäudes bildet ein heller Lichthof.
Das Herzstück des Hauptgebäudes bildet ein heller Lichthof. © hko

Erste Einschulungsfeier im Neubau der Maria-Scholz-Schule.

Bad Homburg -„Ihr seid die ersten, die hier in die Sporthalle rein dürfen“, rief Schulleiterin Annette Rosenstock dem Publikum in der Halle der Maria-Scholz-Schule (MSS) gestern Vormittag zu. „Uns hat man heute Morgen die Technik gezeigt, aber davor waren hier nur die Bauarbeiter“, schuf sie auch bei den Jüngsten ein Bewusstsein dafür, dass der ohnehin per Definition besondere Tag der Einschulung an der innerstädtischen Grundschule noch eine Spur besonderer als in anderen Jahren ist.

Denn mit dem Start ins neue Schuljahr ist der Neubau der Schule in der Schwalbacher Straße in Betrieb gegangen - nur wenige Meter neben dem in die Jahre gekommenen Altbau auf der anderen Seite des Eingangs zum Festplatz.

Groß ist die Erleichterung in der Schulgemeinde, dass das lange Warten ein Ende hat. Im August 2017 war mit dem Abriss der alten Feuerwache begonnen worden, doch man stieß zunächst auf schwierige Bodenverhältnisse. Trotzdem war die Inbetriebnahme des 2018 begonnene Neubau zum Schuljahresbeginn 2020/21 geplant, doch Corona und zum Teil gravierende Probleme bei der Bauausführung, die teilweise auch die Kreispolitik beschäftigt hatten, sorgten immer wieder für Verzögerungen - zwischenzeitlich war gar ein Umzug erst zum Herbst kolportiert worden. Dabei sah die Schule von außen bereits seit über einem Jahr „fertig“ aus. Trotzdem mussten immer wieder Gewerke neu ausgeschrieben werden.

Schulleitung lobt Innovationsschub

Nun ging es schnell - und nicht nur die seit gut zwei Jahren amtierende Schulleiterin Annette Rosenstock und ihre Stellvertreterin Daniela Bethge freuen sich über den „Innovationsschub“, den die neuen Räumlichkeiten und vor allem die Ausstattung bedeutet. „Statt der alten Tafeln haben wir jetzt Active-Panels - die hat am ersten Schultag jeder Schüler mal ausprobiert“, so Rodenstock.

Doch weil beim Start ins Schuljahr vor allem die rund 280 Schüler und nicht das Bauwerk im Mittelpunkt stehen sollten, wird die offizielle Einweihung des Campus erst im Herbst vollzogen werden. Dennoch ließen es sich Landrat Ulrich Krebs (CDU) und der zuständige Fachbereichsleiter beim Hochtaunuskreis, Sascha Bastian, nicht nehmen, gestern zur Einschulungsfeier zu kommen. Krebs zeigte sich erleichtert darüber, dass der Neubau nun endlich bezogen werden kann - es habe ja auch lange genug gedauert. „Die Schule ist fertig - endlich werden viele Eltern sagen“, bilanzierte er in einem kurzen Grußwort und wünschte den Erstklässlern einen guten Start. „Ich hoffe, es wird eine schöne Schulzeit für euch“, gab er ihnen mit auf den Weg.

Herzliches Willkommen für die Abc-Schützen

Den ersten Gang in die Klassen ebneten den Abc-Schützen etliche Mitschüler, die für die Feier die Halle dekoriert und einige Programmpunkte einstudiert hatten.

Aus den zweiten Klassen gab’s das Sesamstraßen-Lied („Der, die, das“) zu hören, anschließend schlossen die Erstklässler erste Bekanntschaft mit „Flex und Flora“, dem „offenen Lehrwerk für den differenzierten Deutschunterricht“, wie es der herausgebende Verlag ausdrückt. Die MSS-Schüler brachten es wesentlich lebendiger rüber und führten den „Neuen“ die Anlauttabelle musikalisch vor - von „A wie Affe“ bis „Z wie Zaun“. Dass neben der Sprachheilkunde - die MSS hat dafür eine eigene Abteilung, die Kindern aus dem gesamten Kreis offensteht - die Musik ein zweites wichtiges Standbein ist, zeigten auch die weiteren Beiträger aus der Schülerschaft.

Der Aufbruch in ein neues Zeitalter beschränkt sich übrigens nicht nur auf die Räumlichkeiten. Mit dem Umzug hat sich die Schulgemeinde auch einen frischen Internetauftritt gegeben, der unter der Adresse https://mariascholzschule.de zu finden ist, im Juli wurde nach langer Vorarbeit zudem das Leitbild unter dem Motto „Füreinander, Voneinander, Miteinander“ von der Gesamtkonferenz verabschiedet.

Die „alte“ MSS in der Wiesbadener Straße ist nun komplett verwaist. Bevor dort irgendwann einmal Wohnbebauung entsteht, wird ihr nach aktuellen Plänen noch mindestens eine wichtige Rolle zukommen - als Ausweichquartier für die komplett zu sanierende Gesamtschule am Gluckenstein.

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