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Keine Frage, der Tansania-Basar des Humboldtschule ist Kult: Entsprechend groß war der Besucherandrang bei der 18. Auflage.

18. Tansania-Basar

Engagierte Schüler, Lehrer und Eltern verhelfen dem Tansania-Basar des Humboldtgymnasiums zum Erfolg

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Beim 18. Tansania-Basar der Humboldtschule gab es am vergangenen Freitag nichts, was es nicht gab. So bunt und fröhlich wie das Angebot war auch die Atmosphäre. Der Erlös geht einmal mehr an die Partnerschule nach Afrika.

Als Rektor Stefan Engel den alle zwei Jahre stattfindenden Tansania- Basar der Humboldtschule eröffnet, hat er es trotz Mikrofon schwer, gegen das Stimmengewirr durchzudringen; zu freudig-aufgeregt ist die Atmosphäre bei den rund 1600 Schülern, ihren Lehrern, Eltern, Geschwistern und Freunden.

Ein wahrlich bunter Basar, dessen Angebot weit über das eines üblichen Weihnachtsmarkts hinausgeht: Da gibt es leckere „Reagenzglas-Cocktails“, bunte Schlüsselanhänger aus Filz, „Schneemann-Suppe aus der Hexenküche“, Buttons mit lustigen Sprüchen, knallbunte Kuchenlollis, aus Altpapier hergestellte Vogelhäuschen, Schoko-Fruchtspieße aber auch eine Geisterbahn, Kinderschminken und einen „Escape Room“ (siehe nebenstehenden Text).

Neues Gebäude

An mehreren Stellen trifft man auf die Partnerschule der HUS, die Mwanga High School aus Tansania, die dem fröhlichen Treiben seinen Namen gibt. Zuletzt konnte der afrikanischen Schule mit den Spenden aus den Basaren von 2014 und 2016 der Bau eines Klassenraumgebäudes ermöglicht werden, vom Erlös in diesem Jahr sollen Tische und Stühle für die neuen Räume angeschafft werden.

Schüler, die ihren Beitrag zum Basar nicht in der großen Halle, sondern in einem Klassenzimmer anbieten, haben Plakate und Wegweiser aufgehängt, viele schicken auch Klassenkameraden mit Bauchläden durch die Gänge. Mit Erfolg, denn dem charmanten „Die Kekse schmecken echt lecker, und schließlich ist das für die Kinder in Afrika“ einer Fünftklässlerin kann man sich kaum verschließen, obwohl man vom gerade genossenen Crêpe eigentlich schon satt ist. Auch die Lose, die eine gut gelaunte Riesenerdbeere feilbietet, sind ein Verkaufsschlager, zumal Hubschrauber-Rundflüge als Hauptgewinn locken.

Spürbare Vorfreude

Die vielen Kuchen sowie Weihnachtswaren wie Plätzchen, Stollen, Gelees, handgestrickte Mützen und Dekoratives finden ihre Abnehmer. So sind die rund 50 Adventskränze, die der Englisch-Leitstungskurs in der vergangenen Woche gebastelt hat, schnell vergriffen, und auch afrikanische Handwerkskunst, die vom 1996 gegründeten „Mwanga High School-Hilfe“ angeboten wird, ist begehrt. „Es herrscht so eine tolle, aufgeregte Stimmung, die Vorfreude hat man schon heute Vormittag gemerkt“, freut sich Stefan Engel über das Gewusel im ganzen Haus. Für ihn ist es der erste Tansania-Basar in seiner Funktion als Rektor der HUS, als Vater kennt er den Basar schon seit 2003.

Schwer beschäftigt ist auch Constantin, der sich als rasender Fotoreporter durchs Gewimmel kämpft. Der Siebtklässler ist für die wieder ins Leben gerufene Schülerzeitung „Humboldt Times“ (HUT) unterwegs, die heute mit einer Sonderausgabe am Start ist. Zur Freude der Besucher werden Constantins Fotos direkt per Beamer an die Wand der Halle projiziert.

Nach drei Stunden kann die Schulgemeinschaft stolz resümieren: Eifrige Schüler, engagierte Lehrer, unterstützende Eltern und großzügige Besucher haben einmal mehr zu einem tollen und erfolgreichen Basar beigetragen und gezeigt, was „Sisi ni ndugu“ bedeutet: „Wir sind Brüder.“

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