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Neu-Anspachs Torjäger Marco Weber ist von Gronaus Kapitän Erhan Okuduc (links) nicht zu stoppen.

Fußball Hochtaunus, Gruppenliga Frankfurt West

FC Neu-Anspach und FSV Friedrichsdorf schießen sich fürs Spitzenspiel warm

  • vonStefan Fritschi
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  • Robin Kunze
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Die Serie des TSV Vatanspor reißt im Taunus-Derby bei den Sportfreunden Friedrichsdorf. Tim Pelka führt Stierstadt zum 3:0 gegen Karben.

Hochtaunus -FC Neu-Anspach - SV Gronau 8:0 (2:0): In Abwesenheit des erkälteten Jörg Loutchan erwischte die Mannschaft des FCNA einen absoluten Sahnetag. Der verschnupfte Coach ließ sich von Co-Trainer Turan Pekdemir vertreten und dieser konnte nach dem Spiel von einer "sehr kompakten Mannschaftsleistung" berichten. "Allerdings haben es die Gäste in der ersten Halbzeit nicht schlecht gemacht", so Pekdemir, "sie haben gut verschoben und dagegengehalten."

Torjäger Marco Weber eröffnete in der 17. Minute den Reigen. Bei einem Einwurf des FCNA, der über Freund und Feind hinwegsprang, lauerte Weber und traf aus zwei Metern zur Führung. Vor dem 2:0 durch Luca Calla kurz vor der Pause bediente Weber stark Niklas Kraus, der wiederum freistehend auf Calla ablegte. Uneigennützig war auch Weber in der Schlussphase. Als René Gilles gefoult wurde, wäre er als designierter Elfmeterschütze gefragt gewesen, doch er trat das Recht an Sturmkollegen Yassin Belfkih ab, der letztlich vom Punkt zum Endstand traf.

Tore: 1:0, 3:0 Weber (17., 50.), 2:0, 6:0 Calla (43., 63.), 4:0, 7:0 Berschick (56., 82.), 5:0 P. Kraus (59.), 8:0 Belfkih (84./FE). Gelb-Rot: Bähre (84., wiederholtes Foulspiel). rk

Spvgg. 03 Fechenheim - FSV Friedrichsdorf 1:5 (0:2): Die Gäste stellten die Weichen schon früh auf Auswärtssieg. In der 3. Minute verlängerte Andre Stoss einen Einwurf auf Benjamin Celikci, der am langen Pfosten volley zur Führung traf. "Ab der 20. Minute haben wir Fechenheim vorübergehend besser ins Spiel kommen lassen", sagte FSV-Coach Metin Yildiz, "doch mitten in diese Phase fiel das 2:0." Stoss veredelte eine Flanke von Salko Martinez und stellte so eine komfortable Führung her.

Den "Todesstoß" setzte Yildiz Mannschaft kurz nach Wiederanpfiff. Nach einer tollen Kombination, in die Franco Marino, Moritz Kulick, Patrick Bussian, Darius Neumann und Deniz Güven eingebunden waren, war es erneut Stoss, der ins Tornetz traf. Die Gastgeber kamen zwar noch zum Ehrentreffer, blieben aber über 90 Minuten chancenlos. "Ich hätte sie stärker erwartet. Wir haben auch in der Höhe verdient gewonnen", resümierte Yildiz.

Tore: 0:1 Celikci (3.), 0:2, 0:3, 0:4 Stoss (36., 49., 57.), 1:4 Pereira (70.), 1:5 Marino (87.). rk

SF Friedrichsdorf - TSV Vatanspor Bad Homburg 4:0 (3:0): Die 0:5-Niederlage im Hessenpokal gegen den SV Zeilsheim hatten die Sportfreunde offensichtlich bereits abgehakt, denn gegen den zuletzt starken TSV Vatanspor Bad Homburg waren die Hausherren haushoch überlegen. Nach einer Viertelstunde bediente René Krieg Neuzugang Christopher Skoczny zum 1:0, um anschließend den Endstand per Hattrick selbst herzustellen. Das 2:0 erzielte der Mittelfeldstratege per Foulelfmeter (22.), das 3:0 nach einem Querpass von Skoczny (35.), und beim 4:0 schlenzte Krieg das Spielgerät mit viel Gefühl aus dem Rückraum ins linke Eck.

"Wir haben uns unglaublich viele Chancen herausgespielt und hätten schon nach 10, 15 Minuten mit 4:0 führen können. Dementsprechend geht der Sieg auch in der Höhe mehr als in Ordnung", sagte SF-Trainer Alexandros Theodosiadis. Sein Trainerkollege stimmte ihm zu. "Wir sind mit den vier Toren noch gut bedient. Ich habe die Jungs nach zuletzt vier Siegen vor Selbstzufriedenheit gewarnt, doch manchmal kommen diese Worte eben nicht an", so Vatan-Coach Necip Incesu.

Tore: 1:0 Skoczny (15.), 2:0, 3:0, 4:0 R. Krieg (22./FE, 35., 58.). rk

DJK Bad Homburg - SG Westend Frankfurt 1:3 (0:0): Es war ein ernüchternder Sonntagnachmittag für die DJK. Ein Sieg war durchaus drin. So bleibt die Erkenntnis von Trainer Ibrahim Cigdem: "Wir haben Lehrgeld gezahlt gegen eine abgezockte Truppe." Die erste Halbzeit verlief weitgehend ausgeglichen, beide Mannschaften hatten zwei gute Möglichkeiten. Nachdem er sich in einer Eins-gegen-eins-Situationen behaupten konnte, traf Joel Tekie aus 20 Metern zum 1:0 (51.). Die Freude währte allerdings nicht lange, denn Danijal Brkovic egalisierte nur vier Minuten danach. In der Folgezeit boten sich den Homburgern "zwei Hochkaräter", betonte Cigdem. Doch weder Salih Yasaroglu noch Soufian Chihab trafen. Nach einer Flanke, die gegen den Innenpfosten prallte, staubte Victor Gonta zum 1:2 ab (85.). Mit einem Kontertreffer machte Brkovic alles klar (89.). fri

FV Stierstadt - FC Karben 3:0 (1:0): Der Erleichterung war groß bei Frank Seidenthal. Endlich habe die Null gestanden, konstatierte das FVS-Spielausschussmitglied nach dem zweiten Sieg im siebten Match. Die Stierstädter können sich glücklich schätzen, dass wieder Tim Pelka mitwirkt. In der dritten Minute fing der Torjäger einen Pass ab, lief noch ein paar Meter und schob den Ball ein. Auch bei seinem zweiten Treffer verleitete Pelka den Gegner zum Fehler, Torwart Leos Hundertmark patzte (49.). Und mit einer feinen Einzelleistung machte Murid Escandar alles klar (73.). Zuvor hatte er Pech mit einem Lattentreffer gehabt (35.). "Es war eine geschlossene Mannschaftsleistung. Die Defensive hat kompakt gestanden. Karben ist auch wenig eingefallen", resümierte Seidenthal. fri

SKV Beienheim - 1. FC-TSG Königstein 2:0 (2:0): Bereits nach fünf Minuten gerieten die Königsteiner durch Andrei Dogot in Rückstand. Dies wirkte sich besonders negativ für sie aus, denn "die Platzverhältnisse waren unterirdisch", betonte Trainer Cagakan Kiran. Fußballerisch seien die Beienheimer nicht überlegen gewesen, dafür aber abgezockter. Seine junge Mannschaft hatte Probleme damit, mit der harten Spielweise zurechtzukommen. Das frühe 2:0 von Cristian-Vasile Bodea (31.) wirkte fast schon wie eine Vorentscheidung, denn das Gästeteam vermittelte nicht den Eindruck, noch eine Wende einleiten zu können. Immerhin konnte sich der 1. FC-TSG, der auf seine etatmäßige Innenverteidigung verzichten musste, auf Bugra Dursun verlassen: Der Torhüter vereitelte einige Chancen und parierte einen Foulelfmeter von Ante Paradzik (74.). In der Endphase sah Königsteins Jun Sub Byun die Gelb-Rote Karte. fri

Usinger TSG - SC Dortelweil 2:3 (1:1): Weder Olaf Best noch Marius Walz wollten die Niederlage an den Schiedsrichtern festmachen, doch sowohl Sportchef als auch Trainer zeigten sich irritiert von der Leistung des Gespanns um Referee Marcel Reinke (Hain-Gründau). Größter Aufreger war der Strafstoß, der zum 2:2 führte (70.). "Zum einen war der Elfmeter an sich grenzwertig", sagte Best, "unser Verteidiger Robert Scheithauer hatte seinem Gegenspieler im Laufduell den Arm leicht auf die Schulter gelegt." Kurz darauf glaubte man an der UTSG-Bank, die "Gerechtigkeit habe gesiegt", denn Keeper Dominik Roos parierte den Versuch von Nando Pröckl. Doch Schiedsrichter Reinke ließ den Strafstoß wiederholen.

"Der Linienrichter behauptete, ein Spieler sei zu früh in den Strafraum gelaufen, der Schiedsrichter aber erklärte, unser Torwart habe sich zu früh von der Linie bewegt", berichtet Walz. Der zweite Versuch von Marvin Strenger führte zum Ausgleich, kurz darauf markierte der Angreifer zudem das 3:2 für die Gäste.

Tore: 1:0 Kaus (11.), 1:1 Steffen (24.), 2:1 Hübsch (61.), 2:2/2:3 Strenger (70./FE, 77.). rk

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