Der Elisabethenstein gleich hinter dem Peter-Schall-Haus ist für die Ferienspielkinder ein wichtiger täglicher Treff zum Klettern und Spielen.
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Der Elisabethenstein gleich hinter dem Peter-Schall-Haus ist für die Ferienspielkinder ein wichtiger täglicher Treff zum Klettern und Spielen.

Bad Homburg

Ferienspiele: Wikinger-Schach und Kletterfelsen-Polizei

  • VonKatja Schuricht
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Bei den Ferienspielen der AWO in Bad Homburg kommen alle Kinder auf ihre Kosten. Vor allem wird viel gespielt.

Bad Homburg -Für Julius schlägt in diesen Tagen seine Lieblingsstunde gleich nach dem Mittagessen. "Dann spielen wir immer Fußball - wir Kinder gegen die Betreuer", erzählt der Elfjährige. Julius genießt die letzten beiden Wochen Sommerferien bei den städtischen Ferienspielen im und rund um das Peter-Schall-Haus.

Seit Jahrzehnten führt die AWO die Spiele durch . "Ich bin jedes Jahr dabei, es macht einfach alles großen Spaß. Und die Betreuer sind alle sehr nett", berichtet er. "Endlich komme ich wieder mal raus", sagt Leonie, die wie Julius schon oft dabei war. Die Elfjährige ist ein großer Fan des Outdoor-Spiels Wikinger-Schach, ein Geschicklichkeitsspiel mit Wurfhölzern, das die Ferienspielkinder und ihre Betreuer auf der große Wiese hinter dem Peter-Schall-Haus immer mal wieder zwischendurch spielen.

"Aber die größte Anziehung übt für die Sechs- bis Elfjährigen immer noch der Elisabethenstein aus, der nur ein paar Schritte entfernt ist", verrät Natalie Ott, die pädagogische Leiterin der Ferienspiele. Das Naturdenkmal, erzählt sie, sei definitiv die beliebteste Spielstation, gleich nach der Schlammrutsche.

Im Freien spielen

Die Felsformation dient den Kindern nicht nur zum Kraxeln. "Hier machen sie auch Rollenspiele", führt Ott aus. "Es gibt eine Kletterfelsenpolizei und Läden, in denen die Kinder mit Steinen und Tannenzapfen bezahlen. Diese Rollenspiele haben eine langjährige Tradition", erzählt Natalie Ott, die sich freut, dass die Kinder in diesem Jahr im Freien ohne Masken spielen können. "Das ist lockerer als im vergangenen Jahr", meint sie.

Außerdem können die Kinder draußen auch gruppenübergreifend spielen, auch das war 2020 noch nicht möglich. "Da mussten die Kinder in ihren Dreier- oder Vierergruppen bleiben", erinnert sich die pädagogische Leiterin, die in den vergangenen vier Jahren bereits als Betreuerin dabei war.

Für viele der 60 Mädchen und Jungen, so ihre Erfahrung, ist die Teilnahme an den Ferienspielen im Peter-Schall-Haus wie ein Wiederankommen, ein bisschen Heimat. "Die Kinder sind insgesamt alle sehr entspannt", fällt ihr auf. Auch, was die Hygieneregeln und das Testen betrifft. "Das kennen sie ja alle aus der Schule", meint Ott.

Bei all den verschiedenen Spiel , Bewegungs- und Kreativangeboten drinnen und draußen (bei den Spielen ist Pokern in diesem Jahr besonders beliebt), ist der pädagogischen Leiterin eines wichtig: "In diesem Jahr legen wir besonders großen Wert auf gemeinschaftliche Spiele", betont Natalie Ott. "Denn die Kinder sollen in diesen Tagen diese Freiheit genießen, endlich wieder gruppenübergreifend spielen zu können. "Das ist das Schönste", sagt Natalie Ott. Von Katja Schuricht

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