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Feuerwehr-Behelfshalle an der PPR-Kreuzung: Warten auf Kirdorf

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Von: Anke Hillebrecht

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Eingeklemmt zwischen Feuerwehr-Behelfshalle (links) und Covid-Testzelt wirkt Wretmans "Big Half Foot" plötzlich reichlich klein.
Eingeklemmt zwischen Feuerwehr-Behelfshalle (links) und Covid-Testzelt wirkt Wretmans "Big Half Foot" plötzlich reichlich klein. © priedemuth

Die hohe Garage verschwindet erst aus Dornholzhausen, wenn sie in Kirdorf aufgestellt werden kann. Zuvor muss dort aber der Umbau im Usinger Weg losgehen.

Dornholzhausen/Kirdorf - Leidenschaftlich wurde gestritten, wo in der Stadt die von der Verwaltung für 100 000 Euro angekaufte "Blickachsen"-Skulptur "Big Half Foot" von Fredrik Wretman aufgestellt wird. Die Dornholzhäuser setzten sich durch und erhielten die Skulptur für den Parkplatz vor dem Vereinshaus - dort werde sie "von vielen vorbeifahrenden Autofahrern gesehen", hieß es vor zwei Jahren. Jetzt verschwindet die immerhin 2,40 Meter hohe Bronze plus Sockel zwischen der hohen Behelfshalle für die Feuerwehr und einem Corona-Testzelt.

In der jüngsten Ortsbeiratssitzung stellte die CDU die Anfrage an den Magistrat, wann die Feuerwehrhalle denn verschwinde - nun, da das nagelneue Gerätehaus am Ende der Dornholzhäuser Straße in Betrieb ist. Die Vertreterin der Stadt erklärte, dass das hohe, quaderförmige Gebäude erst dann abgebaut werde, wenn es in Kirdorf aufgestellt werden könne. Dort soll es ebenfalls ein Fahrzeug aus dem Fuhrpark der dortigen Freiwilligen Feuerwehr aufnehmen, wenn das in die Jahre gekommene Gerätehaus im Usinger Weg umgebaut wird. Doch dafür müsse zunächst der dortige Bebauungsplan geändert werden. Platz für eine Zwischenlagerung der Behelfshalle sei nicht vorhanden.

Das Gerätehaus im Usinger Weg bedarf dringend einer Modernisierung. Zwischenzeitlich mussten sogar Dixie-Toiletten aufgestellt werden; auch die Umkleidesituation ist nicht mehr zeitgemäß.

Umkleide-Container vor Gerätehaus

Ein Neubau mit dem von Stadt und Feuerwehr entwickelten Raumkonzept, das die Feuerwehrdepots synergetisch mit dem Bevölkerungsschutz kombiniert und sich in Ober-Eschbach gut bewährt hat, ist im Usinger Weg nicht möglich, da der Platz fehle, erläutert der Bad Homburger Feuerwehr-Chef Daniel Guischard - das jetzige Gerätehaus ist eng umbaut.

Wie Rathaussprecher Marc Kolbe sagt, ist aber ein umfangreicher Umbau geplant. Zunächst sei allerdings der Neubau in Ober-Erlenbach dran - das Planungsverfahren könne Ende 2022 in Gang gesetzt werden. Für die Behelfshalle müssten zunächst ein Abrissantrag gestellt und eine Baugenehmigung für den Wiederaufbau erteilt werden. Zudem gibt es im Rathaus inzwischen ein neues Spar-Diktat wegen des Einbruchs der Gewerbesteuer. "Wir sind uns aber der Dringlichkeit des Umbaus bewusst", so Kolbe.

Und was ist in Kirdorf geplant? "Zunächst wollen wir die Umkleide-Situation der Einsatzkräfte verbessern", sagt Guischard. Dafür seien auch Mittel im aktuellen Haushalt eingestellt. Derzeit ziehen sich die Einsatzkräfte nah bei den Einsatzfahrzeugen um - das kann, wenn es hektisch wird, gefährlich sein.

Vorgesehen ist ein Container vorm Gerätehaus, in dem sich Männer und Frauen getrennt umziehen und duschen können. Er werde dann so angeordnet, dass er den ausrückenden Fahrzeugen nicht im Weg steht. Der Umkleidecontainer könnte, geht es nach den Feuerwehrleuten, so schnell wie möglich aufgestellt werden, er werde aber auch in Ober-Erlenbach gebraucht. Die hohe Behelfshalle an der PPR-Kreuzung ist dafür nicht geeignet; sie beherbergt Fahrzeuge. - Könnte darin nicht die Corona-Teststation untergebracht werden?, so eine im Ortsbeirat geäußerte Idee. Der Apotheker, der sie betreibt, habe nichts dagegen.

Doch, wie Guischard erklärt, ist die Halle gar nicht leer - ein Anhänger stehe noch drin. Somit kommt die Halle wohl erst weg, wenn in Kirdorf der große Umbau im laufenden Betrieb losgeht. Das Testzelt wiederum, das den "Fuß" verdeckt, habe eine Genehmigung bis Ende Mai, sagt Kolbe - die könne aber auch noch verlängert werden.

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