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Robert Menke, Sonja Meides und Torsten Schüler (v.l.) wollen mit ihren knallgelben Foodtrucks ihren Kunden nicht nur leckeres Essen, sondern auch Entertainment bieten.

Essen in Bad Homburg

Die Foodtrucks von Robert Menke sind auf der kulinarischen Überholspur

Robert Menke freut sich. Er hat auch allen Grund dazu, denn sein Foodtruck-Konzept „Mutti freut sich“ ist eineinhalb Jahre nach dem Start schon mehr als gut etabliert – weitere Expansionen sind in Planung.

Was haben die Commerzbank Arena, der Zimmersmühlenweg in Oberursel, der Homburger Weihnachtsmarkt, das Mertonviertel und der Hockenheimring gemeinsam? Überall dort – und an vielen weiteren Orten – kann man „Premium-Streetfood“ aus einem umgebauten U.S.-School-Bus genießen. An derzeit acht festen Standplätzen sind die drei knallgelben Gefährte über die Woche verteilt zu finden, hinzu kommen Märkte, Messen, Heimspiele der Eintracht, Konzerte und private sowie geschäftliche Feiern.

Der gebürtige Erfurter Robert Menke hat mit den ebenso urigen wie auffallenden Schulbussen seit März 2017 ein Markenzeichen geschaffen, das für innovatives Essen steht. Gerade ergänzen Wildburger aus Taunushirsch mit Preiselbeer-Mayo und Rotkraut in Roggenbrötchen mit rosa Pfeffer sowie Trüffel-Pommes als herbstliche Variante die Speisekarte. Standardmäßig sind Burger-, Wurst-, Wrap- und Suppen-Variationen sowie vegetarische und vegane Gerichte an Bord.

Doch wie kommt ein ausgebildeter Versicherungskaufmann und Schauspieler dazu, ein Foodtruck-Unternehmen ins Leben zu rufen? „Während des Schauspielstudiums habe ich 2009 mit einer Freundin das ,Obstwerk‘ gegründet, weil ich ein sicheres Standbein wollte“, erzählt der 38-Jährige. Aus dem gut funktionierenden Konzept mit frisch geschnippeltem Obst, Smoothies, Trockenfrüchten, Marmeladen und Ähnlichem entsprang die Idee, „etwas Mobiles zu kreieren, mit dem sich Kunden und Mitarbeiter wohlfühlen.“ Eine ganze Weile hat er den Foodtruck-Markt beobachtet und dann aus Ohio einen Schulbus Baujahr 2004 importiert, diesen größtenteils in Eigenregie umgebaut und im März 2017 sein erstes Event damit gecatert.

„Die Namensfindung ,Mutti freut sich‘ war eine der prägendsten Eingebungen, die ich je hatte. Das ist emotional, hat Kraft, verschafft Vertrauen. Der Kunde sieht, dass er ein ehrliches, echtes Produkt bekommt.“ Namensgeberin, die „Mutti“, ist übrigens Menkes Obstwerk-Mitbegründerin Petra Meides. Beide Firmen haben ihre Zentrale (Küche, Lager, Verwaltung) an der Karlsbrücke in Dornholzhausen. Menke, Ernährungsberaterin und „Mutti“-Tochter Sonja Meides, der Koch Marc Schwan tüftelt hier ständig neue Kreationen aus. Inzwischen touren vier Festangestellte und etwa zehn Aushilfen in drei knallgelben Foodtrucks durch die Region, und nicht selten ist der Chef selbst mit unterwegs. Beim Homburger Weihnachtsmarkt wird „Mutti freut sich“ ebenfalls vor Ort sein. Um auch bei größeren Feiern adäquat catern zu können, wird gerade ein zusätzlicher Anhänger umgebaut.

Das Unternehmen macht übrigens keine Winterpause, aber natürlich stellt das Wetter ein unternehmerisches Risiko dar. Um das abzufedern, haben sich Menke und Crew ein „Business Catering“ einfallen lassen: In hübsche Kartons verpackt liefern sie Imbiss-Variationen in Büros. Was früher die „Canapées“ waren, sind jetzt Mini-Burger, Wraps und kultige Brotstullen.

Und das Unternehmen expandiert weiter: Fürs kommende Jahr sind zusätzliche Trucks für Thüringen und den Ruhrpott in Planung, außerdem wird am Frankfurter Osthafen eine feste Niederlassung entstehen, wo die Gerichte aus einem umgebauten Schiffscontainer heraus verkauft werden – aber schulbusgelb wird der natürlich sein.

„Die Schauspielerei ist komplett nach hinten gerückt. Ich gehe mit ,Mutti‘abends schlafen und wache morgens damit auf. Manchmal vermisse ich die Bühne schon, aber das sind halt die Prioritäten, die das Leben mit sich bringt“, erklärt Menke. Andererseits: „Was wir hier machen, ist auch Entertainment. Die Kunden wollen nicht nur lecker und gesund essen, sondern auch ,abgeholt‘ und von gut gelaunten Menschen bedient werden. Und wir haben immer das direkte Feedback vom Kunden, das macht uns allen auch viel Spaß!“

Weitere Infos im Internet unter www.muttifreutsich.de.

Monika Melzer-Hadji

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