Franziska Hulitz mag Apricot. In dieser Farbe könnte sich die 21-Jährige auch ihr königliches Kleid vorstellen.
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Franziska Hulitz mag Apricot. In dieser Farbe könnte sich die 21-Jährige auch ihr königliches Kleid vorstellen.

Laternenkönigin Franziska Hulitz

Frischer Schwung fürs hohe Amt

Offen, sympathisch und durchtrainiert von Kopf bis Fuß – so hat sich Franziska Hulitz (21) der Presse vorgestellt. Sie wird als Franziska I. die Homburger Laternenkönigin 2015 sein. Mit dem königlichen Amt wird für die junge Frau ein Märchen wahr. Nur auf eins muss sie bei ihrer Krönung verzichten.

Von Gabriele Calvo Henning

Schon als kleines Mädchen war die quirlige junge Frau mit dem braunen Lockenkopf von der Laternenkönigin fasziniert. „Beim Laternenumzug haben mir der Thronwagen und das wunderschöne Kleid immer besonders gut gefallen. Da habe ich mir gedacht, das möchte ich auch mal werden“, erklärt die junge Frau, die, seit sie fünf Monate alt war, in Ober-Eschbach wohnt.

Deshalb war es für sie auch keine Frage, sich beim Laternenfestverein zu bewerben, nachdem ihre Mutter ihr einen Zeitungsausschnitt mit dem entsprechenden Aufruf präsentiert hatte. Dass sie sich bei der Jury gegen ihre sechs Mitbewerberinnen durchsetzen konnte, habe sie im ersten Moment aber dann doch etwas überfordert, sagt Franziska, so überrascht sei sie gewesen.

Das war aber ganz schnell wieder vorbei. „Jetzt freue ich mich sehr auf diese Zeit. Das Laternenfest ist eines der größten Feste. Und es ist toll, als Laternenkönigin dabei zu sein.“

Für dieses Amt ist Franziska Hulitz mit ihrer offenen, herzlichen Art denkbar gut geeignet. Auch Auftritte vor Publikum sind für sie nichts Neues. So tanzt sie schon seit Jahren als Solistin und Gruppentänzerin bei den „Freunden des Carneval“ (FdC). Gleich nach dem Abitur an der Humboldtschule in Bad Homburg brachte sie als Fitness-Animateurin in Hotels auf Gran Canaria und in der Türkei zwei Jahre lang Urlauber in Schwung. Bestimmt ein Vorteil für ihr neues Amt: „Als Laternenkönigin sollte man schon etwas extrovertiert sein und nicht ängstlich wirken. Ich bin jedenfalls gern mit Menschen in Kontakt.“

Ganz schön fit

Zurzeit absolviert sie im vierten Semester ein duales Fernstudium an der Saarbrücker BSA-Akademie mit dem Ziel, in etwa eineinhalb Jahren ihren Bachelor (BA) in Fitness-Ökonomie zu machen. Das bedeutet, dass sie neben der regelmäßigen Seminarteilnahme am Uni-Standort in Kelsterbach gleichzeitig eine Ausbildung in einem Königsteiner Fitnessstudio absolviert.

Bleibt – bei aller Fitness – dann noch Zeit fürs hoheitliche Amt? Franziska ist da optimistisch. „Meine Familie und meine Freunde stehen voll hinter mir. Außerdem bin ich sicher, dass der Vorstand des Laternenvereins mich ganz toll unterstützen wird. Das ist alles machbar – jung, frisch und voller Energie“, lacht die sportliche junge Frau, und man glaubt es ihr gerne.

Schon Ideen fürs Kleid

Allerdings wird einer das bunte Treiben nur aus dem fernen Kapstadt mitbekommen, denn der Freund der neuen Laternenkönigin, der sie vor kurzem noch zum Vorstellungstermin beim Laternenfestverein begleitet hat, weilt zurzeit in Südafrika. „Macht nichts“, sagt der Vorsitzende Gerhard Scheuer und lacht, „dann gibt es die volle Konzentration aufs Amt.“ Und zur Not könne der Freund ja noch kurzfristig eingeflogen werden.

Jetzt geht es aber erst einmal ums königliche Kleid, worauf sich die designierte Queen vor allem freut und wofür sie schon Ideen hat: „Von der Farbe her könnte ich mir ein Kleid in Apricot oder einem Korallen-Ton gut vorstellen. Vom Schnitt her sollte es schlicht und nicht zu verspielt sein.“

Auf jeden Fall aber wolle sie sich bei der Auswahl von ehemaligen Königinnen und natürlich von der Homburger Schneidermeisterin Manuela von Haldenwang, die in diesem Jahr für die Robe zuständig ist, ausführlich beraten lassen. Der erste Termin im Schneider-Atelier steht bereits für diese Woche an. Premiere hat das Kleid dann bei der Inthronisation von Franziska I. am Samstag, 22. August.

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