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Kein Spaß: Von dem kleinen Geisterhaus neben der Thai Sala ist nur noch das Geländer übrig geblieben.

Thai Sala am Paul-Ehrlich-Weg

Das Geisterhaus ist verschwunden

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Mögen die Erdgeister diesen dreisten Dieb bestrafen. Ein unbekannter Täter hat das Geisterhäuschen an der Thai Sala am Paul-Ehrlich-Weg abmontiert und gestohlen.

Mögen die Erdgeister diesen dreisten Dieb bestrafen. Ein unbekannter Täter hat das Geisterhäuschen an der Thai Sala am Paul-Ehrlich-Weg abmontiert und gestohlen. Für Kurdirektor kein Dummer-Jungen-Spaß, sondern ein echter Frevel: „Man muss sich wundern, auf welche Ideen die Menschen kommen.“ Wann genau die Täter zugeschlagen haben, weiß man bei der Kur nicht – aber lange kann es nicht her sein. „Wir haben häufig Gäste aus Thailand zu Besuch, die uns dann informiert hätten“, so Wolter, der um die hohe traditionelle Bedeutung der Geisterhäuser weiß.

Jetzt wolle man schnell für Ersatz sorgen. So hat der Kurdirektor bereits Kontakt mit dem thailändischen Generalkonsulat aufgenommen. Gemeinsam will man einen thailändischen Kunsthandwerker suchen, der ein neues Haus für den örtlichen Erdgeist zimmern soll. Und Eile ist geboten, denn bis zum Thai-Festival Ende Juli soll an der Sala wieder ein Geisterhaus stehen.

San Phra Phum – „Schrein der Erd-Geister“ – heißen die zumeist kleinen Häuschen, die auf einen alten animistischen Glauben zurückführen, der heute vom Buddhismus geduldet wird.

Geisterhäuschen werden errichtet, sobald ein Grundstück bebaut wird, um damit die Geister (Phra Phum), die das Gelände bewohnt haben, für den Verlust ihrer Heimat zu beschwichtigen und ihnen auf demselben Grundstück eine Ersatzheimstatt zu geben. Zusätzlich zu den Geisterhäuschen in Verbindung mit Wohn- oder Geschäftshäusern gibt es auch Schreine an besonders markanten heiligen Orten wie Höhlen, Felsen, außergewöhnlichen Bäumen oder auch auf Stadtmauern.

(col)

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