Auf der unteren Louisenstraße zwischen Europa-Kreisel und Rathaus soll Tempo 30 gelten
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Auf der unteren Louisenstraße zwischen Europa-Kreisel und Rathaus soll Tempo 30 gelten

Verkehr

Gonzenheim: Ortsbeirat will Entschleunigung

  • vonFlorian Neuroth
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Magistrat soll Tempo 30 auf zwei Straßen in Gonzenheim prüfen.

Gonzenheim - Geht es nach dem Willen des Gonzenheimer Ortsbeirats, könnte der Durchgangsverkehr im Ortsteil bald größtenteils auf Tempo 30 begrenzt werden. Ein-stimmig votierten die Beiratsmitglieder in der Sitzung am Montagabend für vier entsprechende Anträge - einen von der SPD-Fraktion, drei weitere von Beiratsmitglied Peter Braun (PFB).

Die Anträge sehen vor, dass der Magistrat prüfen soll, inwieweit die Einführung einer Tempo-30-Zone möglich sei. Konkret geht es um die Frankfurter Landstraße ab Ober-Eschbacher-Straße/Quirinstraße bis zu ihrer Wiedereinmündung an der Haltestelle der U2, um die untere Louisenstraße zwischen Europakreisel und Rathaus, die Frankfurter Landstraße zwischen Europakreisel und U-Bahnstation sowie die Quirinstraße und den angrenzen Teil der Frankfurter Landstraße Richtung Ober-Eschbach.

Es waren nicht die einzigen Anträge einer kurzen letzten Beiratssitzung vor Ende der laufenden Legislaturperiode. Keine halbe Stunde tagten die Beiratsmitglieder und folgten damit der Bitte von Ortsvorsteher Dr. Karl Alexander Rastädter (CDU), die Tagesordnung aufgrund der derzeitigen Situation "schnellstmöglich" abzuarbeiten.

Diese umfasste auch eine abermalige Abstimmung über den Vorentwurf der Verwaltung hinsichtlich des Neubaus einer Gymnastikhalle an der Langen Meile, der schon in der vergangenen Sitzung Thema war und vom Magistrat dahingehend geändert wurde, dass überplanmäßige Ausgaben nun nicht mehr durch Kürzungen beim JUZ Ober-Eschbach finanziert werden sollen, sondern durch Grundstückserlöse anderer Liegenschaften gedeckt werden. "Wir waren sehr unglücklich über die Streichung beim JUZ. So können wir den Entwurf jetzt annehmen", so Rastädter. Geschlossen gaben die Beiratsmitglieder dem Entwurf grünes Licht.

Entladeparkplätze schaffen Sicherheit

Keine Gegenstimmen gabs auch für Brauns Antrag zwischen Europakreisel und Rathaus unter der Woche mehrere feste Be- und Entladeparkplätze zu schaffen. "Der An- und Ablieferverkehr ist in der unteren Louisenstraße beträchtlich. Dieser blockiert nicht nur den Verkehr, sondern stellt insbesondere für Radfahrer eine Gefahr dar", sagte Braun. Radler müssten absteigen, den Fußweg benutzen oder würden an die parkenden Autos abgedrängt. Wie die Erfahrungen aus anderen Städten zeigten, könnten die Verkehrsbehinderungen durch feste Flächen für die Lieferanten, sogenannte Ladebuchten, stark verringert werden.

Für mehr Sicherheit soll auch eine von der SPD beantragte Lichtzeichenwarnanlage zur Ampel auf der Promenade/Ecke Friesenstraße/Seedammweg sowie die Anbringung eines weiteren Handlaufs in der Mitte der Treppe der Herrhausen-Brücke sorgen.

Letztgenannte Vorlage brachte die BLB ein, die zudem beantragte, dass der Magistrat den Ortsbeirat über die Planungen des Hochtaunuskreises am Sanatorium Goldschmidt unterrichten möge. Ein "ewiges Thema", das die Partei mal "wieder anstoßen" wolle, sagte Manfred Heckelmann (BLB) und erinnerte an einen Ortstermin im Februar 2020, bei dem Landrat Ulrich Krebs (CDU) und OB Alexander Hetjes (CDU) die ersten Ergebnisse einer in Auftrag gegebenen Machbarkeitsstudie vorgestellt hatten. "Jetzt ist ein Jahr rum und wir wissen immer noch nicht, was los ist. Festzustellen ist, dass das Sanatorium durch Vandalismus inzwischen wieder stark beschädigt wurde und der Zustand für die Anwohner eine Zumutung darstellt", kritisierte Heckelmann.

Während dessen Antrag einstimmig angenommen wurde, scheiterte Dr. Wolfgang Lindstaedt (parteilos) mit dem Antrag, die Verkehrsgesellschaft Frankfurt (VGF) aufzufordern, aus Gründen der Sicherheit der Passanten an den drei U2-Kreuzungen in Bad Homburg die Fahrtgeschwindigkeit der U-Bahn auf Homburger Gebiet auf 30 Kilometer pro Stunde zu begrenzen oder das Notsignal weiter entfernt von den Übergängen aufzustellen. Dafür sei der Ober-Eschbacher Ortsbeirat oder die Stadtverordnetenversammlung zuständig, so die eindeutige Meinung im Beirat. Lindstaedts Vorlage, den Magistrat um Mitteilung hinsichtlich des Schutzes der Anwohner vor dem U2-Baulärm zu bitten, passierte das Gremium hingegen widerspruchslos. Von Florian Neuroth

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