Die Eisbahn am Kaiser-Wilhelms-Bad steht. Von morgen an soll hier bis 9. Januar coronakonformer Betrieb und gute Stimmung herrschen. Foto: Hillebrecht
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Die Eisbahn am Kaiser-Wilhelms-Bad steht. Von morgen an soll hier bis 9. Januar coronakonformer Betrieb und gute Stimmung herrschen.

Bad Homburg startet in die Vorweihnachtszeit

Großes Programm und einige Fragezeichen

  • Harald Konopatzki
    VonHarald Konopatzki
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Am morgigen Donnerstag öffnet die Eisbahn auf der Brunnenallee, der Weihnachtsmarkt soll stattfinden. Auch auf der Louisenstraße gibt es im Advent Programm und Stände.

Mit Jesus, so sagt es die Bibel, kam das Licht in die Welt. Verständlich, dass die Geburt Jesu zeitlich in Richtung der Wintersonnenwende gerückt wurde: Der Heiland kommt, die Tage werden endlich wieder länger. Der Advent ist das Warten auf dieses Licht - in diesem Jahr sogar doppelt. Neben dem göttlichen, avisiert in der Christnacht, warten die Menschen auch auf ein Licht am Ende des Corona-Tunnels. Und das ist derzeit so gar nicht absehbar. Bei der gestrigen Vorstellung des Programms für Eiswinter und Weihnachtsstadt gab es dementsprechend noch einige Fragezeichen.

Was den Weihnachtsmarkt angehe, so erklärte der aus der häuslichen Absonderung zugeschaltete Oberbürgermeister Alexander Hetjes (CDU), könne man derzeit nur sagen: "Es wird - Stand jetzt - einen Weihnachtsmarkt geben", der am Freitag 26. November, eröffnet werden und an den Adventswochenenden Besucher ans Schloss locken soll. "Wir gehen davon aus, dass im Laufe der Woche neue Corona-Regeln beschlossen werden, die auch die Weihnachtsmärkte betreffen. Da wollen wir jetzt keinen Schnellschuss machen, sondern auf die Verordnungen warten", so Hetjes. Aber, so ergänzte er: "Das Stadtmarketing hat eine ganze Reihe von Konzepten in der Schublade, wir werden kurzfristig das herausziehen, das zu den Regeln und der Situation passt." Die Öffentlichkeit soll spätestens Anfang kommender Woche unterrichtet werden. In jedem Fall, und das gelte für alle Veranstaltungen und Aktionen im Rahmen der Weihnachtsstadt, stehe die Sicherheit der Besucher an erster Stelle, betonten Hetjes sowie Kurdirektor Holger Reuter, Nina Gerlach (Stadtmarketing), Tatjana Baric (Citymanagement) und Anja Ernst (Kur- und Kongreß-GmbH). Dabei soll die Freude am Besuch nicht leiden.

Beim "Eiswinter" auf der Brunnenallee, der morgen startet, sieht man schon klarer. Auch wenn die offizielle Eröffnung der Eisbahn kleiner ausfallen wird als geplant und der zweite Teil am Stadl komplett gestrichen ist. Man sehe "sich gezwungen, auf die aktuelle Lage und die hohen Coronafallzahlen zu reagieren", hieß es dazu in der Einladung.

Die Eisbahn soll, wie mehrfach berichtet, bis 9. Januar in Betrieb sein. Es gibt zwei aktuelle Änderungen: Die Gastronomie wird eher als Kiosk konzipiert, und wer auf die Eisbahn will und weder geimpft noch genesen ist, muss einen negativen PCR-Test vorlegen. Ein Schnelltest gilt nicht. Für Schüler reicht das Testheft - auch wenn in den Ferien dann nicht mehr getestet wird.

In der Innenstadt wird die Vorweihnachtszeit anders als sonst. Es sollen mehr Buden in der Fußgängerzone stehen - betrieben unter anderem von Bad Homburger Händlern und Gastronomen. Die Stände werden an freien Stellflächen zwischen Rathaus und Schulberg verteilt aufgestellt und haben zwischen dem 26. November und 30. Dezember von Montag bis Samstag jeweils von 11 bis 20 Uhr geöffnet. Die großen Plätze wie der Waisenhaus- und der Marktplatz werden für den Wochenmarkt freigehalten.

Eine weitere Neuerung: Immer donnerstags gibt es im Dezember ein kleines Überraschungs-Programm in der Louisenstraße. Von 14 Uhr an heißt es dann: "Manege frei". Baric: "Besucher dürfen sich auf Fußball-Artisten, clowneske Zaubershows und Stelzenläufer freuen." Dabei habe man bewusst darauf verzichtet, einen konkreten Ort zu benennen, sondern nutze die ganze Louisenstraße. Dadurch sollen Ballungen vermieden werden. Am Donnerstag, 16. Dezember, erklingen beim Auftritt der Academy of Stage Arts aus Oberursel Klassiker aus Disney-Musicals, am gleichen Tag (Beginn 11 Uhr) soll das große Wichtelsingen der Aktionsgemeinschaft steigen. Am 11. Dezember verteilen prominente Weihnachtsmänner und -frauen bei der Weihnachtsmann-Parade Schoko-Nikoläuse.

An den Adventswochenenden fährt auch die Elektro-Bimmelbahn im 30-Minuten-Takt vom Bahnhof über die Louisenstraße zum Marktplatz, die Fahrt ist kostenlos. An den Adventssamstagen ist der Stadtbus kostenlos nutzbar. Auf dem Kurhaus-Vorplatz wird der Weihnachtswald festlich illuminiert. Dort öffnet morgen auch das Stadl, am Fürstenbahnhof gibt es immer von Freitag bis Sonntag, initiiert von Gambi und Posti, die "Weihnachts-Alm".

Zahlreiche Schaufenster werden dieser Tage liebevoll gestaltet und weihnachtlich beleuchtet. 18 Läden wetteifern um den Titel des schönsten Schaufensters. Neben einer Fachjury können auch Bürger abstimmen - im Internet unter www.bad-homburg.com/schaufensterwettbewerb. Bei einer Sternensuche können Flaneure auf dem die Louisenstraße durchziehenden Sternenpfad Einkaufsgutscheine gewinnen.

Über das komplette geplante Programm der "Weihnachtseiswintermarktstadt" Bad Homburg informiert eine Broschüre, die noch diese Woche alle Bad Homburger Haushalte erreichen soll. Dass darin nichts zu den Corona-Regeln und Vorsichtsmaßnahmen steht, habe, so Gerlach, einen guten Grund: "Da kann sich noch viel ändern, deswegen wollten wir nichts in eine Broschüre schreiben, was am Tag einer Veranstaltung möglicherweise nicht mehr gilt - das gäbe Verwirrung und Frust." Stattdessen bitten die Organisatoren die Besucher, sich über die aktuellen Bestimmungen auf den Internetseiten www.bad-homburger-eiswinter.de beziehungsweise auf www.weihnachtsstadt-bad-homburg.com zu informieren. Auch über die Presse soll informiert werden, außerdem soll die Tourist Info & Service im Kurhaus weiterhelfen können. von Harald Konopatzki

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