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Grundsteinlegung am KFG - Fachklassengebäude soll 2023 fertig sein

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Von: Anke Hillebrecht

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Blick aus dem "Turm" auf die Baustelle des neuen Fachklassengebäudes des Kaiserin-Friedrich-Gymnasiums (KFG). Die Rückwand der künftigen Fahrradgarage steht schon. Die große Linde (Mitte) bleibt stehen; die Schülerinnen und Schüler haben während der Bauzeit weniger Platz auf dem Schulhof.
Blick aus dem "Turm" auf die Baustelle des neuen Fachklassengebäudes des Kaiserin-Friedrich-Gymnasiums (KFG). Die Rückwand der künftigen Fahrradgarage steht schon. Die große Linde (Mitte) bleibt stehen; die Schülerinnen und Schüler haben während der Bauzeit weniger Platz auf dem Schulhof. © jp

Der Kreis investiert mehr als sieben Millionen Euro in den Neubau an der Homburger Schule. Auch eine moderne Bibliothek wird dort Platz haben.

Bad Homburg - Lernen direkt neben der Baustelle - das ist zurzeit Realität für die 1400 Schülerinnen und Schüler des Kaiserin-Friedrich-Gymnasiums (KFG). Doch viele von ihnen werden von dem neuen Fachklassengebäude, das mitten auf dem Schulhof entsteht, noch profitieren. Ende nächsten Jahres soll es fertig sein - vielleicht schon zum Ende der Sommerferien 2023, meint Architekt Martin Neugebauer - sofern es beim Baumaterial wegen des Ukraine-Krieges keine Lieferschwierigkeiten gibt.

Der Start lief schon mal zügig: Vor zwei Monaten wurde mit der Baugrube begonnen. Die hintere Wand des Untergeschosses steht schon; gestern wurde nun der Grundstein gelegt. Schulleiter Jochen Henkel sowie Landrat und Schuldezernent Ulrich Krebs (CDU), der als Bauherr fungiert, deponierten einen Kupfer-Zylinder mit einer Zeitkapsel in der Erde. Baupläne, Zeitungen, Münzen, ein Bleistift sowie Fotos von der alten Schulbibliothek und weitere symbolträchtige Gegenstände befinden sich darin.

Als wenig später die Schüler aus dem Altbau kommen, wirkt der Platz, der ihnen für die Pausen bleibt, recht eng. Der Schulleiter ist dennoch froh über den Baufortschritt, denn bei den Räumen werde es immer wieder eng. Und was die Pausen betrifft, so hielten sich die Oberstufler ohnehin meist im Bereich der Cafeteria auf, und für die Jüngeren gibt es noch den roten Platz hinter dem Altbau.

Ein Teil des überbauten Schulhofes hatte ohnehin als Abstellplatz für Fahrräder gedient - 180 Drahtesel finden künftig Platz im Untergeschoss des neuen Gebäudes. Es kann von der Steinkaut aus ebenerdig befahren werden - das erhöhe die Sicherheit, freut sich auch Henkels langjährige Vorgängerin Heike Zinke, die sich jahrelang dafür eingesetzt hatte, dass dieser Erweiterungsbau kommt.

Sie sei "sehr zufrieden", erklärte Zinke. Auch darüber, dass die große Linde auf dem Schulhof stehenbleiben kann. "Dort sitzen die Schüler oft mit dem Lesestoff aus der Schulbibliothek." Um die Wurzeln der Linde zu schützen, wurde die Baugrube auf der Baumseite senkrecht mit einem Berliner Verbau abgesichert.

Apropos Bibliothek: Sie wird größer, moderner und mit Arbeitsplätzen auf 276 Quadratmetern im Erdgeschoss des neuen Gebäudes untergebracht. "Auch das war uns wichtig, um den Charakter der Bücherei als ein Ort des Lernens zu unterstreichen", erklärt der Landrat. In einem weiteren Geschoss entstehen drei Kunsträume und ein Werkraum mit je 70 Quadratmetern.

Es gibt noch mehr zu tun

Die räumliche Erweiterung sei für das KFG "ein wichtiger Sprung", so Henkel; sie im laufenden Schulbetrieb zu organisieren sei gleichwohl eine "große Aufgabe". Aber die Schulgemeinde sei auf einem guten Weg. Vor zehn Jahren entstand das Hochcafé, dann der naturwissenschaftliche Trakt neu; zuletzt wurde das Oberstufengebäude ("der Turm") saniert. Nach dem Fachklassengebäude stehe noch eine Kernsanierung des Altbaus an. Zudem hofft Henkel, noch zusätzlichen Platz auf dem brachliegenden Gelände des ehemaligen Bundesausgleichsamtes zur Nutzung zu bekommen. Derzeit nutzt das KFG die beiden älteren Häuser auf dem Areal zum Seedammweg hin, außerdem parken dort Schüler-Fahrräder, und ein Teil des Geländes ist als Ersatz-Schulhof vorgesehen, wie von der Stadt Bad Homburg genehmigt. OB Alexander Hetjes (CDU) zeigte sich dankbar für das Investment des Kreises.

Dieser investiert 7,12 Millionen Euro in das neue Fachklassengebäude - eine Summe, die angesichts von Pandemie und Krieg nicht sicher zu halten sei, betonte Landrat Krebs, ebenso wie der Zeitplan. Gerade der Stahl-Preis schießt gerade in die Höhe. Die Grundsteinlegung sei aber ein Zeichen, dass der Schulbau im Hochtaunus auch unter schwierigen Bedingungen weitergehe.

Auf dem Dach, das auf 91 Quadratmetern begrünt wird, entsteht auch eine Photovoltaikanlage mit einer Leistungsstärke von bis zu 19 Kilowatt. Über eine Regenrückhaltung mit einem Fassungsvermögen von 19 Kubikmetern kann nach starken Regenfällen das Wasser gesammelt und gedrosselt in den Kanal geleitet werden, der so vor einer Überlastung geschützt wird. Derzeit laufen die Ausschreibungen zur Gebäudetechnik und den Fassadenbauarbeiten.

Gerüstbau- und Dachabdichtungsarbeiten sind laut Kreis beauftragt, die Angebote für die Elektroinstallationsarbeiten würden aktuell geprüft.

KFG-Schulleiter Jochen Henkel deponiert unter den Augen von Projektleiter Thomas Klaus Meyer, OB Alexander Hetjes, Architekt Martin Neugebauer und Landrat Ulrich Krebs (von links) die Zeitkapsel im Grundstein.
KFG-Schulleiter Jochen Henkel deponiert unter den Augen von Projektleiter Thomas Klaus Meyer, OB Alexander Hetjes, Architekt Martin Neugebauer und Landrat Ulrich Krebs (von links) die Zeitkapsel im Grundstein. © jp

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