Wir sind drin! Übers das kostenlose WLAN der Stadt kommt man seit gestern auf dem Kurhausvorplatz zum Beispiel auf die TZ-Homepage.
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Wir sind drin! Übers das kostenlose WLAN der Stadt kommt man seit gestern auf dem Kurhausvorplatz zum Beispiel auf die TZ-Homepage.

Kostenloses Internet in Bad Homburg

Ein Häkchen, und wir sind drin

  • Anke Hillebrecht
    vonAnke Hillebrecht
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Vor drei Jahren schien das Anbieten kostenloser Hotspots in der Stadt noch in weiter Ferne. Jetzt gibt es sie – täglich eine Stunde lang. Das Einwählen ist denkbar einfach.

Das bekannte Dach-Symbol für WLAN-Empfang erscheint nach wenigen Klicks. Die Homepage der Taunus Zeitung braucht dann aber einige lange Sekunden, bis sie im Handy-Display erscheint. Der Kollege, der über das von ihm bezahlte Internet reingeht, sieht die Seite schneller. Ansonsten können wir nicht klagen beim Schnelltest des neuen kostenlosen WLANs, das die Stadt seit gestern anbietet.

Auf den vier wohl am meisten frequentierten Plätzen in der City – Marktplatz, Kurhausvorplatz, Rathausplatz und Bahnhofsvorplatz – können sich Smartphone- und Tabletnutzer jetzt für eine Stunde umsonst einwählen. Das geht denkbar einfach: Man klickt auf WLAN-Empfang, dann auf „WLAN Bad Homburg“ und gelangt auf eine Online-Login-Seite, auf dem man per Häkchensetzung den Nutzungsbestimmungen zustimmt. Drinnen ist man – für eine Stunde. Wandert man zur Sparkassenfiliale, wird das Signal dünner. Direkt vor dem Kurhaus ist es am stärksten – dort ist auch ein Router positioniert. In die andere Richtung reicht der Empfang fast bis zum Waisenhausplatz.

7000 Euro hat sich die Stadt die Einrichtung der vier Hotspots kosten lassen, 5700 Euro zahlt sie jedes Jahr an den Betreiber Hotsplots, ein Anbieter aus Berlin für drahtlose Internetzugänge. Eine lohnende Investition, will die Stadt doch „mit dem unkomplizierten Zugang unseren Bürgern, aber auch unseren Gästen einen zusätzlichen Service bieten und unsere Stadt attraktiver machen“, wie OB Alexander Hetjes (CDU) erklärt.

Die kurstädtischen Grünen waren schon vor drei Jahren auf die Idee gekommen, kostenloses Internet für die Stadt prüfen zu lassen; damals hatte die Verwaltung dies aber aus rechtlichen Bedenken nicht umgesetzt. Die sogenannte Störerhaftung war bundesweit noch nicht geklärt: Wer Internet für andere anbietet, muss auch für den Missbrauch der Mitsurfer haften, etwa bei illegalen Downloads. Doch inzwischen sind Gesetze und Technik weiter, erläutert Jürgen Rupprecht, in der Stadtverwaltung zuständig für zentrale Aufgaben. „Jetzt übernimmt der Betreiber das Haftungsrisiko.“

Ist die Stunde Surfzeit vorbei, erscheint wieder die Login-Seite, auf der man sich anmelden kann. Jede angefangenen 24 Stunden kosten 2 Euro – dafür kann man allerdings in anderen Städten vorhandene Hotsplots-Hotspots nutzen. Auch eine monatliche Flatrate wird angeboten. „Ein wichtiger Schritt – nun gilt es zu schauen, wie das Angebot angenommen wird“, freut sich Oliver Messer (Grüne), der das Thema ins Parlament brachte. Wir können uns gut vorstellen, dieses Angebot bei Bedarf zu erweitern.“

(ahi)

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