Vivian im Kostüm des Maskottchens Hazel mit ihren beiden Helferinnen Sarah (l.) und Isabella (r.), die ebenfalls abwechselnd als Hazel-Darstellerinnen fungieren.
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Vivian im Kostüm des Maskottchens Hazel mit ihren beiden Helferinnen Sarah (l.) und Isabella (r.), die ebenfalls abwechselnd als Hazel-Darstellerinnen fungieren.

Kreative Marketing-Aktion

Hazel tourt durch Homburg

Schülerinnen der Tanzschule Karabey fungieren als Darstellerinnen des Bad Homburger Stadtmaskottchens.

Sie ist etwa 1,95 Meter groß, hat einen kuscheligen braunen Plüsch-Pelz und grüne Pling-Pling-Augen - die Rede ist von Hazel, dem niedlichen Eichhörnchen, das seit 2018 mit seinem Kumpel Falco, dem Wanderfalken, als Stadtmaskottchen Bad Homburgs fungiert. Bislang digital im Rahmen der Bad HomburGO App, seit vergangener Woche auch live als Mega-Plüschtier im Tennis-Dress - mit Blick auf die derzeit stattfindenden ersten Bad Homburg Open.

Was sich vielleicht der eine oder andere gefragt haben mag: Wer steckt eigentlich unterm Kostüm? Die Taunus Zeitung ist der Sache nachgegangen und fand heraus: Es handelt sich, in wechselnder Besetzung, versteht sich, um drei junge Frauen, nämlich um Sarah (20), Vivien (19) und Isabella (14).

Die drei - als weiteren Ersatz stünden noch die Abiturienten Felix und Helena bereit - sind Schülerinnen der Tanzschule Karabey und waren sofort Feuer und Flamme, als Hazel-Erfinderin Ketty Urbani vom Bad Homburger Stadtmarketing jemanden suchte, der Hazel zum Leben erwecken würde.

Seit vergangenen Samstag sieht man daher nun Hazel in Überlebensgröße während der Turnierzeiten rund um den Tennisplatz im Kurpark, zu allen anderen Zeiten flaniert Hazel durch die Stadt - und legt auch schon mal ein Tänzchen hin. Choreographiert hat den knapp einminütigen Tanz Sarah selbst, denn sie sagt: "Hazel soll jetzt nach der Corona-Zeit Freude bringen, und mit so einem öffentlichen Tanz gelingt das wirklich prima." Die Resonanz auf das Plüschtier und seine tapsigen Schritte sei jedenfalls riesig, "und zwar unabhängig davon, wer uns zuschaut - Jung und Alt sind begeistert".

Natürlich komme man als Hazel-Darstellerin durchaus ins Schwitzen, gerade in den vergangenen, mega-heißen Tagen sei der Job nicht ohne gewesen. "Aber wir haben eine Kühlweste, wie sie Motorradfahrer haben, an, tragen Kühlpacks an den Fesseln und den Handgelenken, wenn ich es mir richtig überlege, war's unter dem Hazel-Kostüm vermutlich sogar kühler als für jene, die nur mit Shorts und T-Shirt unterwegs waren", sagt Sarah lachend.

Gibt's eine Grundvoraussetzung, um ins Hazel-Kostüm schlüpfen zu können? "Man sollte zwischen 1,70 und 1,80 Meter groß sein", sagt Sarah und erklärt auch, wieso: "Sonst kann man nicht raus sehen." Sie selbst, über 1,80 Meter groß, schaue jedenfalls bequem durch Hazels Pling-Pling-Augen, die etwas kleinere Vivien schaue durch den Mund, wenn sie in der Stadt jetzt zum WTA-Turnier Tennisbälle an Kinder verteile.

Apropos Wimbledon-Vorturnier: Ist Hazels Live-Auftritt anlässlich dieses besonderen Ereignisses eine einmalige Sache? Sarah verneint: "Natürlich nicht! Hazel ist das Stadtmaskottchen und wird jetzt öfter bei Events unterwegs sein." Gut möglich also, dass wir sie zur abgespeckten Version des Laternenfests mit einem Laternchen in der Hand auf der Louisenstraße entlanglaufen sehen.

von Sabine Münstermann

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