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Frisch geschlüpft: Direkt nach der Geburt ist das Neugeborene bei der Hebamme in guten Händen.

1590 Kinder in 2018 geboren

Der Baby-Boom in den Hochtaunus-Kliniken geht weiter

Die Hochtaunus-Kliniken waren auch 2018 bei werdenden Eltern beliebt: Bis Ende des Jahres wurden dort 1590 Babys geboren. Damit wurde der Rekordwert des Vorjahres fast eingestellt. Mehr als ein Drittel der Mütter stammt aus Orten außerhalb des Hochtaunuskreises.

Prof. Dominik Denschlag beschreibt die Zahl der 2018 geborenen Babys humorvoll. Mit 765 Mädchen und 825 Jungen zeige sich ein leichtes „Männer-Übergewicht“. Denschlag ist Ärztlicher Direktor und Chefarzt für Gynäkologie und Geburtshilfe an den Hochtaunus-Kliniken. Dort kamen im vergangenen Jahr insgesamt 1590 Babys zur Welt. Damit liegt die Zahl nur minimal unter dem bisherigen Geburten-Rekord von 1595 neuen Erdenbürgern aus dem Vorjahr.

Auch außerhalb des Kreisgebiets sind die Hochtaunus-Kliniken mit ihrer modernen Geburtenabteilung bekannt – und offensichtlich auch beliebt. Mehr als 30 Prozent der Eltern, die 2018 im Homburger Krankenhaus Nachwuchs bekamen, stammten aus umliegenden Gebieten – jeweils 15 Prozent aus Frankfurt und der Wetterau. Aus dem Main-Taunus-Kreis entschieden sich rund 3 Prozent der werdenden Eltern für die Klinik.

Mit acht Zwillingspaaren ist die Zahl der Mehrlingsgeburten an den Hochtaunus-Kliniken vergleichsweise gering. Der Grund: Mehrlingsschwangerschaften werden meist von anderen Kliniken wie etwa dem Klinikum Höchst betreut. Dort wird dann meist auch entbunden.

Die Zahl der Kaiserschnitte ist mit etwa einem Viertel stabil geblieben. Nur rund 14 Prozent davon waren ungeplant. Konkrete Termine für den Kaiserschnitt – mit festgelegtem Geburtstermin – gab es insgesamt 165, „davon hatte etwa die Hälfte der Mütter bereits einen Kaiserschnitt in der Vergangenheit“, sagt Denschlag. Er und sein Team bevorzugen – abgesehen von medizinischen Erfordernissen – die normale Geburt. Sie stellt sowohl für die Mutter als auch das Baby die sicherste und schonendere Methode dar. Das zeigten auch entsprechende Studien, so Denschlag, Neben dem üblichen Ablauf des Gebärens werden an den Hochtaunus-Kliniken auch alternative Geburtsarten angeboten, zum Beispiel im Wasserbad. Mit dieser Methode kamen 2018 insgesamt 18 Kinder in Bad Homburg zur Welt.

Viele Väter im Kreißsaal

Dass Väter ihren Frauen bei der Geburt im Kreißsaal beistehen, ist mittlerweile fast selbstverständlich. Das zeigt auch die Schätzung des Chefarztes: Über 95 Prozent der Männer waren im vergangenen Jahr dabei, als ihr Kind das Licht der Welt erblickte. Dadurch kann sofort eine Bindung zwischen Vater und Kind aufgebaut werden.

Im Schnitt bleiben die Frauen zwei bis drei Nächte im Krankenhaus. Nach der zweiten standardmäßigen Frühuntersuchung geht es für Eltern und Kind dann nach Hause, wo das Abenteuer Familienleben wartet.

Derzeit kümmern sich 12 Ärzte, 25 Hebammen und 23 Pflegekräfte auf der Wochenbettstation um die frisch gebackenen Mütter und ihre Babys. „Wir schätzen uns glücklich, dass alle Hebammen-Stellen besetzt sind und ein stabiles Ärzte-, Hebammen- und Pflegeteam mit gutem Teamgeist zusammenarbeitet“, betont Denschlag.

Hoffen auf Kinderklinik

Für das neue Jahr hofft der Chefarzt auf die Realisierung einer lange geplanten Maßnahme an den Hochtaunus-Kliniken: „Wir würden es begrüßen, wenn im neuen Jahr endlich der Startschuss für die Dependance der Kinderklinik erfolgen würde“, sagt Denschlag. Durch die Erweiterung des Angebots würde auch die aktuelle Notfall-Neugeborenenversorgung entlastet werden.

Weitere vielfältige Angebote der Klinik, wie geburtsvorbereitende Akupunktur und eine Hebammensprechstunde, sollen fortgeführt werden. Besonders erfolgreich ist dabei laut Denschlag nach wie vor das Stillcafé. Es wird von stillenden Frauen als Ort des Austauschs genutzt. Mütter, die keine Nachsorgehebamme haben, können sich dort beraten lassen.

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