+
Bad Homburgs CDU-Fraktionsvorsitzender Oliver Jedynak.

Politik

Das war der Parteitag der Bad Homburger CDU

  • schließen

Optimismus herrschte vor beim Parteitag der Homburger CDU. Die Vorsitzenden rissen an, was bis zur Kommunalwahl 2021 noch zu tun ist.

AKK, Merz, Spahn – Bad Homburgs CDU-Parteichef Thorsten Bartsch hatte bei seiner Rede zum Parteitag der kurstädtischen Union allerdings nur Worte für die Generalsekretärin der Bundes-CDU. Schließlich war Annegret Kramp-Karrenbauer im Oktober ja auch auf Wahlkampftour in Bad Homburg gewesen.

2021 ist nicht nur Bundestagswahl; auch in Bad Homburg werden Oberbürgermeister und Stadtparlament neu bestimmt. Die Zahlen geben Bartsch Grund zur Zuversicht: Seit 2011 sei die Homburger CDU von 406 auf 484 Mitglieder (+18 Prozent) angewachsen. „Andere Verbände im Hochtaunuskreis haben im Schnitt mehr als 8 Prozent verloren, bundesweit waren es bei CDU minus 15 Prozent“, so der Parteichef. Wie ein Plus gelinge? „Vertrauen schaffen und attraktive Perspektiven anbieten.“

Zu Letzteren konnte der Fraktionsvorsitzende Oliver Jedynak einiges sagen. In seinem Bericht über die Arbeit der Fraktion begann er mit „Isek 2030“. Zehn Leitziele habe das Stadtentwicklungskonzept, um einerseits die Tradition der Kurstadt zu wahren, sie aber zugleich auf der Erfolgsspur zu halten. Zuallererst soll es um Mobilität gehen, ein Gestaltungskonzept der Innenstadt inklusive Kurhaus, einen Aktivpark für Jugendliche, eine Aufwertung der Stadteingänge sowie kontinuierliche Bürgerbeteiligung. Bürger sollen mitreden. „Wir freuen uns drauf!“

Keine Blechhalle

Wie wichtig das sei, habe man bei der Entscheidung zur Weiterführung der U-2-Trasse gesehen, sagte Jedynak. Das Radverkehrskonzept sei in der Endphase; „derzeit werden noch einige besonders komplexe Knotenpunkte geplant und das Wegweisungskonzept aktualisiert“. Erleichtert zeigte sich der Fraktionschef, dass laut aktuellen Beschlussvorlagen in der Regionalversammlung Mitte Dezember keines der geplanten Windvorranggebiete im Umkreis von zehn Kilometern rund um den Kleinen Feldberg genehmigungsfähig sei.

Das Kino am Bahnhof werde ein Publikumsmagnet und „für Homburger Verhältnisse wirklich groß“. Das Gebäude soll aber keine „Blechhalle“ werden, sondern mit dem Bahnhof korrespondieren. Das werde kosten.

Froh sei er über die beschlossene Kooperation mit Lijiang. Sie soll die erste von weiteren wirtschaftlichen Städtepartnerschaften werden. Und Jedynaks Zwischenfazit zur gemeinsamen Magistratsspitze mit der SPD ist bestens: „Wenn eine Große Koalition klappt, dann in Bad Homburg.“

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema

Kommentare