Dreieinhalb Monate nach dem Guss der ersten Bodenplatte wird am neuen Gerätehaus Dornholzhausen Richtfest gefeiert.
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Dreieinhalb Monate nach dem Guss der ersten Bodenplatte wird am neuen Gerätehaus Dornholzhausen Richtfest gefeiert.

6-Millionen-Euro-Projekt

Bad Homburg: Neues Gerätehaus liegt im Zeitplan

  • vonAlexander Schneider
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Nur dreieinhalb Monate nach dem symbolischen Spatenstich wird im Bad Homburger Stadtteil Dornholzhausen Richtfest gefeiert.

Bad Homburg -Der Neubau des Feuerwehr-Gerätehauses in Dornholzhausen kommt gut voran - und mit ihm der gesamte Brand-, Katastrophen- und Zivilschutz der Kurstadt. Beim am Donnerstag gefeierten Richtfest zeigte sich: Das von Stadt und Feuerwehr entwickelte Raumkonzept, das die klassischen Feuerwehrdepots synergetisch mit dem Bevölkerungsschutz kombiniert, hat sich in Ober-Eschbach bereits gut bewährt. Bald wird es auch im Nordwesten der Stadt umgesetzt, und Planungsmittel sind, wie die Festgesellschaft an der Dornholzhäuser Straße erfahren konnte für den dritten Neubau dieser Art im städtischen Etat bereits eingepreist, er soll in Ober-Erlenbach entstehen, wobei man da allerdings erst die Besiedlung des Hühnerstein-Gebietes abwarten will.

Da "gut Ding Weile haben will", ist es unerheblich, dass der Zimmermann den Richtspruch mit einwöchiger Verspätung deklamieren musste. Oberbürgermeister Alexander Hetjes (CDU) bedauerte die Umstände dennoch. Wegen eines Corona-Falls in der Politik habe man die Feier um eine Woche verschieben müssen. Aufgewärmte Suppe gab's trotzdem nicht, natürlich war sie frisch gekocht.

Nicht die Tage, aber die Monate des alten Feuerwehrdepots in der Valkenierstraße, mitten im Wohngebiet, sind damit gezählt. OB Hetjes ist zuversichtlich, dass sich die noch ausstehenden Gewerke, im Wesentlichen der Innenausbau, ebenso flott erledigen lassen wie die Errichtung des Rohbaus, dessen erste Bodenplatte erst vor rund dreieinhalb Monaten gegossen wurde. Nun kann es an den Innen- und Endausbau gehen.

Rund zwei Drittel der Arbeiten sind bereits vergeben "Wir liegen sehr gut im Zeitplan", sagte Hetjes. Die Fertigstellung sei für Herbst 2021 geplant, so dass die Feuerwehr wohl noch vor Weihnachten Einweihung feiern kann.

Eingehalten wurde aber nicht nur der Zeit-, sondern auch der Kostenplan. Hetjes geht davon aus, dass es am Ende bei den geplanten 6,1 Millionen Euro bleiben wird. Hetjes dankte den Firmen für die gute und zügige Arbeit und wünschte dem Bau weiterhin einen guten und reibungslosen Verlauf.

Branddirektor Guischard erläuterte das neue Raumkonzept. Demnach dient der Komplex nicht nur dem Brand-, sondern auch dem Bevölkerungsschutz, wobei Synergien zwischen beiden Bereichen genutzt werden. Vorgesehen sind unter anderem ein großer, dieselbetriebener Stromerzeuger, es werden aber auch große Mengen Wasser gepuffert, das außerhalb des Katastrophenfalls auch als zusätzliche Löschwasserreserve dient. Das Gesamtkonzept sieht für die ganze Stadt eine Angleichung der Feuerwehrstandorte vor. Das Prinzip: Jedes Mitglied jeder Einsatzabteilung muss sich in jedem Gerätehaus gleichermaßen zurechtfinden. Die Kräfte bleiben zwar ihren Heimatstadtteil zugeordnet, werden aber in die Lage versetzt, jederzeit in jedem anderen Ortsteil, vielleicht weil sie dort arbeiten, in die Einsätze eingebunden zu werden.

PPR-Garage wechselt nach Kirdorf

Die Dornholzhäuser Wehr freut sich natürlich extrem aufs neue Domizil. Mit dem Umzug gehe auch ein Provisorium zu Ende, kann dann doch auch das in die Behelfsgarage an der Peters-Pneu-Kreuzung ausquartierte Staffellöschfahrzeug endlich bei den anderen, dem LF 20 und dem multifunktionalen Mannschaftstransporter einparken. Bisher war das nicht möglich, es ist einfach zu hoch für die aktuelle Unterkunft.

Während Wehrführerin Angela Schlottmann, sie sprach von einem "Meilenstein" für den Brandschutz in Dornholzhausen, froh ist, dass dieser Zustand in absehbarer Zeit beendet sein wird, gefällt er Bad Homburgs oberstem Brandbekämpfer Guischard ganz gut, machten zwei räumlich getrennte Depots die Wehr doch flexibler, von den Einsatzszenarien her, aber auch was die Anfahrt der alarmierten Kräfte anbelangt. Von der PPR-Kreuzung aus sei man bei Waldbränden oder einem Einsatz auf der Saalburg auch um einiges schneller zu Stelle.

Wie auch immer - die Halle war damals bewusst so stabil gebaut worden, dass sie wiederverwendbar ist. Heißt: Sie wird, so ist der Plan, mittelfristig in den Usinger Weg transloziert und dort für mehr Platz bei der Kirdorfer Wehr, wo sich das architektonische Gesamtkonzept nicht realisieren lässt, sorgen.

von Alexander Schneider

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