Gewerbe-Immobilien im Gepäck

Bad Homburg präsentiert sich bei der Expo Real in München

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Das Stadtentwicklungskonzept Bad Homburg 2030 hat viele Potenziale für die weitere Entwicklung von Gewerbe- und Wohnbauflächen zutage gefördert. Mit diesen Pfunden will die Kurstadt jetzt auf der Expo Real in München wuchern. Auch wenn sie selbst so gut wie keine eigenen Flächen im Bestand hat.

„Bad Homburg besitzt eine hervorragende Infrastruktur und ist interessant sowohl für Unternehmen auf Standortsuche als auch für Investoren für Gewerbe- und auch Wohnungsimmobilien“, sagt Oberbürgermeister Alexander Hetjes (CDU). Aber wo trifft die Stadt solche Investoren, Immobilien- und Arealsuchenden? Richtig: auf der Expo Real in München, der größten Fachmesse für Immobilien und Investitionen in Europa. Dort wird die Kurstadt vom 8. bis zum 10. Oktober denn auch wieder einen Stand haben, zusammen mit dem Sachverständigenbüro Schlocker GmbH und der M7 Real Estate Germany GmbH.

Hetjes sagt: „Wir sind für unseren Auftritt dort mit der Ergebnissen des Konzepts zur Stadtentwicklung gut vorbereitet, wir kennen nun die Potenziale für die Entwicklung von Gewerbe- und Wohnbauflächen – auch wenn wir die wenigsten davon selbst besitzen und nur als Mittler auftreten.“

Ein neuer Stadtbaustein könnte auf dem bisherigen und in absehbarer Zukunft ehemaligen „Mercedes Senger“-Areal entstehen. Senger will bekanntlich nach Oberursel umziehen. Im Rahmen von Bad Homburg 2030 hat Svenja Knuffke vom Stadtplanungsbüro AS+P Albert Speer und Partner, das für die Erstellung des Stadtentwicklungsplans verantwortlich zeichnet, Ideen für die Entwicklung dieses Areals entwickelt. Knuffke sagte im August: „Wohnen, Arbeiten und Dienstleistungsangebote ließen sich dort perfekt verwirklichen.“

Doch der Fokus liegt in diesem Jahr weniger auf Wohn- als auf Gewerbeimmobilien. Hetjes sagt: „In den vergangenen Jahren war das Thema Wohnen vordergründig, jetzt haben wir – auch dem Mangel an Wohnfläche geschuldet – den Eindruck, dass die Nachfrage nach Gewerbeflächen und -immobilien steigt.“ Bestes Beispiel dafür ist das Investment der Procom Invest GmbH & Co. KG am Bahnhof. Dort soll ein neues Büroquartier entstehen, samt Tiefgarage mit 300 Stellplätzen. Die Fertigstellung ist für Ende 2020 geplant. Die Fläche will vermarktet werden – Procom ist entsprechend auch am Stand Bad Homburgs dabei.

Ein weiteres Beispiel ist der Deal von M7 Real Estate, Eigentümerin der Bürofläche in der Norsk-Data-Straße 1–3. Sie hat dort, in der „Office Mall“, im Juli 2017 rund 2700 Quadratmeter Bürofläche an die Frankfurter Lebensversicherung AG vermietet. Es sind aber noch einige Quadratmeter frei: Die 1992 errichtete „Office Mall“ in der Norsk-Data-Straße 3 umfasst eine Gesamtmietfläche von 9600 Quadratmetern. Hinzu kommen die 10 500 Quadratmeter Bürofläche des „Office Center“ in der Norsk-Data-Straße 1. M7 ist natürlich auch auf der Expo Real.

Alyssa Huse, Managing Director M7 Real Estate Germany, sagt: „Wir betreuen hier nicht nur das ,Office Duo‘ auf dem Südcampus, sondern auch viele andere Objekte. Daher ist die Standpartnerschaft mit Bad Homburg für uns mehr als nur das Teilen eines Messestandes: Wir gehören einfach dahin, wo viele Kunden und Nutzer sind.“

Was übrigens die Standortinitiative Südcampus, die das gesamte Areal in Ober-Eschbach im Blick hat, ähnlich sieht, und weswegen sie mit ihrer Standortkoordinatorin ebenfalls nach München reist. Zur Erinnerung: Auf dem fünf Hektar großen Gelände zwischen Adelhartstraße und Hewlett-Packard-Straße, zwischen DuPont-Straße und Norsk-Data-Straße sieht das städtebauliche Konzept ein Wohngebiet mit 52 000 Quadratmetern vor. Zuletzt war von 500 Wohneinheiten die Rede. Investor Rock Capital hatte im September 2017 das von ihm „Lenné Quartier“ getaufte Areal wieder verkauft, an die Wüstenrot Haus- und Städtebau (WHS). Laut Gutachterausschuss für über 20 Millionen Euro.

Solche Summen dürfte der Bornberg, eines der wenigen im Besitz der Stadt befindlichen Areale, nicht bringen. Außerdem geht es dort nur langsam voran. Die verkehrliche Erschließung des Geländes bereite der Stadt Kopfzerbrechen, sagt Hetjes. Vermutlich nicht nur die. Die Planer von AS+P hatten vorgeschlagen, den Bornberg als „Klimaquartier“ zu entwickeln, mit wenig Autos und großem Grünzug.

Der Stand der Stadt bei der Expo Real ist in Halle C1. 330 zu finden.

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